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Das große Buch der heiteren Familienromane Cassiopeiapress Sammelband mit acht Romanen von Martach, Anna (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Das große Buch der heiteren Familienromane

Der Umfang dieses E-Book entspricht 787 Taschenbuchseiten. Acht heitere Familienromane aus der Feder von Anna Martach. Turbulente Geschichten um Kinder, Familie und die große Liebe - immer mit einer heiteren Note. Dieses Ebook beinhaltet folgende acht Romane: Michael allein auf der Welt Zusammenstoß der Herzen Mein Erbe muss der Beste sein Bauplan für die Liebe Wir brauchen endlich eine neue Mami Liebesparcours mit Hindernissen Ein Herz kann man nicht stehlen Zum Glücklichsein gezwungen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 761
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736893283
    Verlag: BookRix
    Größe: 1162 kBytes
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Das große Buch der heiteren Familienromane

22

Im Osten kroch die Sonne gerade langsam über den Horizont, überflutete das Land mit flammender Röte und versprach einen schönen, warmen Tag.

Jakob hatte Angeln und Picknick für alle vier vorgeschlagen, und Anita und Alexander waren begeistert darauf eingegangen, Michael sowieso. Er liebte Jakob fast abgöttisch und hätte es am liebsten gesehen, wenn der den ganzen Tag um ihn herum gewesen wäre.

Das ging natürlich nicht, meistens hatte er nur am Wochenende einen Tag Zeit, und Michael sehnte die Stunden herbei, in denen er mit seinem großen Freund zusammen sein konnte.

Auch das Verhalten des Jungen hatte sich mittlerweile geändert. Er betrachtete Alexander nicht mehr nur als unerwünschten Eindringling, war aber noch nicht mit ihm ins Reine gekommen. Seine Wutausbrüche hatten sich verringert, und die Leistungen in der Schule waren wieder etwas besser geworden. Frau Kersting, die sich von Zeit zu Zeit von Jakob das berichten ließ, was nicht der Schweigepflicht unterlag, atmete schon fast erleichtert auf. Es schien sich doch noch alles zum Guten zu wenden.

Anita und Alexander hatten lernen müssen, dass Geduld die oberste Tugend war, und Jakob stand noch immer vor einer Mauer, wenn er versuchte, zu dem Jungen durchzudringen. Im Grunde war er noch keinen Schritt weitergekommen bei der Lösung des Problems, das Michael so sehr bedrückte. Aber zumindest hatte er ein normales Verhalten erreicht, was in Anitas Augen ein riesiger Fortschritt war.

Karsten hatte auf Drängen seines Anwalts und Miriams einen langen Entschuldigungsbrief geschrieben. Das löschte seine Tat natürlich nicht aus, doch er zeigte Reue, was sich bestimmt auch strafmindernd auswirken würde, wenn es zum Prozess kam. Aber das änderte natürlich nichts daran, was er Michael zugefügt hatte. Und nun hatte er darum gebeten, mit dem Jungen sprechen zu dürfen. Aber Anita hatte empört alles abgelehnt. Doch Jakob hielt Kontakt zur Familienrichterin und wollte mit Anita auf diesem Ausflug noch einmal darüber reden. Dennoch blieb das Besuchsrecht für Karsten vorerst aufgehoben.

Der schien sich aber jetzt, dank Miriams Hilfe, gefangen zu haben. Ihre Liebe half ihm im täglichen Leben wieder Fuß zu fassen und seine Eifersucht zu überwinden. Anita wünschte ihm nichts Böses, hoffte nur, dass er sie in Zukunft einfach in Ruhe ließ.

Aber Jakob war hartnäckig, er meinte, dass ein Kind schon den Kontakt zu beiden Elternteilen brauchte. Und er war fest entschlossen, heute das Gespräch auszudiskutieren.

In aller Herrgottsfrühe waren die vier hinausgefahren zu diesem See, der in einem kleinen Wäldchen lag. Das ganze Gelände befand sich in Privatbesitz eines Freundes von Jakob.

Michael hatte vor Vorfreude und Ungeduld die Nacht kaum geschlafen und war ganz zappelig gewesen. Und jetzt hatte Alexander eine besondere Überraschung für den Jungen parat.

Während Anita Decken ausbreitete und die Picknickkörbe aus dem Wagen holte, wobei Jakob ihr hilfreich zur Hand ging, rief Alexander zu Michael hinüber: "Hilfst du mir bitte mal?"

Aus dem Kofferraum seines Wagens holte er zwei stabile Taschen hervor und drückte eine davon Michael in die Hand.

"Komm, mach auf!" Michael verschlug es fast den Atem. In beiden Taschen befand sich jeweils eine komplette Angelausrüstung, und die eine davon war genau auf Michaels Größe zugeschnitten.

"Ich habe einen Angelschein und natürlich eine Genehmigung", lächelte Alexander, der sich über die Verblüffung des Jungen freute.

"Soll das heißen, ich darf jetzt mit dir angeln?", fragte er fast atemlos.

"Hier und auf der Stelle", bestätigte der Mann lächelnd. "Wenn du magst, zeige ich dir, wie man die Angel zusammensteckt und sie dann richtig auswirft."

Michael dachte einen Moment darüber nach, Jakob zu fragen, ob der ihm das zeigen könnte, aber Alexander hatte ihm dieses Geschenk gemacht. Und er besaß genügend Taktgefühl, dass er jetzt ei

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