text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Gefühl, das man Liebe nennt Roman von Cohen, Julie (eBook)

  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Gefühl, das man Liebe nennt

Der Duft der Liebe Felicity ist glücklich. Sollte sie zumindest sein, denn sie hat den besten Ehemann der Welt, lebt in einem bezaubernden Cottage, und ihre Kinderbücher sind ein Riesenerfolg. Doch in letzter Zeit kommen immer häufiger Erinnerungen an ihre erste große Liebe Ewan zurück, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat. Warum verspürt sie plötzlich solche Sehnsucht nach ihm? Felicity kann nicht anders und folgt diesen Gefühlen, die sie selbst nicht versteht. Ist sie dabei, sich zu finden - oder zu verlieren? Fast zu spät erkennt sie, was wirklich mit ihr los ist ... Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und verbrachte ihre Kindheit zwischen Büchern in der Bibliothek. Sie studierte Literatur an der Brown und der Cambridge University, und wenn sie nicht gerade an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berkshire, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641152710
    Verlag: Diana Verlag
    Originaltitel: Where Love Lies
    Größe: 3146 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Gefühl, das man Liebe nennt

1

I ch weiß genau, wo ich hinmuss.

Ich war erst einmal in dem Restaurant, aber sobald ich in Richmond aus der U-Bahn steige, kommt mir alles wieder bekannt vor. Ich taste nach meiner Oyster-Card und gehe draußen vor dem Bahnhof gleich nach links. Ein junger Straßenmusiker mit wilden Dreadlocks spielt "Walking on Sunshine". Er geht mit dem ganzen Körper mit, zupft die Saiten und zuckt und singt gegen den dämmernden Londoner Abend an. Ich greife in meine Jackentasche und lasse ein Pfundstück in seinen Gitarrenkoffer fallen.

Ich werfe einen Blick auf meine Uhr. In fünf Minuten bin ich mit Quinn verabredet. Es ist knapp kalkuliert, aber soweit ich mich erinnern kann, habe ich genug Zeit, um an mein Ziel zu gelangen. Ich gehe an vertrauten Ladenfronten vorüber und biege an der Kreuzung rechts ab. Das Restaurant Cerise befindet sich um die nächste Ecke, ein gelber Backsteinbau, mit einem verschnörkelten Schild aus Schmiedeeisen. Wir wollen uns ein bisschen was gönnen, nachdem wir beide den Tag mit Terminen in London verbracht haben - Quinns Idee, weil ich ihm gesagt habe, dass sie im Cerise die beste Crème brûlée servieren, die ich jemals außerhalb von Paris gegessen habe.

Ich biege um die Ecke, aber da ist kein Restaurant.

Einen Augenblick stehe ich da und spähe die Straße hin auf und hinab. Vielleicht haben sie es frisch gestrichen. Ich sehe von einem Haus zum anderen, aber da ist kein schmie deeisernes Schild, kein breites Schaufenster, durch das man die Tische im Innern sehen kann. Nervosität macht sich in meinem Magen breit und steigt mir die Kehle empor.

Eine kleine Verspätung ist nicht schlimm , hat meine Lektorin Madelyne gesagt, vor gerade erst zwei Stunden, auf der anderen Seite von London. Aber das hier ist keine kleine Verspätung .

Ich schüttele den Kopf. Natürlich. Das Restaurant befindet sich nicht in dieser Straße, es ist noch ein Stück weiter weg. Wie dumm von mir. Ich gehe zum Ende der Straße und über die Kreuzung.

Quinn kommt nie zu spät. Quinn kommt meistens zu früh. Ihm ist es lieber, sich noch ein wenig umzusehen oder Zeitung zu lesen, als irgendwo gehetzt aufzutauchen. Man sollte meinen, dass er mich mittlerweile gut genug kennt und dass er es bei mir anders hält. Aber nichts da. Einmal habe ich versucht, ihn darauf hinzuweisen. Er hörte aufmerksam zu, wie er es stets tut, wenn ich versuche, ihm etwas zu erklären, da sagte er: "Ich würde trotzdem lieber ein wenig Zeitung lesen." Ende der Diskussion. Ich habe gelernt, dass Quinn Quinn ist und er sich nicht ändert.

Und obwohl er nie ungeduldig oder verärgert reagiert, versuche ich, nicht so oft zu spät zu kommen. Ich habe mir sogar eine Armbanduhr gekauft. Ich hasse die Vorstellung, dass er immer wieder wartet.

Es ist warm. Ich ziehe meine Jacke aus und hänge sie mir über den Arm. Das Restaurant sollte genau hier sein, auf der linken Seite. Aber das ist es nicht. Da ist ein Starbucks.

Ich runzele die Stirn. Irgendwie muss ich falsch abgebogen sein. Dieser Starbucks sieht genau wie jeder andere Starbucks auf der Welt aus und ganz bestimmt nicht wie ein französisches Restaurant. Wahrscheinlich bin ich diese Straße zu weit gegangen. Ich drehe mich um und gehe den Weg zurück, den ich gekommen bin.

Mein Handy klingelt. Es ist Quinn. "Hallo, hallo!", sage ich betont fröhlich.

"Hallo, Liebes. Wo bist du? Bist du noch im Zug?"

"Nein, nein, ich bin in Richmond, ich bin auf dem Weg. Ich bin wohl falsch abgebogen, aber es dauert nicht mehr lange."

"Schön", sagt er. "Bis gleich, Liebes."

Er legt auf, und ich stecke das Handy in meine Handtasche zurück. Er sagt immer "Liebes", immer - beim Weggehen am Morgen oder zur Begrüßung, wenn ich ein Zimmer betrete, oder am Ende eines Telefonats. Es markiert A

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen