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Das Haus des Schweigens Roman von Michaels, Barbara (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Das Haus des Schweigens

Dunkle Schatten ziehen über ihrem Glück herauf: Der Romantik-Thriller »Das Haus des Schweigens« von Barbara Michaels jetzt als eBook bei dotbooks. Ein altes Familiengeheimnis - ein tödliches Erbe ... Als Waise aufgewachsen, hütet die junge Haskell das wenige, was sie über ihre Eltern weiß, wie einen Schatz. Doch als bei ihr eine seltene Erbkrankheit festgestellt wird, muss Haskell erkennen, dass ihr Leben eine einzige Lüge ist: Der Mann, den sie bisher für ihren Vater gehalten hat, kann es unmöglich sein. Sie muss um jeden Preis die Wahrheit herausfinden - aber sie ist nicht auf die Abgründe vorbereitet, die sich hinter der Idylle ihrer Heimatstadt auftun. Ist ihre Mutter etwa gar nicht bei einem Unfall gestorben? Und welche Verbindung gibt es zu dem ägyptischen Museum, das Haskells Namen trägt? Einzig der charmante Archäologe Dave scheint ihr helfen zu wollen ... oder kennt er das dunkle Geheimnis ihrer Vergangenheit bereits? »Der beste Roman, den Barbara Michaels bisher geschrieben hat.« Bestsellerautorin Mary Higgins Clark Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das packende Romantik-Highlight »Das Haus des Schweigens« von Bestseller-Autorin Barbara Michaels. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Hinter der US-amerikanischen Bestsellerautorin Barbara Michaels steht Barbara Louise Gross Mertz (1927-2013), die auch unter dem Pseudonym Elizabeth Peters erfolgreich Kriminalromane schrieb. Die Autorin promovierte an der University of Chicago in Ägyptologie. So haben auch ihre Romane, für die sie zahlreiche Preise gewann, meist einen historischen Hintergrund. Barbara Michaels veröffentlichte bei dotbooks ihre Romantic-Suspense-Romane: »Der Mond über Georgetown« »Das Geheimnis von Marshall Manor« »Die Villa der Schatten« »Das Geheimnis der Juwelenvilla« »Die Frauen von Maidenwood« »Das dunkle Herz der Villa« »Das Haus des Schweigens« »Das Geheimnis von Tregella Castle« »Die Töchter von King's Island« Außerdem erschienen bei dotboooks ihre historischen Liebesromane: »Abbey Manor - Gefangene der Liebe« »Wilde Manor - Im Sturm der Zeit« »Villa Tarconti - Lied der Leidenschaft« »Grayhaven Manor - Das Leuchten der Sehnsucht« Unter Elizabeth Peters erschienen bei dotbooks ihre Romane: »Der siebte Sünder - Der erste Fall für Jacqueline Kirby« »Der letzte Maskenball - Der zweite Fall für Jacqueline Kirby« »Ein preisgekrönter Mord - Der dritte Fall für Jacqueline Kirby« »Ein todsicherer Bestseller - Der vierte Fall für Jacqueline Kirby« »Vicky Bliss und der geheimnisvolle Schrein« »Vicky Bliss und die Straße der fünf Monde« »Vicky Bliss und der blutrote Schatten« »Vicky Bliss und der versunkene Schatz« »Vicky Bliss und die Hand des Pharaos«

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 413
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966551649
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2089 kBytes
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Das Haus des Schweigens

Kapitel 1

Neunzehnfünfundsechzig war nicht das schlechteste Jahr, um zur Welt zu kommen, aber bestimmt auch nicht das beste. In diesem Jahr fuhr Martin Luther King nach Alabama; sie empfingen ihn mit Tränengas und Hunden. In Chicago empfingen sie ihn mit Gummiknüppeln. Aber 1965 wurde die Wahlrechtsakte zum Gesetz erhoben. Das muß man positiv werten.

Es war das Jahr des 'Great Society'-Programms, das die Armut in Amerika beseitigen sollte. Eine großartige Idee - wenn sie geklappt hätte. Auf dem Unterhaltungssektor landeten die Rolling Stones einen Hit mit dem Titel 'I Can'T Get No Satisfaction', und Simon und Garfunkel kamen mit 'The Sounds of Silence' in die Hitparade. Die glücklichen Amerikaner lernten Diät-Pepsi kennen; und im Dezember, meinem Geburtsmonat, hob Mary Quant den Minirock aus der Taufe.

Auf der Minusseite stand die kleine, weit entfernte Militäraktion in Vietnam. Ende 1965 hatten US-Flugzeuge begonnen, den Norden zu bombardieren, und über 400 000 amerikanische Soldaten kämpften, bluteten und starben bei Einsätzen, die nie als Krieg bezeichnet wurden. Einer von jenen, die starben, war ein Junge namens Kevin Maloney. Über zwanzig Jahre lang glaubte ich, daß er mein Vater sei.

Ich kann mich nicht daran erinnern, wie ich vom Arzt nach Hause gekommen bin. Überhaupt nicht. Ich habe bestimmt eine Fahrkarte gekauft und bin bei der Station Dreißigste Straße eingestiegen. Ich bin bestimmt wie üblich in Wayne ausgestiegen und nach Hause gegangen. Das Haus ist nur eineinhalb Kilometer von der Station entfernt, und es war ein schöner Frühlingstag. An das Wetter erinnere ich mich. Teilweise deshalb, weil der Sonnenschein und die zarten Blüten in solch bizarrem Gegensatz zu meiner Stimmung standen, teils, weil Pooch infolge der blaßrosa Blütenblätter in seinem schwarzen Fell so komisch aussah - wie die bemalte Porzellanfigur eines Katers.

Er schoß unter den Azaleen im Vorgarten heraus, stieß an meine Knöchel und miaute zur Begrüßung. Ich mußte reagieren - es wäre unhöflich gewesen, wenn ich nicht darauf eingegangen wäre - und die Verpflichtung, den Gruß eines Freundes zu erwidern, rüttelte mich aus meiner Betäubung auf. Ich entdeckte, daß ich den Schlüssel zur Eingangstür in der Hand hielt. Ich steckte ihn in das Schlüsselloch, öffnete die Tür und trat leichtfüßig zur Seite, um Pooch hineinzulassen. Es war eine reine Reflexhandlung, wie alles, was ich in den letzten Stunden getan hatte. Pooch wiegt neun Kilo, und von gutem Benehmen kann bei ihm keine Rede sein. Wenn man ihm nicht ausweicht, rennt er einen über den Haufen.

Er marschierte in die Küche. Ich blieb stehen, sah mich im vertrauten Vorraum um und fragte mich, warum er mir so fremd vorkam. Ich kannte jeden Gegenstand darin; ich hätte mich sogar im Dunkeln zurechtgefunden. Neunzehn meiner zweiundzwanzig Lebensjahre hatte ich hier verbracht. Alles war gleich geblieben - nur ich nicht.

Jessie war noch nicht von der Arbeit nach Hause gekommen. Sie hatte mich von klein auf großgezogen; sie war meine Tante, die Schwester meiner Mutter. Das hatte ich jedenfalls immer angenommen ... Wir hatten gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt - eine Menge Tiefen in den ersten Jahren, und dann später wieder, als ich in die Pubertätsschizophrenie verfiel, wie Jessie es ausdrückte. Ich war ein Scheusal von einem Kind gewesen. Das behauptete jedenfalls Jessie; es war zum Stichwort in einem unserer Standarddialoge geworden. »Mein Gott, warst du ein Scheusal, Haskell.« Dann widersprach ich: »Unmöglich. Wie könnte sich ein Scheusal zu einem so vollkommenen menschlichen Wesen entwickeln?« Und Jessie mußte darauf antworten: »Das ist ganz allein mein Verdienst. Es hatte eine Menge Nörgelei und Prügel gebraucht, um aus einem Scheusal ein vollkommenes menschliches Wesen zu machen.«

Sie hatte genörgelt - zumindest hätte ich es damals so bezeichnet. Aber sie hatte mich nie angerührt. Obwohl sie unverheiratet war, ihren Beruf liebte und

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