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Das Haus in der Maple Street von King, Stephen (eBook)

  • Erschienen: 24.10.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Haus in der Maple Street

Die vier Bradbury-Kinder merken nach den Sommerferien sofort, dass mit ihrem Zuhause in der Maple Street etwas nicht stimmt. Wo hinter dem Wandputz der Dämmstoff sein sollte, ist jetzt Metall. Metall, das wächst. Im vergessenen Weinkeller entsteht eine wahre Steampunk-Maschinerie. Auf dem Zifferwerk einer Konsole dort läuft ein Countdown ab. Die Kinder ahnen, dass ein dramatisches Ereignis naht. Und sich - wenn man es geschickt anstellt - vielleicht eine günstige Gelegenheit bietet, den ungeliebten Stiefvater loszuwerden.

"Das Haus in der Maple Street" ist No. 44 der Stephen King Story Selection (aus: Albträume). Sie umfasst ca. 61 Manuskriptseiten.

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem "Edgar Allan Poe Award" den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.

Produktinformationen

    Größe: 330kBytes
    Herausgeber: Heyne
    Übersetzer: Übersetzung: Körber, Joachim
    Untertitel: Story aus Albträume.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 100
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783641193263
    Erschienen: 24.10.2016
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Das Haus in der Maple Street

Das Haus in der Maple Street

Obwohl sie erst fünf und damit das jüngste der Bradbury-Kinder war, hatte Melissa ausgezeichnete Augen; deshalb war es eigentlich kein Wunder, dass ihr als Erstes die seltsame Veränderung auffiel, die mit dem Haus in der Maple Street vonstattengegangen war, während die Familie die Sommerferien in England verbracht hatte.

Sie lief zu Brian, ihrem älteren Bruder, und berichtete ihm, dass oben im zweiten Stock etwas nicht stimme. Sie sagte, sie wolle es ihm zeigen, aber vorher müsse er schwören, dass er keinem sagen würde, was sie entdeckt habe. Brian schwor, weil er wusste, dass Lissa vor ihrem Stiefvater Angst hatte. Daddy Lew gefiel es nicht, wenn eines der Bradbury-Kinder "Albernheiten ausheckte" (so drückte er es immer aus), und er war zu dem Ergebnis gekommen, dass Melissa der Hauptunruhestifter war. Lissa, die weder dumm noch blind war, kannte Lews Vorurteile und begegnete ihnen mit Argwohn. Tatsächlich standen alle Kinder der Bradburys dem zweiten Mann ihrer Mutter misstrauisch gegenüber.

Wahrscheinlich stellte sich heraus, dass es überhaupt nichts war, aber Brian freute sich, wieder zu Hause zu sein, und war daher bereit, seiner Babyschwester (immerhin war er ganze zwei Jahre älter als sie) den Gefallen zu tun, zumindest für eine Weile; er folgte ihr ohne Widerrede auf den Flur im zweiten Stock, und er zog sie auch nur einmal an den Zöpfen - dieses Zöpfeziehen nannte er seine "Notbremse".

Sie mussten auf Zehenspitzen an Lews Arbeitszimmer vorbeischleichen, dem einzigen fertig ausgebauten Zimmer hier oben, weil Lew sich drinnen aufhielt, seine Notizbücher und Papiere auspackte und ungehalten vor sich hin brabbelte. Brians Gedanken kreisten tatsächlich darum, was heute Abend im Fernsehen zu erleben war - nach drei Monaten BBC und ITV freute er sich auf eine gute amerikanische Kabelorgie -, als sie das Ende des Flurs erreichten.

Was er vor dem ausgestreckten Finger seiner kleinen Schwester sah, verdrängte alle Gedanken ans Fernsehen aus Brian Bradburys Kopf.

"Und jetzt schwör noch einmal!", flüsterte Lissa. "Erzähl es keinem, nicht Daddy Lew und auch sonst niemand, Hand aufs Herz."

"Hand aufs Herz", stimmte Brian zu und starrte das Ding immer noch an; und es verging tatsächlich eine halbe Stunde, bis er es seiner großen Schwester Laurie erzählte, die in ihrem Zimmer auspackte. Laurie hütete ihr Zimmer so eifersüchtig, wie es nur ein elfjähriges Mädchen fertigbrachte, und sie machte Brian gehörig die Hölle heiß, weil er eingetreten war, ohne anzuklopfen, obwohl sie korrekt angezogen war.

"'tschuldigung", sagte Brian. "Aber ich muss dir was zeigen. Es ist echt unheimlich."

"Wo?" Sie verstaute weiterhin Kleidungsstücke in den Schubladen, als wäre ihr alles egal, als gäbe es nichts, was ein törichter kleiner Siebenjähriger sagen konnte, das sie auch nur im Geringsten interessierte. Aber sie wusste, wenn es um Beobachtungen ging, war Brian nicht gerade auf den Kopf gefallen. Er konnte sehen, wenn etwas sie interessierte, und im Augenblick war sie interessiert.

"Oben. Zweiter Stock. Am Ende vom Flur, hinter Daddy Lews Arbeitszimmer."

Laurie rümpfte die Nase wie immer, wenn Brian oder Lissa ihn so nannten. Sie und Trent konnten sich noch an ihren richtigen Vater erinnern, und der neue gefiel ihnen ganz und gar nicht. Sie hatten beschlossen, ihn "einfach nur Lew" zu nennen. Dass Lewis Evans das eindeutig missfiel - dass er es sogar entschieden impertinent fand -, bestätigte nur Lauries und Trents unausgesprochene, aber nachdrückliche Überzeugung, dass es die richtige Art war, den Mann anzureden, mit dem ihre Mutter heutzutage (bäh!) schlief.

"Ich geh da nicht rauf", sagte Laurie. "Er hat, seit wir wieder hier sind, eine Stinklaune. Trent sagt, das wird so bleiben, bis die Schule anfängt und er wieder in seinen alten Trott fallen kann."

"Seine Tür i

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