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Craving Lily von Jacquelyn, Nicole (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2020
  • Verlag: Sieben Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Craving Lily

Sie liebte ihn von Anfang an. Auch wenn er ihr nicht gehörte. Zu behaupten, Lily Butlers Kindheit und Jugend sei ein Spaziergang gewesen, wäre schlichtweg gelogen. Doch die Liebe ihrer Familie, die Zuneigung und Fürsorge des Clubs und nicht zuletzt der Personen, die ihr am nächsten stehen, halfen ihr, sogar ihre psychosomatische Blindheit zu überwinden. Einer der wichtigsten Menschen für sie war immer schon Leo. Doch er kann nur ihr bester Freund sein, niemals mehr. Leo ist ein Mitglied des Aces & Eights MC in Eugene, Oregon, und fühlt sich wie der größte Mistkerl auf der Welt, weil er seine beste, aber vor allem minderjährige Freundin geküsst hat. Nachdem eine falsche Entscheidung die andere jagt, steht er vor den Trümmern einer Freundschaft und einer ganz anderen Herausforderung. Allerdings ändert das alles nichts an seinen Gefühlen für Lily.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 01.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864439315
    Verlag: Sieben Verlag
    Größe: 1300 kBytes
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Craving Lily

Kapitel 1
Leo

"Willst du heute Abend zu der Party am Kanal gehen?", fragte mich Cecilia, als ich mich neben sie auf die Couch fallen ließ. Ich war so verflucht müde, hatte ihr aber versprochen, vorbeizukommen, also hatte ich mich zum Haus ihrer Eltern geschleppt. Es war verdammt seltsam, dort zu sein. Ich hasste es.

Es war erst etwas über ein Jahr her, seit ich auf der Party im Garten des Hauses ins Gesicht geschossen worden war, aber ich hatte nie jemandem erzählt, wie unwohl ich mich fühlte, wenn ich in dieses Haus ging. Das hätte ich sonst noch ewig zu hören bekommen.

"Nein, nicht heute Abend", stöhnte ich und ließ den Kopf auf die Couchlehne sinken. "Ich bin total erledigt."

"Hi, Leo", rief eine süße Stimme. Cecilias kleine Schwester Lily kam ins Zimmer, gefolgt von ihrer Cousine Rose. Sie bewegte sich nicht schnell, es war aber auch kein Zögern in ihren Schritten zu bemerken, als sie zu uns kam und sich auf den Teppich vor uns kniete.

"Kannst du das nicht anderswo machen, Lil?", zickte Cecilia sie an, als Lily ein Buch auf den Couchtisch legte.

"Nein", murmelte Lily. "Mom hat gesagt, ich soll es hier unten machen. Es ist ja nicht so, dass ich euch sehen könnte, also tut, was immer ihr wollt."

"Oh, nein, bitte nicht", grummelte Rose. "Ich kann euch nämlich sehen."

"Ignorier sie einfach", sagte Lily leichthin. "Das tue ich jedenfalls."

"Ach, Löwenzahn", ärgerte ich sie und lächelte über ihre besserwisserische Miene. "Du weißt, dass du mich nicht ignorieren kannst."

"Ich tue mein Bestes", konterte sie und machte eine scheuchende Bewegung mit der Hand. Sie schlug das Buch auf und ich beugte mich vor, um einen Blick auf die sehr einfache Geschichte für Kinder zu erhaschen, die in Schrift und Braille geschrieben war.

"Bereit?", fragte Rose und drehte sich ein bisschen, sodass sie mir und Cecilia den Rücken zuwandte.

"Ich denke schon." Lilys Miene wurde ernst. Ihr Finger berührte die erste Seite und glitt über das Papier, bis sie die kleinen Erhöhungen fand. Ihre Lippen bewegten sich, als sie langsam mit der Fingerkuppe über die Braille-Schrift fuhr. Langsam sagte sie: "Es war einmal ..."

"Oh, Mann, das hast du ja noch gar nicht gesehen", flüsterte Cecilia und nahm einen Stift vom Beistelltisch. "Sieh dir das an."

Bevor ich sie aufhalten konnte, warf sie den Stift auf Lily.

Wut stieg so schnell in mir auf, dass ich ihr Handgelenk fest umfasst hatte, bevor sie auch nur den Arm senken konnte.

Vor Überraschung blieb mir der Mund offenstehen, denn Lily wich dem Stift aus und fing ihn auf, als hätte sie ihn gesehen.

"Was zum Teufel soll das, Cecilia?", fragte sie, und ihre Wangen röteten sich.

"Pass auf, was du sagst", konterte Cecilia und riss sich von mir los. "Du weißt, dass du nicht so reden sollst."

"Fick dich!", rief Lily kochend vor Wut. Sie schlug mit den Fäusten auf den Couchtisch, was das ganze Ding zum Klappern brachte.

"Ihr seid solche Arschlöcher", zischte Rose und sah uns finster an.

"Ich wusste, dass du ihn fangen würdest", sagte Cecilia und warf mir einen Blick zu, bevor sie sich wieder an ihre Schwester wandte. "Du fängst sie immer."

"Nicht, wenn ich mit etwas anderem beschäftigt bin", schrie Lily, offensichtlich verlegen, zurück. "Was zum Teufel ist los mit dir? Warum tust du so etwas?" Sie stand auf und fiel fast zur Seite, weil sie auf den Stift trat und wegrutschte.

Mein Herz hämmerte und mein Magen zog sich zusammen, als Tränen in Lilys Augen traten. Himmel noch mal. Ich war nicht in Cecilias klei

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