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Darius - Meine Sünde 11 erotische Erzählungen von Martin, Gigi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.12.2014
  • Verlag: Passion Publishing
eBook (ePUB)
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Darius - Meine Sünde

Eine Herrin, die ihren Sklaven züchtigt, eine junge Frau, die ihre lesbische Neigung entdeckt und eine Hausfrau mit Sexfantasien. Das sind nur drei von 11 erotischen Erzählungen, in denen jede sexuelle Fantasie erfüllt wird. Provokant, detailliert und besonders für Freunde der SM-Szene zu empfehlen. Gigi Martin ( 29. September 1935 in München) ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin, die vor allem mit erotischen Romanen und Erzählungen bekannt wurde. Gigi Martin gehörte zu den ersten Autorinnen, die in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg an die Tradition des lesbischen Liebesromans anknüpften. Bereits ihr erster Roman 'Geh vorbei, wenn du kannst ...' (1960) schildert die Liebe eines 17-jährigen Mädchens zu ihrer Freundin. Das Werk erregte großes Aufsehen, wurde mehrfach aufgelegt und ins Niederländische übersetzt. Auch dieser Titel 'Darius - Meine Sünde!' ist wieder ein Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 117
    Erscheinungsdatum: 08.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944964805
    Verlag: Passion Publishing
    Größe: 1293 kBytes
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Darius - Meine Sünde

Sie waren aus einem Ei

Zwillinge sind meist unzertrennlich und verschwören sich gegen den Rest der Welt. Sie sind sich nicht nur äußerlich, sondern auch im Wesen ähnlich. Eineiige Zwillinge leben häufig in einem symbiotischen Zustand zusammen. Sie haben sich seit ihrer Geburt noch nie getrennt und erleben sich als eine totale Einheit. So erging es auch Andreas und David Camireri. Sie lebten noch immer in ihrem Geburtshaus in San Gimignano. Die Eltern waren längst gestorben, weitere verwandte gab es nicht.

Die Brüder waren untersetzt, mit einer Stirnglatze und einem Schnauzbart, einer identischen Nickelbrille, und sie trugen beide mehrere breite Gummibänder um ihr linkes Handgelenk. Sie waren immer gleich gekleidet und trugen am Hosenbund kleine, runde Taschenuhren, auf deren gläserner Rückseite man das Uhrwerk ticken sah. Sie fuhren mit dem Fahrrad zur Post, wo sie angestellt waren. Sie hatten ein Hobby, nämlich ihren Garten, und eine Vorliebe für gutes Essen. Sie teilten sich die Hausarbeit. Während David für die Einkäufe und das Kochen zuständig war, putzte Andreas das Haus, wusch, bügelte, nähte. Den Garten pflegten sie gemeinsam. Noch niemals hatte eine Frau dieses Haus betreten.

Selbst nach vierzig Jahren konnte sie niemand unterscheiden. Die Brüder lebten völlig unauffällig und zurückgezogen wie Eremieten. Sie waren bei ihren Kollegen beliebt und auch bei den Nachbarn. Mehr als ein, guten Tag über den Gartenzaun und ein Gespräch darüber, wie dieses Jahr der Kohl steht und mit welchen Schädlingen man zu kämpfen hat, fand nie statt. Aber hinter der verschlossenen Tür lebten die beiden ihre seltsamen und für andere abwegige Jugendträume.

Sie spielten Indianer, und die hölzerne Säule am Ende der Treppe, wo es zu den Schlafräumen und zum Bad ging, war der Marterpfahl. Sie wechselten sich darin ab, wer der Besiegte und wer der Peiniger war. Sie waren nackt bis auf eine Badehose aus Gummi.

Samstag ließ sich Andreas an den Marterpfahl binden, Sonntags David. Das Opfer trug eine Augenklappe. Beide Brüder waren wahre Meister des Fesselns. Die starke, hundert Meter lange Wäscheleine aus Sisal wurde fest um den Körper geschnürt, vom Hals bis zu den Füßen. Nicht ein winziges Stückchen Haut war unter der Verschnürung zu sehen. Das offene Feuer unter dem Marterpfahl wurde durch eine rollbare, elektrische Heizung ersetzt. Nadeln durchlöcherten die Ohrläppchen anstelle von Indianerpfeilen. Sie hielten sich Poppers an die Nasenlöcher und versetzen sich in Rausch. Die Prozedur dauerte jedes Mal Stunden. An den übrigen Tagen erholten sich Andreas und David von ihren Qualen. Sie taten ihren Dienst in der Post und versorgten das Haus.

San Gimignano ist ein kleines Städtchen in der Toscana, wo das Herz Italiens schlägt. Nach Einbruch der Dunkelheit senkt sich hier die Stille von mehr als sechs Jahrhunderten auf die Straßen. Umgeben von massiven Mauern, erheben sich dreizehn majestätische, bis zu siebzig Meter hohe, Türme über den eng beieinander liegenden Häusern mit den roten Dächern. Manchmal, wenn nachts Schritte in den gepflasterten Gassen dieser wundervoll erhaltenen Stadt widerhallen, werden Schatten der Vergangenheit lebendig. Ritter in klirrender, schimmernder Rüstung schlürfende Mönche in weißen Gewändern, mit Getreide und Gewürzen beladende Maulesel.

Es war an einem Augusttag, als Andreas beim Pflaumen pflücken von der Leiter abrutschte und sich den Fuß brach. Er kam ins Städtische Krankenhaus. David besuchte ihn täglich. Er sah sich von nun an bei jedem Schritt, den er tat, besonders vor. Das Schicksal eineiiger Zwillinge, das auch vor Krankheiten nicht halt macht, war ihm eine Warnung. Trotzdem verstauchte er sich den rechten Fuß, als er über einen Stein am Weg stolperte, den er in der Dämmerung nicht gesehen hatte. Er kühlte den Fuß mit Essigwasser Umschlä

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