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Crown & Passion - Alles, was du begehrst Der krönende Abschluss des Zweiteilers von Malpas, Jodi Ellen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.11.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Crown & Passion - Alles, was du begehrst

Adeline war fest entschlossen, mit Josh dem englischen Hof den Rücken zu kehren. Durch tragische Umstände ist sie nun mehr denn je in dem strengen Protokoll und den harten Regeln des Könighauses gefangen. Plötzlich ist sie die zukünftige Königin von England. Und in dieser Welt haben weder Josh noch ihre Gefühle für ihn einen Platz. Adeline weiß, dass sie Josh von sich stoßen muss - auch wenn er alles ist, was sie begehrt. Allein auf ihren Schultern ruht das Schicksal der gesamten Monarchie, und sie muss die dunklen Geheimnisse ihrer Familie bewahren. Auch wenn es sie ihr Glück mit dem einzigen Mann, den sie je geliebt hat, kostet ... "Die neue Königin sinnlicher Literatur." Sunday Times "Jedem Kuss, jeder erotischen Szene, jedem Wortwechsel zwischen diesem Paar gehört ein Stück meiner Seele." SPIEGEL-Bestsellerautorin Audrey Carlan über "Mit allem, was ich habe" Jodi Ellen Malpas' Romane wurden in über 20 Sprachen übersetzt und erobern die Bestsellerlisten weltweit. Ein Erfolg, den die bekennende Tagträumerin nicht für möglich gehalten hätte. Seitdem ist das Schreiben von ebenso spannenden wie leidenschaftlichen Geschichten zu ihrer Passion geworden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 08.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745750423
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Crown & Passion 2
    Originaltitel: His True Queen
    Größe: 3007 kBytes
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Crown & Passion - Alles, was du begehrst

1

Die Atmosphäre ist unheimlich, die Menschenmenge erstreckt sich, so weit das Auge reicht. Alle sind still, aber ich kann sie atmen hören. Ich bin mir sicher, die Flügel der Vögel oben schlagen zu hören.

Vom Kummer betäubt schaue ich hinauf zum Himmel. Dort kreist ein Vogel, ein Zuschauer mit bester Aussicht. Eine Elster. Eine einzelne Elster. Eine steht für Leid. Vielleicht ist das albern, da ich ohnehin nie an solche Ammenmärchen geglaubt habe, dennoch suche ich nach einer zweiten. Zwei bedeuten Freude.

Da ist keine zweite Elster.

Da ist keine Freude.

Ich senke den Blick wieder auf den Beton vor mir, konzentriere mich jetzt auf das Geräusch meiner Schritte. Laute Schritte - Schritte, die durch die Straßen Londons zu hallen scheinen. Die Welt schaut zu. Augen aus jedem Winkel der Erde sind auf uns gerichtet. Der Leichnam des Königs von England liegt auf einer kunstvollen Lafette, gezogen von zwei herausgeputzten Hengsten. Meine Familie und ich folgen unmittelbar dahinter. Schweigend. Trauernd. Für die ganze Welt sichtbar.

Auch nach neun Tagen fühle ich mich noch völlig benommen. Ich würde mich in einem grauenhaften Albtraum wähnen, würde mich nicht alles ständig an die Realität erinnern. Die stille Menge. Ein TV-Bericht nach dem anderen, die Zeitungsartikel. Die im Claringdon Palace umherschwirrenden Offiziellen. Beinahe jeder Medienbericht aus London dreht sich um die Trauer und um das Neueste zum Tod des Königs und den seines Thronfolgers. Um die gebrochene Mutter und Gattin. Um den verbitterten Bruder und Sohn. Um ein Land in Trauer.

Ich schaue nach links und bemerke Eddie, der auf den luxuriösen Sarg unseres Vaters blickt. Abgesehen von Bitterkeit, die sich auf seinem Gesicht widerspiegelt, ist seine Miene ausdruckslos. Ich kann den Alkohol an ihm riechen. Erkenne seine kaum verhohlene Wut, die er wie ein Wappen auf der Brust trägt. Sein Anzug ist zerknittert. Sein Haar ist durcheinander. Sein Gesicht ist fahl.

Der gefallene Prinz.

Der Mann, der niemals König sein wird.

Tränen steigen mir in die Augen, und rasch starre ich wieder auf den Boden, um nicht loszuheulen. Ich weiß gar nicht, warum ich noch weine. Wegen des Verlustes, den meine Familie erleiden muss? Wegen des Verlustes, den die Welt erlitten hat?

Wegen des Verlustes, den ich erlitten habe?

Wie aufs Stichwort habe ich Joshs Bild vor Augen, was mich noch benommener macht. Eine einzelne Träne läuft mir die Wange hinunter, zwingt mich, mir rasch das Gesicht abzuwischen, damit nicht weitere folgen. Eine Geste, die meine Pflicht, gefasst zu bleiben, untergräbt, da die Welt zuschaut. Zeig keine Emotionen. Reiß dich zusammen. Nur noch eine weitere halbe Meile - und wir werden innerhalb der sicheren Mauern St. Paul's sein. Sicher? Nirgendwo ist es sicher. Nirgendwo gibt es Privatsphäre. Mein lebenslanges Gefühl, eingeengt zu werden, ist nichts angesichts der jüngsten Ereignisse. Ich kann nicht mehr atmen. Und um meine Qual noch zu vergrößern, ist die einzige Person fort, die mein Leben erträglich gemacht hat.

Meine ohnehin schon schweren Beine scheinen mit Blei gefüllt zu sein. Einen Fuß vor den anderen zu setzen wird immer mühevoller. Nie zuvor musste man mich stützen und mir zureden, alles werde gut. Nie zuvor habe ich mir von einem Mann so sehr gewünscht, er nähme mich in den Arm und beschützte mich vor der Grausamkeit der Welt.

Und diesen Mann kann ich nicht haben.

Erneut schaue ich auf, als könnte ich ihn in der dicht gedrängten Menschenmenge entdecken. Natürlich sehe ich ihn nicht, und das Herz wird mir noch ein wenig schwerer.

Die Prozession kommt nach und nach zum Stehen, laute Gewehrschüsse schrecken mich auf. Ich schaue in die Richtung, wo Damon ist. Er wirkt unbeeindruckt und deutet mit einer Kopfbewegung zum Eingang von St. Paul's. Ich folge Damons Blick und sehe zwei ordentlich ausgerichtete Reihen Soldaten, die

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