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Das Geheimnis des letzten Moa Neuseelandsaga von Walden, Laura (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2011
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Das Geheimnis des letzten Moa

Voller Vorfreude tritt Grace die lang geplante Neuseelandreise an. Doch das Wiedersehen mit ihrer Urlaubsliebe entpuppt sich als herbe Enttäuschung. Da kommt der Biologin die Zusammenarbeit mit der Professorin Suzan Almond sehr gelegen. Sie forscht über die Moas, die ausgestorbenen Riesenvögel Neuseelands.

Ein dramatisches Ereignis scheint es in Suzans Leben gegeben zu haben. Sollte dieses Ereignis etwas mit Grace' Vergangenheit zu tun haben? Auf der Suche nach ihren Wurzeln stößt sie auf ein lang gehegtes Familiengeheimnis, dessen Folgen bis heute zu spüren sind...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 14.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838702339
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Neuseelandsaga Bd.3
    Größe: 1705 kBytes
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Das Geheimnis des letzten Moa

A UCKLAND /D UNEDIN , 11. F EBRUAR 2009

Wie sehr hatte sich Grace Cameron auf ein Wiedersehen mit Barry Tonka gefreut! Doch nun stand sie bereits seit über einer Stunde in der Ankunftshalle des Aucklander Flughafens und wartete noch immer auf ihn. Zum wiederholten Mal kramte sie in ihrer Umhängetasche nach dem Ausdruck seiner letzten E-Mail. Aber da stand es schwarz auf weiß:

Hole dich in Auckland am Flughafen ab, babe, kua aroha au kia koe. Ich liebe dich. B.

Grace vergewisserte sich noch einmal, dass sie ihm auch die richtigen Ankunftsdaten geschickt hatte, aber auch die waren korrekt. Lande Mittwoch, 11. 2., um 13:50, hatte sie ihm mitgeteilt. An ihrer Kommunikation konnte es also nicht liegen, dass Barry nicht auftauchte. Was sollte sie bloß tun?

Grace versuchte, die Fassung zu bewahren. Das war gar nicht so einfach. Schließlich hatte sie gerade einen über zwanzigstündigen Flug hinter sich gebracht – dabei hasste sie das Fliegen -, und ihre innere Uhr wusste nicht, ob es Tag oder Nacht war. Ihr taten die Knochen weh, weil sie versucht hatte, in allen nur erdenklichen Positionen ein wenig zu schlafen. Außerdem summten die fremden Stimmen um sie herum wie ein Bienenschwarm, und ihr war noch immer übel von dem Essen an Bord. Beim dritten Frühstück – wieder Omelett mit Käse – hatte sie sich beinahe übergeben müssen. Und dann diese endlose Schlange, um in das Land einreisen zu dürfen. Der Höhepunkt aber war die Sache mit dem Apfel gewesen, den sie in der Handtasche vergessen hatte. Die Zöllnerin hatte sie angesehen, als wolle sie die Pest einschleppen, hatte sich Plastikhandschuhe übergestreift und den Apfel mit spitzen Fingern in einem Container entsorgt. "Sie hätten unsere Einreisebestimmungen lesen sollen", hatte sie dabei gezischt und vorwurfsvoll auf ein überdimensioniertes Schild gedeutet, auf dem vor der Einfuhr von Lebensmitteln streng gewarnt wurde. Die Frau kannte offenbar kein Erbarmen mit jemandem, der um die halbe Welt gereist war. Und wozu das alles? Um vergeblich auf einen Mann zu warten, den sie kaum kannte?

Vielleicht hat Vater ja gar nicht so unrecht, und sein Heimatland besteht wirklich nur aus ein paar Wiesen mit Schafen, wo lediglich verschrobene Hinterwäldler leben, ging es Grace durch den Kopf, während sie erneut einen Blick auf ihre Armbanduhr warf. Noch immer hatte sie seine Stimme im Ohr: Was treibt dich bloß zu den Kiwis, wenn du keinen Schafzüchter heiraten, keine Treckingtouren machen und kein Speedboot fahren willst?

Grace stieß einen tiefen Seufzer aus. Ihr Vater hatte ihr die Reise bis zuletzt ausreden wollen und nicht mit zynischen Bemerkungen gespart. Es war ihm ganz offensichtlich unbegreiflich, dass sie wegen eines Urlaubsflirts so eine Strapaze auf sich nehmen wollte.

Von ihrem beruflichen und mindestens ebenso gewichtigen Grund für diese Reise hatte sie ihm nichts erzählt. Ihr Verhältnis war derzeit nicht das beste. Wer weiß, was er dazu gesagt hätte, dass ich eine Einladung dieser neuseeländischen Professorin in der Tasche habe, dachte Grace.

Dad, du bist doch selbst ein Kiwi, hatte sie mehrfach eingewandt, wenn er sich wieder einmal abfällig über sein Heimatland äußerte.

Eben drum, hatte Ethan Cameron unwirsch erwidert.

Doch seit Grace in der Schule einmal ein Bild von Neuseeland gesehen hatte, war sie fest entschlossen, eines Tages in die Heimat ihres Vaters zu reisen, ob es ihm nun passte oder nicht! Es zog sie geradezu magisch nach Aotearoa, in jenes ferne Land der weißen Wolke am anderen Ende der Welt. Und nun hatte sie gleich zwei gute Gründe, um sich diesen Traum zu erfüllen.

Ihr Vater war nicht mehr in Neuse

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