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Das Geheimnis der Brandung Over the falls. von Amber, M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.10.2014
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Das Geheimnis der Brandung

Eigentlich ist Giselle nach Hawaii aufgebrochen, um den Spuren eines Familiengeheimnisses zu folgen, doch auf der Insel hält das Schicksal noch einiges mehr für sie bereit. Sie entflieht dort auch ihrem tristen Leben in Deutschland und entdeckt sehr schnell ihre Leidenschaft fürs Wellenreiten. Als sie den sechsfachen Surfweltmeister Nainoa K. begegnet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn und findet schon bald heraus wie eng ihre eigene Familiengeschichte mit der des attraktiven Mannes verwoben ist. Doch wird ihr angeborener Herzfehler und der Angriff eines Widersachers ihrem Leben schon bald ein Ende setzen? Die Surfer-Romanze ist so spannend wie erotisch und entführt einen in die magische und geheimnisvolle Welt Hawaiis.

M. Amber ist freie Fotografin und Tanzpädagogin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide. Die Over the Falls Trilogie ist ihr Literatur- Debüt. Die Buchreihe besteht aus den Werken 'Das Geheimnis der Brandung', 'Giselle und der Fluch der Willis' und 'Bis zur letzten Woge'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 356
    Erscheinungsdatum: 28.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732227068
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1004kBytes
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Das Geheimnis der Brandung

E RSTES TREFFEN

Während meiner Heimfahrt konnte ich an nichts anderes mehr denken. Dies konnte alles kein Zufall sein. Der Traum, der mir so unheimlich bekannt vorkam, dass es mich ängstigte. Dann das unbekannte Fotoalbum, in dem ich Erinnerungen fand, bei denen ich damals unmöglich anwesend sein konnte, denn ich war noch nicht geboren. Oder spielte mir meine Fantasie einen Streich? Hat mir meine Oma eine Geschichte anvertraut, die mich als Kind schon nicht losgelassen hatte? Ich war mir sicher, dass mir nicht viel Zeit blieb, bis ich es mir aus tausend rationalen Gründen wieder anders überlegte. Bevor mich der Mut verließ, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Denn so realistisch der Traum auch war, er erzeugte in mir auch ein Gefühl des Verlustes und des Abschieds. Aber da war noch etwas anderes, das mich während der Autofahrt beschäftigte. Gerne hätte ich meinen Vater, wenigstens ein einziges Mal, in den Arm genommen und gedrückt. Sehr gerne hätte ich ihm gesagt, dass es mir Leid tut, und dass ich ihn liebe. Jahrelang fühlte ich mich für ihn verantwortlich. Wollte ihm helfen der Mensch zu sein, der er vermag zu sein. Mutig und selbstbewusst sein Leben zu gestalten. Aber ich verstand immer mehr, dass diese Dinge nicht in meiner Macht lagen. Jeder konnte nur selber diese Entscheidungen treffen. Er musste alleine klarkommen und ich musste endlich lernen loszulassen.

Zu Hause angekommen stellte ich als erstes die zwei letzten vollgepackten Kisten unter meinen Schreibtisch, um auf andere Gedanken zu kommen. Zwanzig Jahre alt und nichts wartete hier auf mich. Eine mickrige Ein-Zimmer Wohnung und ein mies bezahlter Job als Kellnerin waren bisher alles, was ich nach der Schule zustande gebracht hatte. Ich fühlte mich jämmerlich.

Die Vergänglichkeit des Lebens auf dieser Erde, der Tod meiner Oma, der so plötzlich kam, zogen schon ohne die mysteriösen Geschehnisse, viele Veränderungen mit sich.

Es war unmöglich sie zu ignorieren, und so fand ich diesen Nachmittag überhaupt keine Zerstreuung in meiner Wohnung. Meine Gedanken kreisten immer wieder um dieselbe Geschichte.

Wer war dieser Joseph und was machte er in meinen Träumen und warum lag er in 12x12 cm Format in schwarz-weiß verewigt im Schrank meiner Oma herum? Ich kramte eine Musik-Kassette aus einen der Kartons und schob sie in mein Kassettendeck der Anlage. Eine uralte Live-Aufnahme der Oper Turandot von Puccini war zu hören. Es war mehr ein Rauschen als Musik, aber ich ließ sie trotzdem laufen. Ich ging in meine kleine Küche und fing an ein altes Kochrezept meiner Oma aus meiner losen Rezepte Sammlung zu suchen. Tafelspitz mit Bratkartoffeln und Dill-Meerrettichsoße. Ich bezweifelte, dass irgendwer da draußen zu finde wäre, der im Stande war dieses Gericht so zu kochen, wie es meine Oma kredenzte. Es war ein absolutes 4 Sterne Essen von einer 4 Sterne Köchin. Resigniert legte ich das Rezept wieder beiseite. Nein, niemals könnte ich meine Leibspeise so zubereiten, wie ich sie kannte und liebte! Darauf müsste ich halt einfach den Rest meines Lebens verzichten. Hungrig ging ich zum Schreibtisch, setzte mich vor meinen Rechner und wählte mich ins Internet ein. In der Suchmaschine gab ich den Namen Aleuten plus Hawaii ein. Und tatsächlich: es gab zu meiner Überraschung gleich mehrere Aleutens auf Hawaii, doch über einen Mr. Peter Aleuten wurde besonders viel berichtet. In Tageszeitungen und Lokalberichterstattungen, meist von der Insel Maui. Warum war ich bloß damals in der Schule so faul in Englisch gewesen? ärgerte ich mich. Die meisten Vokabeln in den Artikeln kannte ich nicht, doch ich glaubte zu verstehen, dass Mr. Peter Aleuten ein recht erfolgreicher Geschäftsmann war. Sein Hauptgeschäft hatte er gemacht, in dem er in den USA, besonders auf dem Festland, Zahnarztpraxen und Kliniken ausgestattet hatte. Aber er war auf Hawaii auch politisch aktiv, jedoch fehlten mir die nötigen Sprachkenntnisse, um solch

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