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Das kleine Glück am Weihnachtsabend von O'Flanagan, Sheila (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.10.2019
  • Verlag: Insel Verlag
eBook (ePUB)
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Das kleine Glück am Weihnachtsabend

Claire und Neil Archer führen ein kleines gemütliches Hotel in den Wicklow Mountains, die Sugar Loaf Lodge. Als in der Vorweihnachtszeit die Buchungen ausbleiben, versuchen es die beiden mit einer Annonce und nach und nach kommen die Anmeldungen: die junge Frau, die ein geheimes Treffen mit ihrem Geliebten plant; Andrew und Bridget, die sich endlich einmal etwas Schönes gönnen wollen, aber auch die jungen Eltern, die den Streitereien mit der Familie entfliehen möchten. Für sie alle sollen diese Weihnachtsfeiertage etwas ganz Besonderes werden. Die irische Bestsellerautorin Sheila O'Flanagan erzählt warmherzig und mit feinem Humor Geschichten von Liebe und Eifersucht, Beziehungskrisen und Familiengeheimnissen, und wie sich am Ende vieles fügt zum kleinen Glück am Weihnachtsabend. Sheila O'Flanagan arbeitete viele Jahre sehr erfolgreich als Börsenmaklerin in Dublin, bevor sie ihre Lust am Schreiben entdeckte. Mittlerweile hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht und ist in England und Irland eine gefeierte Bestsellerautorin. Nebenbei schreibt sie eine wöchentliche Kolumne in der Irish Times .

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 27.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783458764250
    Verlag: Insel Verlag
    Originaltitel: Christmas with you
    Größe: 2467 kBytes
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Das kleine Glück am Weihnachtsabend

Prolog
Die Sugar Loaf Lodge

Die Sugar Loaf Lodge war eigentlich gar keine Lodge, sondern ein großer Landsitz, Ende des 18. Jahrhunderts von einem unbedeutenden englischen Earl bewohnt, dessen Familie Ländereien im irischen County Wicklow geerbt hatte. Die Familie - der Earl, seine Gattin und vier Kinder - verbrachte nur einen einzigen Sommer in dem Haus, das am Fuß des legendären Sugar Loaf Mountain lag, ehe sie überstürzt nach England zurückkehrte. Der Grund für die abrupte Abreise war unklar, aber man munkelte, eines der Kinder sei krank geworden und gestorben, woraufhin Earl und Countess, zutiefst getroffen, es nie wieder übers Herz brachten, ihre Sommervilla zu betreten.

Als der Earl einige Jahre später starb, fiel der Besitz an seinen ältesten Sohn, dessen Ehe kinderlos blieb; weil er keine Erben hatte, kümmerte ihn auch nicht besonders, was mit dem Landsitz geschah. Er verbrachte nur wenig Zeit dort und nach seinem Tod verfiel das Haus rasch. Die efeuüberwucherten Mauern bröckelten, die feuchte irische Luft eroberte die großen Räume, und in den ehemals sorgfältig im Zaum gehaltenen saftig-grünen Gärten übernahm der Wildwuchs das Regime. Da sich allerlei Legenden um das verfallene Gemäuer rankten, machten die Einheimischen einen großen Bogen darum; so ging beispielsweise das Gerücht, man könne den Geist des toten Kindes traurig durch die Ruinen wandern sehen. Sollte man des Geistes ansichtig werden (niemand konnte mit Gewissheit sagen, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelte), stehe einem Unglück ins Haus, also hielten die Leute lieber Abstand. Schließlich ging der Besitz an den Staat über, der auch kein besonderes Interesse daran hatte. In den 1970ern wurden ein paar halbherzige Instandsetzungsversuche in Angriff genommen, aber erst gut dreißig Jahre später liehen sich Neil und Claire Archer einen Haufen Geld zusammen, renovierten den Herrensitz liebevoll und machten schließlich ein exklusives Landhotel daraus. Familie und Freunde sagten ihnen schlankweg, sie müssten verrückt sein. In der Tourismusbranche sei kein Geld zu machen, unkten sie. Große Unternehmen machten es der Steuererleichterungen wegen, aber für Otto Normalhotelbesitzer sei es bloß Knochenarbeit ohne Profit.

"Wir wollen keine Multimillionäre werden", erklärte Claire ihnen ruhig. "Wir machen das, weil es uns Spaß macht."

"Ihr habt doch keine Ahnung von der Materie, ihr seid Amateure", warnte Neils Vater, ein Rechtsanwalt, der wollte, dass Neil in seine Fußstapfen trat, und ohnehin fand, Neil wäre als Hotelbesitzer mental unterfordert.

"Aber begabte Amateure. Außerdem habe ich eine Ausbildung im Gastgewerbe absolviert", erinnerte Claire ihn. "Und in England drei Jahre lang ein Hotel geführt."

"Das ist etwas völlig anderes", sagte Alan Archer. "Da hing nicht eure Existenz davon ab."

"Wir sind gut vorbereitet", sagte Claire.

"Wie das denn?" Alan war nicht überzeugt.

"Mit einem guten Businessplan", erklärte sie ihm, obwohl ihr der enorm hohe Kredit, den sie aufgenommen hatten, Angst einjagte. Doch sie wusste, schlussendlich würde sich alles auszahlen. Und ihr Hotel das beste in Irland sein.

Fünf Jahre nachdem sie sich auf dieses Wagnis eingelassen hatten, war aus der Sugar Loaf Lodge genau das von ihnen erhoffte Schmuckstück geworden. Groß genug, dass die Gäste einander nicht zu dicht auf die Pelle rückten, aber klein genug, dass die Gemütlichkeit eines Landhauses gewahrt blieb. Mit seinem preisgekrönten Restaurant und dem atemberaubenden Wellnessbereich galt die Sugar Loaf Lodge als grandiose Ruheoase in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt. Jedes der Zimmer war nach einem der Dublin Mountains oder Wicklow Mountains benannt; die sorgfältig ausgesuchte Dekoration spiegelte die Atmosphäre der Gegend wider, die als Garden of Ireland bekannt ist. Trotz der hohen Preise waren sie fast immer ausgebucht und regelmäßig gab es auf der Webseite des

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