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Corporate Love - Hal von Moreland, Melanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Corporate Love - Hal

Was passiert, wenn ein Mann, der nicht an die Liebe glaubt, sein Herz verliert? Halton Andrew Smithers ist Anwalt. Er vertritt die Schwachen und verhilft ihnen zu Gerechtigkeit. Weil er so viel Schlimmes gesehen hat, glaubt er nicht an die Liebe und vermeidet zu enge Bindungen - nach seiner Erfahrung verletzen sich die Menschen im Laufe der Zeit immer. Doch als die Frau seines ärgsten Konkurrenten sein Büro betritt und um Hilfe bittet, ändert sich alles für ihn. Fiona rührt eine unbekannte Seite in ihm, und das erste Mal in seinem Leben sehnt Hal sich nach einer Liebe, die ein Leben lang hält ... 'Wunderbar geschrieben und soo emotional. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, fünf Sterne reichen nicht aus!' THE OVERFLOWING BOOKCASE Band 6 der CORPORATE-LOVE-Serie von Bestseller-Autorin Melanie Moreland

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 347
    Erscheinungsdatum: 01.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736313095
    Verlag: LYX
    Größe: 2619 kBytes
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Corporate Love - Hal

1
Halton

»Sagen Sie Ihrem Mandanten, dass er zwölf Stunden Zeit hat, sich zu entscheiden.«

Am anderen Ende entstand eine Pause.

»Haben Sie mich gehört?«, blaffte ich.

»Es ist neun Uhr abends, Hal. Erwarten Sie von ihm, dass er sich heute noch entscheidet?«

»Es ist sein Kind, verdammt noch mal. Wenn er wirklich der Vater ist, der er so unbedingt sein will, wird ihn die Entscheidung fünf Minuten kosten.«

Ich knallte das Telefon auf den Schreibtisch und drehte meinen Stuhl so, dass ich aus dem Fenster schauen konnte. Ich atmete etwas dringend benötigten Sauerstoff ein. Lange, ruhige Atemzüge, die mich beruhigen und erden sollten.

Es half nicht.

Ich nahm eine Flasche vom Sideboard und goss mir etwas Scotch in ein Kristallglas. Für einen Moment hielt ich das Glas ins Licht, bewunderte die goldene Färbung und kippte dann den Alkohol runter. Das Brennen in meiner Kehle fühlte sich gut an, die samtige Weichheit des Scotchs schmeichelte meinen Geschmacksknospen und wärmte mir die Brust. Ich schenkte mir noch ein Glas ein, lehnte mich zurück und schaute in die Nacht hinaus.

Der frühherbstliche Abend war klar, und die Lichter der Stadt leuchteten hell. Hier oben, in meinem Eckbüro im vierzigsten Stock, hatte ich eine herrliche Sicht auf den Hafen von Toronto und die Innenstadt. Ich schaute oft aus dem Fenster, wenn ich den Tag Revue passieren ließ oder über die beste Lösung für ein Problem nachdachte.

Oder über Versager von Eltern fluchte, die das Gefühl hatten, sie verdienten es, aus einer Laune heraus eine Rolle im Leben ihres Kindes zu spielen.

Seufzend lehnte ich den Kopf an das dicke Leder meines Bürostuhls, nippte an dem Scotch und lockerte meine Krawatte.

Dieser Fall ärgerte mich maßlos. Ein geschiedenes Paar - die Mutter hatte das alleinige Sorgerecht erhalten, während der Vater nach der üblichen Regelung jedes zweite Wochenende und gelegentlich abends sein Kind sehen konnte.

Wenn es ihm in den Kram passte - und das war nicht oft der Fall.

Wie meine Mandantin, seine Exfrau, belegen konnte, tauchte er in den meisten Fällen überhaupt nicht auf. Bis sie jemanden kennengelernt hatte, der eine Vaterfigur für ihre Tochter und ein Partner für sie geworden war.

Jetzt wollte dieser Blödmann plötzlich am Leben seiner Tochter teilhaben und verlangte ein großzügigeres Besuchsrecht. Er behauptete, seine Exfrau würde seine Tochter von ihm fernhalten und sie, was seine Person anging, negativ beeinflussen.

Glücklicherweise hatte meine Mandantin über alle versäumten Besuche penibel Buch geführt, alle Textnachrichten und E-Mails, die sie geschickt hatte, um ihn an bevorstehende Geburtstage, wichtige Termine und Besuchszeiten zu erinnern, sorgsam aufbewahrt. Die er sämtlich ignoriert hatte, bis er herausfand, dass er ersetzt worden war.

Das Problem lag in der Großzügigkeit meiner Mandantin. Statt ihre Tochter in einen Sorgerechtsstreit zu verwickeln, der hässlich werden konnte, versuchte sie, eine Lösung zu finden. Ihr Angebot eines regelmäßigen Umgangs war mehr als fair, vor allem angesichts der Tatsache, dass er das nur tat, weil er beleidigt war. Bei seinem Ego ertrug er es nicht, ersetzt zu werden. Und obwohl Janet das wusste, entschied sie trotzdem im Zweifelsfall zu seinen Gunsten.

»Ich will nicht, dass Kimberly ihren Vater nicht kennt«, erklärte sie mir. »Er war ein guter Dad, als wir noch zusammen waren, und sie hat ihn angebetet.«

»Das war damals«, wandte ich ein. Ich hätte ihm am liebsten ohne jede Zurückhaltung das Leben schwergemacht und ihn völlig aus dem Leben der beiden getilgt. »Sein Verhalten spricht für sich selbst.«

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