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Das Herz der Savanne Afrika-Roman von Winter, Karen (eBook)

  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)

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Das Herz der Savanne

Atmosphärisch und spannend - ein packender Roman zum Sehnsuchtsland Namibia Namibia, 1960. Ruth Salden ist glücklich. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie verliebt, ihre Farm läuft gut, und auch ihr Traum von einer eigenen Käserei scheint Wirklichkeit zu werden. Ihre Mutter und ihre Schwester aber sorgen sich um ihren guten Ruf. Denn Ruth lebt mit dem schwarzen Historiker Horatio zusammen und hat ihn sogar zum Verwalter der Farm ernannt. Als auf Salden's Hill die Leiche eines schwarzen Mädchens gefunden wird und die Polizei Horatio festnimmt, bricht für Ruth eine Welt zusammen. Hat sie sich so in Horatio getäuscht? Für Leserinnen gefühlvoller Landschafts- und Familienromane. Außerdem von Karen Winter bei beHEARTBEAT erschienen: 'Das Feuer der Wüste' und 'Sehnsucht nach Riga'. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Karen Winter studierte Ethnologie und Sprachen. Ihre Liebe zu fremden Ländern und Kulturen lässt sie immer wieder auf Reisen gehen. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt in der Nähe von Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732581474
    Verlag: beHEARTBEAT
    Größe: 1336 kBytes
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Das Herz der Savanne

Zweites Kapitel

S eit Rose Salden reich geworden war, hatte sie sich eine Eigenheit angewöhnt: Sie stöhnte, wenn die Dienstboten nicht exakt das taten, was sie sollten. Sie stöhnte, wenn die neuen Vorhänge sich in die falsche Richtung blähten. Sie stöhnte, wenn Ruth beim Essen den Ellbogen auf den Tisch legte. Am meisten aber stöhnte sie, wenn sie an Horatio dachte oder ihm gar über den Weg lief.

Ein Schwarzer in ihrem Haus, der nicht tat, was sie ihm befahl. Ein Schwarzer, der Tag für Tag mit ihr gemeinsam bei Tische saß. Ein Schwarzer, der sich am Abend ungeniert einen Sundowner aus der Hausbar einschenkte. Das war mehr, als Rose Salden verkraften konnte.

"Ich tue immer, was ich tun muss, um zu bekommen, was ich will", erklärte sie Corinne und betrachtete sie mit einigem Missfallen.

Zu einer Zeit, zu der Rose bereits die gesamte Buchhaltung der Farm erledigt, Einkaufslisten geschrieben und die Vorräte überprüft hatte, saß ihre Tochter im Speisezimmer und frühstückte in aller Ruhe.

"Ich weiß", erwiderte Corinne, zog ihren ausgeblichenen Bademantel enger um sich und gähnte herzhaft und mit offenem Mund. Rose sah auch dies mit Missfallen.

"Und was willst du dieses Mal, Mutter?", fragte Corinne.

Rose Salden stöhnte und schloss kurz die Augen. "Liegt das nicht auf der Hand? Es geht um deine Schwester. Und um den Schwarzen, den sie zu lieben glaubt. Horatio. Er muss weg.

Corinne zog die Augenbrauen hoch, doch ehe sie etwas sagen konnte, sprach Rose Salden weiter: "Ja, ja, ich weiß, wir sind ihm zum Dank verpflichtet. Er hat Margaret das Leben gerettet." Sie nahm eine ältere Ausgabe der Allgemeinen Zeitung zur Hand und hielt ihrer Tochter das Titelblatt vor die Nase. "Da, lies, was dort geschrieben steht."

Corinne seufzte. "Mutter, ich kenne den Artikel. Ich kann ihn beinahe singen."

"Lies ihn trotzdem. Offensichtlich hast du alles schon wieder vergessen."

"Feuer der Wüste" gefunden

Junge Farmerin kämpft um ihre Familie und deckt alte

Verbrechen auf

4. Januar 1960

Ruth Salden, die junge Farmerin auf Salden's Hill in der Nähe von Gobabis, hat ein Abenteuer der besonderen Art bestanden und dabei den größten Schatz der Nama, das legendäre "Feuer der Wüste", aufgespürt.

Während der Zeit der Herero- und Namaaufstände übergab ein sterbender junger Namakämpfer Margaret Salden, der Gründerin der Farm, den wertvollen Diamanten, den die Nama als Seele ihres Stammes ansehen.

Kurz darauf wurde Wolf Salden, Margarets Ehemann, von deutschen Soldaten getötet, und Margaret Salden floh von der Farm, den edlen Stein in den Kleidern versteckt. Ihre kleine Tochter Rose musste sie in der Obhut zweier schwarzer Frauen zurücklassen.

Seither, seit vierzig Jahren, galten das "Feuer der Wüste" und Margaret Salden als verschollen, und es gab niemanden auf Salden's Hill, der nicht geglaubt hätte, sie wäre tot.

Rose Salden, die Erbin, betrieb die Farm lange Zeit allein, übergab sie jedoch vor wenigen Jahren an ihre jüngere Tochter Ruth.

Diese hielt sich während der blutigen Demonstration im Dezember des vergangenen Jahres in Windhoek auf. Obgleich sie nur die Farmersbank aufsuchen wollte, um einen Kredit zu verlängern, geriet sie in den Aufstand der Schwarzen, bei dem es elf Tote gab. Eine der schwarzen Frauen erzählte Ruth von Margaret Salden und gab ihr einen Hinweis darauf, dass die Frau noch am Leben war.

Sofort machte sich die junge Farmerin auf die Suche nach ihrer verschollenen Großmutter. Dabei wurde sie von einem jungen Nama begleitet, der als Historiker die Geschichte seines Stammes dokumentiert und seinerseits großes Interesse am Heiligtum der Nama hegt.

Der Hinweis führte Ruth Salden und Horatio Mwasube nach Lüderitz zum Diamant Trust, der sich von Beginn an unter deutscher Leitung befand. Dort stießen sie

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