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Das feurige Herz des Schotten von Ranney, Karen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.06.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Das feurige Herz des Schotten

Glasgow, 1863: Duncan MacIain ist ein schottischer Ehrenmann. Deshalb versucht er, mit aller Macht gegen das Begehren anzukämpfen, das ihn beim Anblick der betörenden Rose erfasst. Gerade erst hat die rothaarige Schöne ihren Mann, seinen Cousin, verloren! Aus dem fernen Amerika ist sie mutig nach Schottland gereist, um ihm ein geschäftliches Angebot zu unterbreiten. Es ist verführerisch - aber noch viel unwiderstehlicher ist Rose selbst! Und ihr Blick verrät Duncan, dass sie bereit ist, das wilde Feuer in seinem schottischen Herzen zu löschen. Doch darf er die junge Witwe wirklich lieben?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 19.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733734091
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 2480 kBytes
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Das feurige Herz des Schotten

1. KAPITEL

Glasgow, Schottland

Mai 1863

R ose bedankte sich bei ihrem Kutscher, stieg aus der Droschke und ging den Weg entlang zur Tür. Sie wusste nicht, was sie erwartet hatte, aber dieses dreistöckige Gebäude mit der gewölbten Front überraschte sie. Auch die Erkerfenster zu beiden Seiten der Tür waren gebogen. Das Haus strahlte Freundlichkeit aus, die Fenster wirkten fast wie Augen. Die beiden Säulen links und rechts der Eingangstreppe erweckten den Eindruck eines offenen Mundes, als wollte das Haus sagen: Wer bist du denn? Eine Fremde? Trotzdem willkommen.

Was, wenn er sie nicht sehen wollte? Was, wenn er sie fortschickte?

Das durfte nicht sein. Sie durfte es nicht zulassen.

Sie war so weit gereist.

Schottland hatte sie fast ebenso erstaunt wie seine Einwohner. Alle, angefangen vom Träger bis zu ihren Mitreisenden im Zug, waren zauberhaft gewesen, freundlich und über die Maßen hilfsbereit. Sie waren zwar tatsächlich neugierig, ja fast schon zudringlich, aber es machte ihr nichts aus, immer wieder zu bestätigen, dass sie wirklich Amerikanerin war und der Krieg in der Tat eine furchtbare Sache sei. Glücklicherweise endeten die meisten Unterhaltungen über ihr Land an dieser Stelle auch schon. Sie musste nicht erklären, woher sie kam, was sie wirklich über den Krieg dachte und warum sie Trauer trug. Da sie ohne Begleitung reiste, wurde wohl allgemein angenommen, dass sie Witwe war.

Annahmen waren etwas Wunderbares. Sie ersparten ihr das Lügen.

Rose hatte ein Land voll einzigartiger Ausblicke erwartet: große, zerklüftete Berge und heidebedeckte Täler. Das alles und mehr gab es auch tatsächlich. Atemberaubende Brücken, die sich über Schluchten spannten; Flüsse, die über Felsen rauschten und in stillen Tümpeln mündeten. Einige Gegenden waren grün und fruchtbar, andere braun, grau und schwarz.

Doch als sie in Glasgow ankam, wandelte sich ihre Meinung über Schottland.

Diese Stadt war ebenso bunt und geschäftig wie New York. Kräne und Turmspitzen reihten sich am Horizont. Lautes Hämmern und Rufe übertönten das Schreien der Seevögel. Docks und Schiffe, lange Gebäude, umhereilende Menschen und Kutschen und Wagen - all das mischte sich zu einem Eindruck fieberhafter Geschäftigkeit.

Sie hatte keine Ahnung gehabt, dass Glasgow so groß war, so hügelig und so überfüllt.

Nachdem sie den Brief sorgfältig in ihrem Retikül verstaut hatte, nannte sie dem Lenker der gemieteten Kutsche die Adresse des MacIain-Hauses.

Wie merkwürdig, dass sie nach all diesen Wochen nun nur noch das überwältigende Bedürfnis nach Schlaf empfand.

Die Reise von Nassau nach England war einigermaßen zügig verlaufen und weit weniger anstrengend, als auf dem Weg zu den Bahamas die Seeblockade vor Charleston durchbrechen zu müssen.

Der Zug von London war ein Wunder an Geschwindigkeit und Leistungskraft. Hätte sie nicht eine so wichtige Aufgabe zu erfüllen, dann hätte sie die Reise sicher außerordentlich genossen. So war es jedoch, als ertönte mit jedem verstrichenen Tag ein tiefer, dröhnender Gongschlag in ihrem Kopf, der sie daran erinnerte, wie lange sie schon fort war.

Die Zeit arbeitete gegen sie.

Sie hatte überlegt, sich zunächst eine Unterkunft zu suchen, bevor sie bei den MacIains vorstellig wurde, aber der Kutscher erklärte ihr, dass er ihr in dieser Hinsicht behilflich sein könne und sie sich darüber also keine Sorgen machen müsse. Sorgen machte sie sich allerdings über ihre schwindenden Geldreserven.

Er musste zustimmen. Er musste einfach. Wenn er es nicht tat, dann hätte sie alle Mittel auf diese Reise verschwendet, ohne etwas vorweisen zu können. Schlimmer noch, sie hätte so viel Zeit verloren.

Nein, so durfte sie nicht denken. Mr. MacIain würde sie sicher empfangen, denn sie waren immerhin durch Heirat verwandt. Immerhin stammten die drei Zweige der MacIain

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