text.skipToContent text.skipToNavigation

Cotton Reloaded - 44 Vienna Calling von Benvenuti, Jürgen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.05.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Cotton Reloaded - 44

Die Special Agents Jeremiah Cotton und Philippa Decker werden nach Wien gerufen. Ihr Auftrag: Sie sollen einen wichtigen Zeugen sicher in die USA zurückgeleiten. Der Mann ist kein geringerer als Marek Kompowski, der ehemalige Buchhalter eines Mafiabosses, gegen den das FBI schon seit Jahren erfolglos ermittelt.
Doch plötzlich verlangt Kompowski für seine Aussage eine Gegenleistung. Cotton und Decker sollen seinen entführten Sohn finden. Für die beiden Agents beginnt ein tödlicher Tanz auf blutigem Parkett -

COTTON RELOADED ist das Remake der erfolgreichen Kultserie JERRY COTTON und erscheint monatlich in abgeschlossenen Folgen als E-Book und Audio-Download.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 12.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732522644
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Cotton Reloaded Bd.44
    Größe: 626 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Cotton Reloaded - 44

3

"Ist das irgendein mieser Trick, damit Sie nicht ausgeliefert werden?", fragte Cotton.

Kompowski schüttelte den Kopf. "Nein, das ist kein Trick. Karl Ferdinand Aigner ist wirklich mein Sohn, und er ist verschwunden. Hier, in Wien."

Decker musterte den Buchhalter mit zweifelndem Blick und sagte: "Vielleicht sollten Sie die Geschichte von Anfang an erzählen."

"Das ist völlige Zeitverschwendung!", mischte sich Wegner in die Diskussion ein. "Denn genau das ist es: Bloß eine Geschichte. Und zwar eine, mit der Kompowski uns seit Tagen auf die Nerven geht."

Botschafter Rutherford wies auf die gepolsterte Tür und meinte: "Bitte, Ladys und Gentlemen, begeben wir uns doch in das Zimmer nebenan. Dort spricht es sich gemütlicher."

Alle Anwesenden gingen hinüber.

Anders als das große, ganz auf Repräsentation ausgelegte Büro, das sie gerade verlassen hatten, war dieses verhältnismäßig kleine Zimmer ein Ort zum Entspannen und Nachdenken. Neben einem Esstisch aus hellem Holz, der von zwei schlichten Stühlen flankiert wurde, gab es ein gemütlich aussehendes Sofa, einige gut gepolsterte Sessel und einen großen Flachbildschirm. An der in gedecktem Weiß gestrichenen Wand hingen etliche gerahmte Fotos, die Rutherford beim Tennisspielen, Surfen oder Reiten mit einer brünetten Schönheit Ende dreißig zeigten. Cotton vermutete, dass es sich bei der Frau um Mrs Rutherford handelte. Der Mann hatte auf jeden Fall einen guten Geschmack, was Frauen anbelangte.

Nachdem sie Platz genommen hatten, wandte sich Cotton an Kompowski, der neben seiner Anwältin auf dem Sofa saß, und sagte: "Na gut, legen Sie los. Ich bin ganz Ohr."

Kompowski spielte ein paar Sekunden mit der Untertasse herum, so, als müsse er seine Gedanken ordnen, räusperte sich und begann schließlich zu erzählen: "Vor knapp fünfunddreißig Jahren lernte ich in New York eine junge Österreicherin namens Dorothea Aigner kennen. Sie studierte Geschichte und machte damals ein Auslandssemester an der NYU. Wir verbrachten sechs aufregende Monate miteinander, bevor sie zurück nach Wien flog, und ich habe nichts mehr von ihr gehört." Er nippte an seinem Kaffee und fuhr fort: "Vor ein paar Monaten habe ich plötzlich einen Brief einer Wiener Anwaltskanzlei bekommen. Darin wurde mir mitgeteilt, dass Dorothea Aigner vor Kurzem an Brustkrebs gestorben und ich der Vater ihres einzigen Sohnes Karl Ferdinand sei. Ich habe den Brief zuerst für einen dummen Scherz gehalten, aber ein Anruf in Wien hat mich eines Besseren belehrt."

Decker wandte sich an Dr. Brem und sagte: "Ich nehme an, der Brief stammte von Ihnen."

Die Anwältin nickte. "Dorothea Aigner war meine Mandantin, ja. Unsere Kanzlei hat sich auch um ihren Nachlass gekümmert."

Cotton schüttelte ungläubig den Kopf und sagte, an Kompowski gewandt: "Eine Frau behauptet nach über dreißig Jahren, dass Sie der Vater ihres Kindes sind, und Sie haben das einfach so geglaubt?"

"Ganz so war es nicht", antwortete Dr. Brem anstelle des Buchhalters. "Dem Schreiben lag eine Haarprobe von Karl Ferdinand Aigner bei, die Herr Kompowski bei einem Labor seines Vertrauens mit einer eigenen DNA-Probe abgleichen lassen konnte."

"Was ich auch getan habe", nahm Kompowski den Faden wieder auf. "Und das Ergebnis war eindeutig: Von wem auch immer die Haare stammten, er ist mein Sohn."

"Warum hat Dorothea Aigner so lange gewartet?", fragte Decker. "Warum hat sie Kompowski nicht gleich nach der Geburt gesagt, dass er der Vater ihres Sohnes ist?"

Dr. Brem zuckte elegant mit den Schultern. "Das weiß ich nicht, Agent Decker. Frau Aigner hat es mir nicht gesagt, und ich, ich habe sie nicht danach gefragt."

"Das spielt doch jetzt keine Rolle mehr", wandte Kompowski ungestüm ein. "Was dagegen eine Rolle spielt, ist die Tatsache, dass ich deshalb nach Europa geflüchtet bin. Den Brief bekam ich nur wenige Tage bevor das FBI mich ins Visier genommen hatte und mi

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen