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Das goldene Meer Historischer Roman - Die drei Königinnen Saga 2 von Courtney, Joanna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Das goldene Meer

Kiew 1031: Prinzessin Elisabeth sehnt sich nach Abenteuern - statt sich der Stickerei zu widmen, galoppiert sie lieber mit ihren Brüdern über die Felder. Und als der stattliche und kriegerische Wikingerprinz von Norwegen, Harald Hardrada, den Hof ihres Vaters besucht, ist es Liebe auf den ersten Blick. Harald entführt sie über die Weiten des Meeres in den hohen Norden und in ein aufregendes Leben. Doch ein noch viel größeres Abenteuer steht dem Paar bevor, als Haralds Flotte die englische Küste ansteuert, um die Insel zu erobern. Aber er ist nicht der Einzige, der seinen Anspruch auf den Thron geltend machen will ...

Joanna Courtney studierte mittelalterliche Literatur und Geschichte an der Cambridge University. Heute lebt sie mit ihrem Mann und vier Kindern in Derbyshire. Ihre mitreißende historische Drei-Königinnen-Trilogie handelt von drei großen Frauen im Mittelalter, die um den englischen Thron kämpften.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641197346
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Constant Queen
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Das goldene Meer

KAPITEL 1

Kiew, April 1031

E rzähl uns eine Geschichte, Mama - bitte. "

Elisabeth lächelte über Annas Bitte. Manchmal waren kleine Schwestern durchaus nützlich. Mit ihren zwölf Jahren fand sie sich viel zu alt, um um eine Gutenachtgeschichte zu bitten, aber sie hörte trotzdem gern zu - besonders wenn ihre Mutter sie erzählte. Denn Ingrid berichtete vom Norden, von den Ländern jenseits des Warägermeeres, wo die Berge das ganze Jahr über eisbedeckt waren, die Sonne im Mittsommer niemals unterging, und wo in den weitläufigen Wäldern noch immer Trolle ihr Unwesen trieben. Ingrid wusste davon, weil sie dort geboren worden war, als Prinzessin von Schweden. Dann war sie mit König Olav von Norwegen verlobt worden, bis ihr Vater beschlossen hatte, dass Großfürst Jaroslaw von Kiew die lukrativere Partie war, und sie nach Süden schaffte.

" Wünschst du dir manchmal, nach Norwegen gegangen zu sein, Mama? " , hatte Elisabeth sie einmal gefragt.

" Natürlich nicht, Lily " , hatte Ingrid lachend geantwortet. " Ich bin glücklich hier in Kiew - wie könnte man das nicht sein? Es ist eine prächtige Stadt mit einer glorreichen Zukunft, und es gibt keinen Ort in ganz Norwegen, der so großartig oder so fortschrittlich wäre wie Kiew. "

Sie hatte so sicher geklungen. Und doch war Elisabeth überzeugt gewesen, in der Stimme ihrer Mutter ein winziges, wehmütiges Zögern zu hören, das so klang, als sei sie auch heute noch von dem Land im Norden fasziniert, welches beinahe ihre Bestimmung geworden wäre.

Jetzt lehnte sich Elisabeth in dem großen Fenstersitz auf der Hofseite der großen, steinernen Halle zurück, in der das elegante Frauengemach und die Kemenaten untergebracht waren, und versuchte, nicht zu eifrig dreinzublicken, während ihre Mutter die fünfjährige Anna und die zweijährige Agatha in ihre gedrechselten Kinderbettchen legte und sich anschickte, ihnen eine Geschichte zu erzählen.

" Es war einmal ein großer König " , begann Ingrid mit einem Lächeln, " den nannte man Harald Schönhaar, denn er hatte das hellste, leuchtendste Haar, das man je gesehen hatte, und jedermann behauptete, dass es so strahlend hell sei wie Christus' Heiligenschein. "

" Nur " , unterbrach Elisabeth sie, " dass damals alle Heiden waren. Wie konnten sie das also behaupten? "

Ingrid warf ihr einen scharfen Blick zu. " Du hast recht, Lily " , räumte sie ein, " aber seitdem sagen es viele. "

" Viele, die ihn gar nicht wirklich gesehen haben? "

" Wahrscheinlich. "

Ingrid warf Hedda einen kurzen Blick zu, der fülligen Amme, die in der Ecke saß und ihre Tochter stillte. Die kleine Greta würde sechs Monate alt sein, wenn Ingrids nächstes Kind zur Welt kam, und Hedda würde dann nicht mehr ihr eigenes Kind mit Milch versorgen, sondern den neuen Prinzen oder die neue Prinzessin, so wie sie all die anderen gestillt hatte. Wladimir pflegte sie als " königliche Kuh " zu bezeichnen, aber nur wenn er außer Hörweite war, denn ihr Schlag war ebenso heftig wie ihre Milch üppig. Elisabeth sah, wie Hedda ihrer Mutter zulächelte, als sie geduldig und tief einatmete.

" Na gut " , sagte sie bedächtig, " alle behaupteten also, dass es schimmerte wie Thors Hammer. "

" Aber der war doch aus Eisen, oder? "

" Elisabeth! "

Elisabeth schnaubte und wandte den Blick ab. Helles Haar jeglicher Art war bei ihr ein wunder Punkt. Ingrids Haar hatte sogar jetzt noch, da sie die Dreißig überschritten hatte, die Farbe überreifen Korns. Ihr Gemahl, der Großfürst Jaroslaw, liebte e

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