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DARK LOVE - Ohne dich bin ich verloren Roman von Maskame, Estelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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DARK LOVE - Ohne dich bin ich verloren

Tyler scheint alles zu haben: Er sieht unverschämt gut aus, ist mit einem bildhübschen Mädchen zusammen und zieht mit seinen Freunden von Party zu Party. Doch immer öfter gerät er in Schwierigkeiten. Der Grund dafür liegt in seiner Vergangenheit - und niemand scheint ihm helfen zu können. Bis Eden auftaucht, die Tochter seines Stiefvaters und das Mädchen, das hinter seine Fassade blickt. Kann er sich mit ihr seinem großen Geheimnis stellen und erstmals echte Liebe wagen? Mitreißend erzählt Estelle Maskame die dunkle Kindheitsgeschichte Tylers und seine Rettung durch Eden - aus seiner Sicht! Estelle Maskame, 1997 geboren, lebt in Peterhead, Schottland, wo sie auch zur Schule ging. Bereits mit 13 Jahren begann sie die DARK-LOVE-Serie zu schreiben, die auf Wattpad vier Millionen Reads erreichte und in Buchform auch international ein sensationeller Erfolg wurde. Zuletzt bei Heyne erschienen ist ihr eigenständiger Roman "Falling".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 13.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641244248
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42343
    Originaltitel: Just Don't Mention It. Tyler's Story
    Größe: 1241 kBytes
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DARK LOVE - Ohne dich bin ich verloren

Kapitel 1

Fünf Jahre zuvor

M it steifer Hand fahre ich mir durch das feuchte, wirre Haar. Eine Stunde bin ich in der Wanne gelegen und immer wieder mit dem Kopf untergetaucht, um zu testen, wie lange ich es unter Wasser aushalte. Meine absolute Rekordzeit liegt bei dreiundneunzig Sekunden, aber da geht noch mehr.

Ich setze mich auf den Wannenrand und greife nach der Packung Schmerzmittel am Waschbecken. Es sind nur noch wenige Pillen übrig, Mom besorgt hoffentlich bald Nachschub. Ich drücke zwei Tabletten aus dem Blister und umschließe sie mit der Faust, während ich mich zum Wasserhahn beuge und mir ein Glas einlaufen lasse. Ich schlucke die erste, dann die zweite, dann kippe ich das restliche Wasser in den Abfluss.

Mein Blick wandert zu meinem Schulterblatt. Die Haut ist abgeschürft, aber zum Glück hat es aufgehört zu bluten. Um die frische Verletzung herum blüht bereits ein farbenprächtiger Bluterguss auf, irgendwo zwischen Rot und Violett und Blau. Vorsichtig betaste ich ihn, doch der Druck löst tief unter der Haut einen dumpfen Schmerz aus. Ich würde aus der Küche Eis holen, aber ich will auf keinen Fall, dass mich irgendjemand dabei erwischt. Es ist schon fast Mitternacht. Ich sollte längst schlafen. Morgen habe ich Schule.

Ich richte mich auf und räume die Tabletten zurück in das Schränkchen über dem Waschbecken, ganz hinten in das zweite Fach von oben - höher komme ich nicht. Außerdem werde ich sie morgen ohnehin wieder brauchen. Als ich die Spiegeltür mit einem leisen Klicken schließe, starrt mir mein ausdrucksloses Gesicht entgegen. Erst jetzt fällt mir der winzige Schnitt in der Unterlippe auf. Ich schiebe mich näher heran, nehme die Lippe zwischen Daumen und Zeigefinger und inspiziere die Wunde genauer. Ich könnte nicht sagen, wann und wo das passiert ist, frisch ist sie jedenfalls nicht, also kann sie nicht von heute Abend sein.

Kopfschüttelnd trete ich zurück. Es spielt keine Rolle, woher ich die Verletzung habe, denn sobald sie verheilt ist, wird eine neue an ihre Stelle treten. Genau wie weiteres Blut fließen wird, es mehr blaue Flecken geben wird.

Mein Spiegelbild fixiert mich immer noch, die Augen ausdruckslos und mit dunklen Schatten darunter, die Schultern hängend, der Mund verkniffen, wie ein ständiges Stirnrunzeln. Mit einer Hand schiebe ich die Haare vorne hoch. Eine tiefe Schnittwunde, die parallel zu meinem Haaransatz verläuft, wird sichtbar. Sie will und will nicht verheilen, langsam mache ich mir Sorgen, es könnte sich eine Narbe bilden. Hastig streiche ich die feuchten Fransen darüber und wende mich vom Spiegel ab.

Ich greife nach meinem T-Shirt und schlüpfe hinein. Eine Reihe blassbrauner Flecken zieht sich über meinen unteren Rücken. Das darf niemand sehen, deshalb zeige ich mich nie ohne Oberteil. Ich steige in meine Shorts, schmeiße das Handtuch in die abgelassene Wanne und werfe einen letzten Blick in den Spiegel. Nichts zu sehen. Gut.

Ich ziehe vorsichtig die Tür des kleinen Badezimmers einen Spaltbreit auf und trete möglichst lautlos hinaus auf den Flur. Nirgends brennt Licht, alles ist dunkel. Unten im Wohnzimmer läuft der Fernseher, und ich höre meine Eltern über die laufende Sendung lachen. Leise schiebe ich mich die Treppe hinunter, doch im Näherkommen fällt mir auf, dass die Wohnzimmertür nur angelehnt ist. Statt schleunigst den Rücktritt nach oben anzutreten, schleiche ich darauf zu und spähe am Türstock vorbei hinein.

Mom und Dad sitzen auf dem Sofa, eng aneinandergekuschelt. Er hat die Arme um sie geschlungen und hält sie fest an sich gedrückt, das Kinn auf ihren Scheitel gestützt. Sie wirkt müde, aber glücklich. Immerhin ist sie erst vor einer Stunde von der Arbeit heimgekommen, gerade als ich die Badezimmertür hinter mir zugesperrt hatte und in die Wanne gestiegen war.

Schlagartig weiche ich von der Tür zurück und wirble herum. So schnell mich meine Füße tragen, stürme ich die

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