text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Café der süßen Wunder Roman von Seidel, Jana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

5,99 €1

1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Café der süßen Wunder

Ein zauberhaftes Café und die große Liebe: Der gefühlvolle Roman »Das Café der süßen Wunder« von Jana Seidel jetzt als eBook bei dotbooks. Vanilleduft, Zimtaroma und ein Hauch von Liebe liegen in der Luft ... Alexandra ist Steuerberaterin, schreibt gerne Listen und ist mit ihrem geregelten Leben eigentlich sehr zufrieden. Bis an einem einzigen Tag alles vor ihren Augen zerfällt: Erst verliert Alexandra ihren Job - und dann erwischt sie auch noch ihren Freund Lars beim Fremdgehen! Bevor sie vollends verzweifeln kann, trifft sie eine gewagte Entscheidung: Obwohl sie überhaupt nichts vom Backen versteht, nimmt sie das Erbe ihrer verstorbenen Tante Effie an, ein kleines Café im Harz. Und schon bald bekommt Alexandra nicht nur tatkräftige Hilfe - auch die Liebe findet wieder einen Weg in ihr Herz ... »Romantische Lektüre!« LAURA Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Liebesroman »Das Café der süßen Wunder« von Jana Seidel. Dieses Buch ist bereits unter dem Titel »Mein zauberhaftes Café« erschienen. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Jana Seidel, geboren 1977, war schon immer von zu vielen unterschiedlichen Dingen fasziniert, um sich für einen ?ordentlichen? Beruf zu entscheiden. Im Schreiben fand sie daher den idealen Ausweg aus diesem Dilemma. Nach ihrem Magisterabschluss in Spanischer Literaturwissenschaft und Öffentlichem Recht arbeitete sie einige Jahre als Redakteurin. Heute lebt sie als freie Journalistin und Autorin glücklich zwischen Fiktion und Wirklichkeit - und als echte Lokalpatriotin mit Mann und Sohn im schönen Hamburg. Jana Seidel veröffentlichte bei dotbooks »Das Café der süßen Wunder«, »Ein Cottage zum Verlieben« und »Das Restaurant der süßen Träume«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 01.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961488773
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2016 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Café der süßen Wunder

2. Kapitel

Freitag, 30. August

7 Uhr losfahren

10.30 Uhr Beerdigung.

11.30 Uhr Trauerfeier.

Am Steuer gelingt es mir kaum, mich wach zu halten. Zum Glück sind die Landstraßen Niedersachsens keine große Herausforderung.

In Osterode halte ich an und schalte mein Navi ein, um nicht am Ende an dem laut Karte lächerlich winzigen Heimatdorf meiner Tante vorbeizufahren. Auf die Beschreibung meiner Mutter »An den Teufelsbädern vorbei noch ungefähr zwei Kilometer geradeaus« möchte ich mich lieber nicht verlassen. Viel los ist hier nicht. Kaum ein Mensch ist auf den kleinen Straßen vor den Fachwerkhäusern zu sehen. Der Morgennebel hat sich noch nicht verzogen. Er verzerrt die Konturen der Bäume am Straßenrand, so dass sie ganz unheimlich aussehen. Auf einem kleinen Berg sieht man die Umrisse einer zerfallenen Ruine auftauchen und wieder im Dunst verschwinden. Kurz hinter Osterode passiere ich die Teufelsbäder, von denen meine Mutter gesprochen hat. Kein Wunder, dass die Menschen hier schaurige Geschichten erfinden. Im Tal liegen mehrere Gewässer umgeben von dichtem Schilf, um das die dichten Schwaben wabern. Doch ich muss zugeben, dass die hügelige Landschaft mit den kleinen Orten, ihren Türmen und Kirchturmspitzen etwas hat. Die höchste Erhebung in der Nähe Hamburgs liegt in den Harburger Bergen. Wobei der Name eine dreiste Übertreibung ist. Der höchste Punkt ist dort kaum 150 Meter hoch.

Der Friedhof liegt noch vor dem Dorf. Ich lasse den Wagen einfach am Straßenrand stehen, zwischen unzähligen anderen Autos. Vor der Trauerkapelle hat sich ein Massenauflauf gebildet. Sind die alle wegen meiner Tante da? Ich finde meine Mutter schließlich in der Trauerkapelle. Sie hat sich in die erste Reihe gesetzt, so dass sie vielleicht noch nicht gemerkt hat, dass die Menschen hinter ihr sie alle anstarren. Ich husche unauffällig zu ihr und fühle mich wie ein Eindringling bei einer intimen Feier. Nach einem kurzen Luftkuss zur Begrüßung setze ich mich neben meine Mutter. Dass wir eigentlich die nächsten Angehörigen sind, ändert nichts an meinem Gefühl, hier nichts verloren zu haben. Schicksalsergeben lausche ich der furchtbar rührseligen Rede über einen Menschen, den ich kaum kannte. Meine Tante muss sehr beliebt gewesen sein, denn die kleine Kapelle platzt aus allen Nähten. Zu meiner Linken schnieft eine ältere Frau schüchtern, aber beharrlich, während ich höflich die Lippen bewege, als würde ich die Lieder kennen und mitsingen. Zu meiner Rechten bewahrt meine Mutter die Haltung. Ob sie sich sonderlich darum bemühen muss, weiß ich nicht, weil sie oft schwer zu durchschauen ist. Ihre Schultern beben ganz leicht und aus den Augenwinkeln tupft sie elegant ein paar Tränen, die ich gar nicht gesehen habe. Wir versuchen uns immer angemessen zu verhalten - und angemessen ist wohl weder haltloses Schluchzen noch vollständige Ungerührtheit.

Ganz und gar nicht angemessen kommt mir hingegen die Kleidung der anderen Trauergäste vor. Ich hätte ein Meer aus schwarzem Chiffon erwartet. Doch diese Zusammenstellung gefährdet schon beinahe das Augenlicht, so kunterbunt ist sie. Von einem Mädchen kann ich meinen Blick gar nicht abwenden. In ihrem wallenden, hennaroten Haar trägt sie lilafarbene Orchideen, die nicht mal nach Plastik aussehen. Durch einen leichten Tränenschleier wirkt ihr Blick so sanft, dass sie mich an eine verträumte Meerjungfrau erinnert, die aus Versehen einen ganz unpassenden Ort für ihren Landgang gewählt hat. Die Illusion währt, bis in ihren Mundwinkeln ein keckes Lächeln aufblitzt, während sie mir zuzwinkert. Schnell schaue ich weg.

Nachdem die üblichen Riten überstanden sind und wir jeder eine Handvoll Erde auf den Sarg geworfen haben, verlassen alle den Friedhof und steuern Effies Zuhause an. Zumindest hat sich der Nebel verzogen. Es ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen, dafür ist es schlagartig brüllend heiß. Ob ich mich woh

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen