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Cross my Heart - Von dir gefunden von Cosway, L. H. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.07.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Cross my Heart - Von dir gefunden

Herumtreiberin trifft auf heißen Cop! Iris Garrigan hat nicht viel - aber immerhin einen Job als Tellerwäscherin, eine Katze, die sie nachts warmhält und natürlich ihre geliebten Doc-Martin-Stiefel. Dass sie kein wirkliches Zuhause hat, muss keiner wissen - erst recht nicht der Polizist Liam Cross, der mehr Interesse an Iris zeigt, als ihr lieb ist. Sie ahnt nicht, dass Liam sie bereits seit Monaten beobachtet und völlig fasziniert von ihr ist. Als er ihrem Geheimnis auf die Spur kommt, steht sie vor der Wahl - wagt sie es, ihr Herz zu öffnen, oder wird sie wieder einmal weglaufen? 'Süchtig machend, herzzerreißend, witzig und brillant!' Samantha Young, Spiegel-Bestseller-Autorin Eine Novella aus der beliebten Hearts-Reihe!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 115
    Erscheinungsdatum: 05.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736309463
    Verlag: LYX
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Cross my Heart - Von dir gefunden

1

Life on Mars?

Immer wenn ich traurig war, sah ich mir das Video zu Dancing in the Street an, und zwar die Version ohne Musik.

Bitte was?

Es war einfach die perfekte Medizin gegen Depri-Stimmung.

Danach sah ich mir dann die Originalversion an - das ultimative Leckerli für Sonderlinge wie mich. Bowie war mein Guru, mein ständiger Begleiter, mein unsichtbarer Freund. Jedes Mal, wenn er seinem Grab entstieg und mich besuchte, trug er eine andere seiner zahlreichen Verkleidungen.

Böse Zungen würden behaupten, das sei der Grund dafür, dass ich in der Gosse gelandet war, aber die konnten mir mal die glänzenden Ziggy-Stardust-Stiefel küssen. Okay, das ist eine Lüge. Ich besaß gar keine glänzenden Ziggy-Stardust-Stiefel. So viel Glück war nur den wahrlich Gesegneten gegönnt. Was ich jedoch hatte, war ein so großer Wissensschatz über Bowie und seine tollkühne, verrückte Lebensphilosophie, dass ich damit eine ganze Enzyklopädie hätte füllen können.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass David (ich hatte das Gefühl, ihn gut genug zu kennen, um ihn beim Vornamen nennen zu dürfen) in seinem Fan-Forum unter dem Pseudonym "Matrose" Kommentare verfasst hatte? Er fand es toll, wenn die Leute ihn mit "Hallo Matrose" begrüßten.

Diese kleinen Leckerbissen gaben mir die Kraft weiterzumachen. Ich weiß, irgendwie traurig. Doch wenn man zwanzig Jahre alt und obdachlos ist und sich mit Tellerwaschen über Wasser hält, dann sind es die kleinen Dinge, die einem Hoffnung geben.

Für mich war das Glas immer halb voll, nie halb leer. Das musste es auch, denn sonst hätte man mir gleich die Crack-Pfeife reichen können.

Als vor dem Haus, das ich gerade besetzte, ein Auto hupte, sprang Mr Hector augenblicklich vom Schlafsack auf und machte sich aus dem Staub. Der kleine Feigling. Mr Hector war mein streunender Kater. Er gehörte mir nicht wirklich, kam nur ab und zu vorbei. Ich hatte ihn nach dem Concierge in "Kevin - Allein in New York" benannt, weil er genauso hochmütig und versnobt war wie er, und er hatte sogar den gleichen Gesichtsausdruck.

Ja, auch Katzen haben Gesichtsausdrücke.

Zumindest bildete ich es mir gern ein - ich hatte wirklich eine blühende Fantasie, daher auch die eingebildeten Besuche von Bowie. Der saß gerade auf dem bröckeligen Fenstersims und sah hinunter auf den toten, vergessenen Teil Londons.

"Wahrscheinlich werden sie das Viertel demnächst gentrifizieren ", seufzte Bowie und ließ seine Kristallkugel von der einen Hand in die andere gleiten. Heute Morgen war er Jareth, der König der Goblins. "Was machst du dann?"

"Bis dahin habe ich genug Geld, um mir eine Wohnung mieten zu können", erwiderte ich.

"Aber du hast keine Vorvermieterbescheinigung. Heutzutage braucht man für alles Bescheinigungen. Wir leben nicht mehr in den Siebzigern" , fuhr er fort und hob eine geschwungene, säuberlich gezupfte Augenbraue.

Verdammter imaginärer Bowie. Muss mich immer auf meine Schwachstellen hinweisen.

"Wirklich schade. Ansonsten wäre ich mit dir und Iggy Pop nach Berlin gezogen."

Er hielt inne. "Dieser Lifestyle wäre nichts für dich."

Ich starrte ihn an und machte eine ausladende Geste. "Ähm, hallo, ich lebe in einem besetzten Haus. Ich komme mit jedem Lifestyle klar. Außerdem finde ich bestimmt jemanden, der mir seine Wohnung vermietet. Vielleicht drückt jemand ein Auge zu, wenn ich bar zahle."

Bowie wirkte nicht überzeugt. Mr Hector, der nun in der Zimmerecke saß und sich den Hintern leckte, übrigens auch nicht.

Ich sah auf meinen gesprungenen, aber immer noch funktionstüchtigen Wecker und stand auf. In zwei Stunden würde meine Schicht in der Futterstelle beginnen, und nachdem ich an mir gerochen hatte, beschloss ich, dass es Zeit war, mich zu waschen. Dafür ging ich

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