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Das geheime Verlangen des Marquess von Marvelle, Delilah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Das geheime Verlangen des Marquess

Wie angewurzelt bleibt Tristan, Marquess of Moreland, auf der stillen Straße stehen. Denn am erleuchteten Fenster des Nachbarhauses sitzt eine Fremde und bürstet ihr langes ebenholzfarbenes Haar. Ihre verführerischen Kurven nur mit einem zarten Nachtgewand bedeckt, schaut sie in seine Richtung - und ihre Blicke treffen sich! Wer ist diese atemberaubende Schöne, die ihn in ihren erotischen Bann schlägt? Wie kann er sich ihr entziehen? Denn das muss Tristan, um seinen Ruf als Autor eines Benimmbuches nicht aufs Spiel zu setzen. Doch zu spät: Diese Frau gefährdet alles. Sein Herz, seine Seele - sein Leben?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733763329
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 572 kBytes
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Das geheime Verlangen des Marquess

Erster Skandal

Passen Sie auf, auf welche Flirts Sie sich einlassen. Wie ehrenwert ein Mann auch immer erscheinen mag, es kann und darf ihm nicht getraut werden. Denn selbst der ehrenwerteste Mann will von einer Dame nur dasselbe, was ein erfahrener Schürzenjäger von einer Dirne in der Drury Lane will. Der einzige Unterschied ist, dass die Dirne für ihre Demütigung bezahlt wird, während eine Dame nur ruiniert ist. Von der gesamten Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, ist nicht annähernd so unterhaltsam und gewinnbringend wie eine Guinea für eine amouröse Dienstleistung zu bekommen.

Wie man einen Skandal vermeidet,

Morelands Originalmanuskript

Spät am Abend, 23.31 Uhr

16. April 1829

Grosvenor Square - London, England

N achdem die Kutsche in der Schwärze der Nacht verschwunden war, zurück in Richtung Kutschenhaus, blieb Tristan Adam Hargrove, der vierte Marquess of Moreland, noch eine Weile auf der im Dunkel gelegenen Türschwelle seines Stadthauses stehen.

Er betrachtete die Tür, wohl wissend, dass - wenn er sie öffnete - kein Quincy kommen würde, um ihn zu begrüßen. Nichts würde ihn empfangen außer einer großen, leeren Eingangshalle und einer unheimlichen Stille, der entgegenzutreten er noch nicht bereit war.

Mit den Spitzen seiner behandschuhten Finger rückte er seinen Zylinder aus Rosshaar zurecht, drehte sich um und ging die Stufen wieder hinunter, die er gerade erklommen hatte. Mit wenigen Schritten hatte er die Straße überquert und schritt unter dem Blätterdach der Bäume dahin, die matt vom Schein der Gaslaternen beleuchtet wurden.

Obwohl es an der Zeit war, sich zur Ruhe zu begeben, war es ihm doch seit dem kürzlich erfolgten Ableben seines geliebten Hundes Quincy viel zu still im Haus geworden. Die Stille führte ihm nur zu deutlich sein Leben vor Augen: Er war noch immer Junggeselle, und jetzt war nicht einmal mehr sein Hund da, um ihm Gesellschaft zu leisten. Zum Glück konnte er sich jeden Tag beschäftigen und musste so nicht zu viel über seine trüben Aussichten nachdenken und auch nicht über die Tatsache, dass sein Hund gestorben war.

Montags traf er sich, nach einem langen Ritt durch den Hyde Park, mit seinem Sekretär. Dienstags besuchte er seine Großmutter. Mittwochs pflegte er sich bei Brooks aufzuhalten, wobei er Diskussionen über die Debatten im Parlament zu vermeiden suchte. Niemand behelligte ihn deswegen, denn sie alle wussten, dass seine politischen Ansichten ohnehin von den Wenigsten geteilt wurden.

Donnerstags verweilte er den ganzen Tag bei Angelos Fechtakademie und focht einen Zweikampf nach dem anderen, um in Form zu bleiben. Freitags verbrachte er seine Zeit im Britischen Museum, in der Nationalgalerie oder im Ägyptischen Museum und wurde derselben Ausstellungen niemals überdrüssig, obwohl er die Kuratoren weniger schätzte, als ein anständiger Mann das tun sollte.

Samstag beantwortete er seine Korrespondenz, darunter auch die Briefe, die sein Verleger an ihn weitergeleitet hatte, und obwohl er die meisten Abende den Bällen, Soireen und Dinners widmete in der Hoffnung, heiratsfähigen Damen zu begegnen, wurden die Einladungen ihm meistens von Menschen geschickt, die er verachtete oder nicht kennenlernen wollte. Er sehnte sich nach einer Gefährtin - aber so sehr dann auch wieder nicht. Sonntags benahm er sich wie ein anständiger Bürger und ging zur Kirche. Dort betete er um das, worum alle Männer beteten: ein besseres Leben.

Tristan betrachtete die Häuser, die ihn umgaben, sah die endlosen Reihen dunkler Fenster und wurde so daran erinnert, dass er sich ebenfalls zu Bett begeben sollte. Gerade als er umkehren wollte, um genau das zu tun, fiel sein Blick auf ein hell erleuchtetes Fenster weiter oben, das zu einem frisch vermieteten Stadthaus seinem gegenüber gehörte. Er zog die Brauen hoch und

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