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Dünengeflüster Ein Ostseeroman von Kühne, Evelyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.10.2017
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Dünengeflüster

Ein Roman für alle Ostsee-Liebhaberinnen Ein Haus am Meer - das klingt wie ein Traum. Doch für Anne ist das Erbe ihrer Tante zunächst eine Belastung, muss sie doch eine Entscheidung treffen: verkaufen oder behalten? Frisch getrennt und mit einer Kündigung vom Arbeitgeber in der Tasche reist sie nach Prerow an die Ostsee. Dort angekommen fühlt sie sich sofort wieder heimisch in dem Fischerhaus, in dem sie als Kind so viele Sommer verbracht hat. Als sie dann den sympathischen Ralf kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, scheint das Glück perfekt. Die ältesten Freunde ihrer Tante warnen sie jedoch, und Annes Jugendfreund Thomas zeigt offen seine Abneigung gegenüber Ralf. Außerdem begegnet Anne immer wieder seltsamen Gestalten. Kann sie ihrer neuen Liebe trauen oder steckt doch mehr dahinter, als sie glaubt? Meinungen zum Buch: Evelyn Kühne schreibt Bücher für starke Frauen, Bücher, die Mut machen, und zeigen, dass es nie zu spät ist, neu anzufangen. Dabei begeistert sie mit ihrem locker leichten Schreibstil der den Leser in die beschriebene Welt entführt, und garniert das Ganze gekonnt, mit einer Prise Humor und Herzlichkeit. (isabellepf auf Lovelybooks) Tolle Geschichte, spannend, geheimnisvoll, emotional. Ich bin absolut hingerissen von dieser tollen Geschichte und empfehle das Buch uneingeschränkt weiter. (bettinahertz auf Lovelybooks) Evelyn Kühne wurde 1970 in Radebeul geboren. Schon immer galt ihre ganze Leidenschaft den Büchern. Beruflich ging sie jedoch erst einmal andere Wege und arbeitete unter anderem als Verkäuferin. Viele Jahre später, nachdem sie eine Krebserkrankung überstanden hatte, traute sie sich erstmals mit ihren eigenen Geschichten an die Öffentlichkeit. Für sie war das Schreiben auch ein Stück Krankheitsbewältigung. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Romane sowie das Kinderbuch 'Die kühne Marie', welches sie zugunsten krebskranker Kinder schrieb. Sie lebt heute mit Mann und Tieren in der Nähe von Meißen und schreibt am liebsten Krimis und Liebesromane über starke Frauen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 322
    Erscheinungsdatum: 02.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958182202
    Verlag: Forever
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Dünengeflüster

1. Kapitel

Manchmal gab es so Zeiten, in denen alles im Leben schiefzugehen schien. Anne hätte am liebsten kurzerhand ins Lenkrad gebissen. Eigentlich war sie nur schnell auf diesen kleinen Parkplatz mitten im Wald gefahren, weil ihre Dackeldame Emma ein Geschäft verrichten musste. Eigentlich, denn zumindest war das der Plan gewesen. Und nun saß Emma erleichtert neben ihr, und das Auto sprang nicht mehr an. Was hatte ihr Kumpel Paul vor kurzem gesagt, war da nicht irgendwas mit der Batterie gewesen? Der Motor stotterte mit letzter Kraft, bis sich kurz darauf gar nichts mehr tat. Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Irgendwie lief bei ihr momentan alles falsch - und zwar so richtig.

Es hatte damit begonnen, dass Manuel sich von ihr trennte - oder sie sich von ihm? -, egal, sie waren kein Paar mehr. Sie war vor kurzem vierzig geworden und sah für ihre Begriffe immer noch gut aus. Sie war normal gebaut und trotzdem furchtbar unsportlich. Sie hatte dunkle Haare, die in leichten Wellen bis auf ihre Schultern fielen. In ihrem Gesicht konnte man außer einigen vereinzelten Lachfältchen noch keine Spuren des Alters entdecken. Am schönsten waren ihre Augen, sie strahlten in einem warmen Braunton und zogen viele in den Bann, zumindest sagte man ihr dies immer wieder. Sie lachte gern, herzhaft, laut und steckte andere damit an. Überhaupt war sie ein unglaublich positiver Mensch, der zwar viel Pech im Leben gehabt hatte, aber nie zurücksteckte oder sich aufgab. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass die Männer sich nach ihr umdrehten, es konnte aber auch sein, dass sie sich das aus lauter Verzweiflung nur einbildete. Ihr Äußeres ähnelte dem ihrer Mutter, welche nach eigenem Bekunden früher ein ziemlich heißer Feger gewesen war. Unzählige Männer hatte sie verschlissen, bis sie dann endlich von Annes Vater mehr oder weniger gezähmt worden war. Dies hatte Anne in ihrer Kindheit natürlich auch ständig unter die Nase gerieben bekommen.

Nun ja, als Feger empfand sie sich selbst nicht, aber auch nicht als dessen Gegenteil. Sie hielt sich für ziemlich normal, mit einem Hang zu schwierigen Typen.

An ihrem diesjährigen Geburtstag war ihr klargeworden, dass es so nicht weitergehen konnte, aber vermutlich würde. Wenn sie nichts unternahm, blieb alles, wie es war - eine grausige Vorstellung. Abends hatte sie in ihrem Bett gelegen und sich die Zukunft ausgemalt. Normalerweise malte man ja in den rosigsten Farben - nun, dies war ihr schwergefallen. In ihrer Vorstellung wurde sie älter und älter, während Manuel immer verrückter wurde und einfach sein Leben so weiterlebte, wie er es immer getan hatte.

Kennen gelernt hatten sie sich bei einer Vernissage, das hätte ihr eigentlich schon zu denken geben müssen. Eine Freundin hatte sie mitgeschleppt, und Anne fühlte sich von der ersten Sekunde an unwohl. Es hatten haufenweise intellektuelle Leute herumgestanden, deren Unterhaltungen sie nur mit Müh und Not folgen konnte. Die Gespräche hatten sich um Kunst, Geld und irgendwelche Häuser in der Toskana gedreht, von denen die meisten vermutlich nur in der Fantasie existierten. Manuel hatte mit einem Glas Rotwein in der Ecke gestanden und Anne schweigend betrachtet, die langsam an den ausgestellten Bildern entlanggeschlendert war und sich bei einem Blick auf die ausgeschriebenen Preise gefragt hatte, ob der Künstler noch bei Trost oder schon vollkommen übergeschnappt war. Immerhin hatte es freie Getränke und Häppchen gegeben, und sie hatte sich mit dem reichlich vorhandenen Spirituosenangebot getröstet. Den schweigsamen Mann in der Ecke hatte sie erst bei ihrer zweiten Runde durch den Raum bemerkt. Ihre Freundin hatte sich verkrümelt, und so hatte sie ziemlich verlassen zwischen den anderen Kunstliebhabern herumgestanden. Plötzlich hatte sie eine sonore Stimme von hinten angesprochen, und Anne hatte sich überrascht umgedreht. "Hallo, ich beobachte dich schon ein Weilchen, und ich frage mich die ganze Zeit, woher wi

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