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Das Ende der Welt Illustriert von Doyle, Arthur Conan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.03.2016
  • Verlag: Null Papier Verlag
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Das Ende der Welt

Illustrierte Fassung Drei Jahre nach den Vorkommnissen in 'Die vergessene Welt' versammelt Professor Challenger wieder seine alten Gefährten: Professor Summerlee, den Abenteurer Lord John Roxton und den Reporter Malone. Das Ende der Welt soll nahe sein. Sir Arthur Conan Doyle schrieb neben seinen bekannten Sherlock Holmes-Geschichten auch mehrere Abenteuer rund um die Figur des Professor Challenger. 'Die vergessene Welt' diente etlichen Fernseh- und Filmproduktionen als Vorlage. In diesem spannenden, aber dank der berühmtem britischen Spleenigkeit auch äußerst humorvollem Werken, findet sich der Vorläufer aller Jurassic Park-Bücher von Michael Crichton. Der vorliegende Band ist mit 23 Zeichnungen geschmückt und mit Fußnoten kommentiert. Null Papier Verlag Womöglich wäre die Literatur heute um eine ihrer schillerndsten Detektivgestalten ärmer, würde der am 22. Mai 1859 in Edinburgh geborene Arthur Ignatius Conan Doyle nicht ausgerechnet an der medizinischen Fakultät der Universität seiner Heimatstadt studieren. Hier nämlich lehrt der später als Vorreiter der Forensik geltende Chirurg Joseph Bell. Die Methodik des Dozenten, seine Züge und seine hagere Gestalt wird der angehende Autor für den dereinst berühmtesten Detektiv der Kriminalliteratur übernehmen. Der erste Roman des seit 1883 in Southsea praktizierenden Arztes teilt das Schicksal zahlloser Erstlinge - er bleibt unvollendet in der Schublade. Erst 1887 betritt Sherlock Holmes die Bühne, als 'Eine Studie in Scharlachrot' erscheint. Nachdem Conan Doyle im Magazin The Strand seine Holmes-Episoden veröffentlichen darf, ist er als erfolgreicher Autor zu bezeichnen. The Strand eröffnet die Reihe mit 'Ein Skandal in Böhmen'. Im Jahr 1890 zieht der Schriftsteller nach London, wo er ein Jahr darauf, dank seines literarischen Schaffens, bereits seine Familie ernähren kann; seit 1885 ist er mit Louise Hawkins verheiratet, die ihm einen Sohn und eine Tochter schenkt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 169
    Erscheinungsdatum: 22.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954187492
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 4172 kBytes
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Das Ende der Welt

I. Die Linien verschwimmen.

I ch fühle mich bewogen, diese ganz erstaunlichen Ereignisse jetzt sofort niederzuschreiben, solange ihre Einzelheiten noch frisch in meinem Gedächtnis ruhen, ohne bereits vom Strom der Zeit verwischt worden zu sein.

Als ich vor einigen Jahren in den Spalten der Daily Gazette die sensationelle Reise beschrieb, durch die Professor Challenger, Professor Summerlee, Lord John Roxton und ich in eine so merkwürdige Gegend Südamerikas verschlagen wurden, habe ich es mir allerdings nicht träumen lassen, dass ich jemals in die Lage kommen würde, von einem weit seltsameren Erlebnis zu berichten, einer Sache, die sich über alle bisherigen Geschehnisse der menschlichen Geschichte berghoch erhebt. Das Ereignis an sich ist, wie gesagt, wunderbar, die Art und Weise jedoch, wie wir vier zur Zeit dieser Episode zusammenkamen und sie nun als Beobachter miterleben konnten, wurde ganz einfach und logisch herbeigeführt. Ich will mich nun bemühen, alle Umstände, die vorhergingen, so kurz und deutlich wie möglich zu erklären, obwohl ich ganz gut weiß, dass dem Leser die ausführlichste Mitteilung am willkommensten wäre. Das öffentliche Interesse für diese Angelegenheit hat ja bekanntlich noch immer nicht nachgelassen.

Es war also an einem Freitag (jenem siebenundzwanzigsten August, der für immer denkwürdig in der Weltgeschichte sein wird), als ich mich in die Redaktion meiner Zeitung begab, um von Mr. McArdle, dem Leiter der Abteilung "Neuigkeiten", einen dreitägigen Urlaub zu erbitten. Der biedere alte Schotte schüttelte den Kopf, kraute sich nachdenklieb die flaumigen Reste seines rötlichen Haares und kleidete seine Abneigung gegen eine Gewährung meines Ersuchens in die Worte:

"Sehen Sie, Mister Malone, wir hätten gerade in den nächsten Tagen etwas ganz Besonderes für Sie gehabt, eine Sache, sage ich Ihnen, die ganz einfach nur Sie so durchführen können, wie sie eben durchgeführt werden soll. "

"Das tut mir wirklich leid", erwiderte ich und versuchte, meine natürliche Enttäuschung nach Möglichkeit zu verbergen, "selbstverständlich, wenn Sie mich brauchen, ist ja die Sache erledigt. Allerdings wäre meine Angelegenheit dringend - und wenn es also doch irgendwie möglich wäre, dass ich entbehrt werden könnte."

"Es geht leider absolut nicht."

Das war bitter, aber ich musste eben gute Miene zum bösen Spiel machen. Schließlich hätte ich vom Anfang an wissen müssen, dass ein Journalist niemals auf eigene Faust über sich und seine Zeit verfügen kann.

"Dann werde ich mir die Sache aus dem Kopfe schlagen", sagte ich so heiter, als es mir in meiner Stimmung möglich war. "Was für eine Aufgabe hätten Sie denn für mich?"

"Ich möchte, dass Sie diesen Teufelskerl da drunten in Rotherfield interviewen."

"Wie - Sie meinen doch nicht etwa Professor Challenger?", rief ich.

"Gerade ihn meine ich - natürlich. Er hat vorige Woche den jungen Alex Simpson vom Courier beim Kragen und an den Hosenträgern erwischt und ihn so eine Meile lang hinter sich über die Landstraße hergeschleift. Sie werden ja wohl im Polizeibericht darüber gelesen haben. Unsere Jungens würden ebenso gern einen aus dem Zoo entwischten Alligator interviewen. Sie sind der einzige Mensch, der das machen könnte - Sie, der langjährige Freund dieses Krokodils."

"Ab!", sagte ich erleichtert, "das vereinfacht die Sache bedeutend. Ich wollte Sie nämlich um Urlaub bitten, um Professor Challenger zu besuchen. Es kommt jetzt der Jahrestag eines ganz besonderen Abenteuers, das wir vier zusammen erlebt haben und da hat er uns alle eingeladen, ihn zu besuchen und mit ihm den Tag zu feiern."

"Famos!", rief McArdle, indem er sich die Hände rieb und mich durch seine Brillengläser freudestrahlend anfunkelte. "Dann werden Sie ja genug des Interessanten aus ihm herausbringen können. Wäre er nicht er, würde ich alles für leeres Geschwätz hatten, aber der

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