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Das Erbe der Lady Eleanor von Friedrich, Hanna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2014
  • Verlag: Verlag Krug & Schadenberg
eBook (ePUB)
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Das Erbe der Lady Eleanor

Zwei Edelfräulein bestehen Abenteuer und finden die Liebe ... England im Jahre 1215: Ausgerechnet am Tag ihrer Verlobung mit Lord Brian verliebt sich die liebreizende Lady Isabelle Hals über Kopf in Sir Ross, den erklärten Erzfeind ihres künftigen Gatten. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse: ein geheimnisvolles Amulett verschwindet, Lady Isabelle muss erkennen, dass ihr Verlobter ein Schurke ist, und sie findet heraus, dass es sich bei dem galanten Ritter Sir Ross in Wahrheit um Lord Brians verhasste Schwester Rose handelt. Obwohl Rose versucht, Isabelle auf Abstand zu halten, kommen sich die beiden immer näher. Doch zunächst müssen sie ein aufregendes Abenteuer bestehen, das sie zu den Amazonen auf die Insel Cyane in der Irischen See führt ... Hanna Friedrich, Jahrgang 1967, arbeitet als Psychotherapeutin in einer Beratungsstelle für Frauen. Nach der Veröffentlichung eines Fachbuchs über die therapeutische Arbeit mit schwer traumatisierten Frauen überkam sie das dringende Bedürfnis, etwas fürs Herz zu schreiben. So entstand das Manuskript ihres ersten Romans, 'Das Erbe der Lady Eleanor', das dank der Vermittlung einer guten Freundin seinen Weg zu Krug & Schadenberg fand. Aus dem Leben von Hanna Friedrich nicht wegzudenken sind die Musik, das Meer und die Freundschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 17.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944576367
    Verlag: Verlag Krug & Schadenberg
    Größe: 3708 kBytes
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Das Erbe der Lady Eleanor

KAPITEL VI

Die Gäste hatten die Burg längst verlassen, die Menschen waren wieder zu ihren Alltagsverrichtungen übergegangen, da hoffte Isabelle immer noch auf eine Nachricht von Rose. Dass sie sich nicht bei ihr meldete, verletzte Isabelle mehr, als sie gedacht hätte. Hatte sie die Verbindung zwischen ihnen derart missdeutet? Isabelle konnte sich nicht vorstellen, sich die Zuneigung der Ritterin nur eingebildet zu haben. Hatte Rose sie lediglich für ihre Zwecke benutzt, um selbst an das Amulett zu kommen? Das war das Letzte, was sie von der Ritterin erwartet hätte.

Und doch musste sie sich eingestehen, dass sie Rose eigentlich kaum kannte. Bei den wenigen Begegnungen hatte Isabelle auf nichts anderes als auf ihr Herz gehört. Doch war das, was sie empfand, nicht ganz und gar unmöglich? Für das, was sie fühlte, gab es keinen Namen. Wie konnte sie da erwarten, dass es Rose ähnlich ging? Wie konnte sie erwarten, dass eine Frau ... Und trotzdem klangen Roses Worte in ihren Ohren nach. Ich hätte Euch nicht so küssen können, wie die Etikette es verlangt, Milady. In ihrem ganzen Leben hatte sich noch nie etwas so verrückt und gleichzeitig so richtig angefühlt. Was wäre geschehen, wenn Stanley sie nicht unterbrochen hätte? Und wo war Rose jetzt? Warum ließ sie nichts von sich hören? Warum in Gottes Namen meldete sie sich nicht?

Am 17. Juni brachten Lord Trascotts Boten die Nachricht von einer heftigen Schlacht in der Nähe von Oxford. Lord Caddington und andere Adelige hatten sich einen schweren Kampf mit den Soldaten des Königs geliefert, dessen Ausgang in Zugeständnissen des Königs an die Adeligen mündete. Zu wenige Gefolgsleute waren ihm geblieben, um die Aufständischen zu bezwingen. Gedemütigt und hängenden Hauptes hatte King John in Runnymede sein Siegel unter eine Carta gesetzt, die den Edelleuten Englands mehr Rechte einräumte.

Die Boten berichteten, dass sich auch der wappenlose Ritter in Runnymede befände und noch am Tag vor der Unterzeichnung der Carta einen Anschlag auf den König verhindert habe. So sehr es Isabelle beruhigte, dass Rose offensichtlich am Leben und in Freiheit war, umso mehr kränkte es sie, dass die Ritterin es augenscheinlich nicht für nötig befunden hatte, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Auch wenn sie Rose gleichgültig war, so hätte es sich zumindest geziemt, ihr eine kurze Nachricht über ihren Gesundheitszustand zu übermitteln. Schließlich wäre Rose damals ohne Isabelles Hilfe womöglich ihren Verletzungen erlegen.

Es kam der Juli und bald darauf der August und damit Isabelles Vermählung mit Lord Brian. Dessen Vater ließ keine Gelegenheit aus, jedem im Land vor Augen zu führen, dass er über die größte Grafschaft und den reichsten Hof Englands verfügte, und so wurde die Hochzeit zu einem der pompösesten Feste, die York je gesehen hatte.

Isabelle jedoch hatte die drei Tage wie durch einen dichten Schleier wahrgenommen. Im Nachhinein hätte sie nicht einmal die Hälfte des opulenten Programms wiedergeben können. Es hatte ein weiteres Turnier gegeben, größer und aggressiver als das in Chester. Zwei Ritter hatten beim Stechen ihr Leben gelassen, und Isabelle nahm es als schlechtes Omen. Sie kümmerte sich um die beiden Witwen, deren Unglück ihr näher war als das Jubeln des Volkes draußen auf dem Platz.

Und selbst zur Hochzeit und zu ihrem Umzug in das Castle von York hatte Rose sich nicht gemeldet. Weder kamen Glückwünsche noch irgendein anderes Lebenszeichen. Es war, als hätten sich ihre Wege nie gekreuzt. Und doch war Isabelles Leben nicht mehr dasselbe. Seit ihrer ersten Begegnung mit

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