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Das kleine Glück im Weihnachtstrubel Wintergeschichten von Wolff, Steffi von (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Das kleine Glück im Weihnachtstrubel

Beschwingt wie Oma nach Glühwein Nr. 3: Der Advents-Sammelband »Das kleine Glück im Weihnachtstrubel« von Steffi von Wolff als eBook bei dotbooks. Stille Nacht? Verrückte Nacht! Denn Weihnachten und Wahnsinn haben mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben ... Das merkt auch Betty, die am Heiligabend einen Weihnachtsmann auf dem Balkon erwischt, bei dem es sich möglicherweise um einen Einbrecher handelt, möglicherweise aber auch nicht - und plötzlich findet sie sich in einem Lametta-glänzenden Abenteuer wieder. Währenddessen ist Meike wild entschlossen, ihrem Patenkind aus Indien ein besonders schönes Fest zu bereiten. Da gibt es nur ein Problem: Der goldige Kleine ist für mehr als eine Überraschung gut ... Und Annette? Die freut sich auf die große Weihnachtsbäckerei - und fällt aus allen Wolken, als ihr Freund sie kurz vor dem vierten Advent verlässt. Spontan beschließt sie, ihr gebrochenes Herz in einer einsamen Hütte mitten im Schnee zu heilen ... doch dort geht das Gefühlschaos erst richtig los! Sieben turbulente, liebenswerte und alles andere als besinnliche Comedy-Highlights rund um das Fest der Liebe: ein Lesevergnügen der besonderen Art! Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Weihnachtsgeschichten-Sammelband »Das kleine Glück im Weihnachtstrubel« von Bestseller-Autorin Steffi von Wolff! Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Steffi von Wolff, geboren 1966 in Hessen, war Reporterin, Redakteurin und Moderatorin bei verschiedenen Radiosendern. Heute arbeitet sie freiberuflich für Zeitungen und Magazine wie »Bild am Sonntag« und »Brigitte«, ist als Roman- und Sachbuch-Autorin erfolgreich und wird von vielen Fans als »Comedyqueen« gefeiert. Steffi von Wolff lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Die Autorin im Internet: http://www.steffivonwolff.de/ und https://www.facebook.com/steffivonwolff.autorin Steffi von Wolff veröffentlichte bei dotbooks bereits die Romane »Aufgetakelt«, »Das kleine Appartement des Glücks«, »Das kleine Hotel an der Nordsee« und »Das kleine Haus am Ende der Welt« sowie die Kurzgeschichten-Sammelbände »ANGEMACHT und andere prickelnde Geschichte« und »AUSGEPACKT und andere Weihnachtsgeschichten«. Eine andere Seite ihres Könnens zeigt Steffi von Wolff unter ihrem Pseudonym Rebecca Stephan im ebenso einfühlsamen wie bewegenden Roman »Zwei halbe Leben«.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 187
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966555401
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 929 kBytes
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Das kleine Glück im Weihnachtstrubel

Ausgepackt -
oder: Ein scheinheiliger Abend

Hamburg, 24. Dezember

Mark

»Weichei, Weichei!« Die Leute gucken schon. Robert und Alex kreischen das nun seit drei Minuten. Meine beiden Freunde sind weder minderjährig, noch gehören sie dem an, was in manchen Fernsehsendungen mit hochgezogenen Augenbrauen als bildungsferne Schicht bezeichnet wird: Beide sind über vierzig und angesehene Ärzte. Gut, im Moment nicht so wirklich. Aber sie sind ja auch nicht im Dienst.

Es ist Heiligabend, kurz vor sieben, und die beiden sind knackevoll. Das Problem ist, dass ich noch Auto fahren muss und im Gegensatz zu ihnen heute noch Pläne habe, die eine gewisse Nüchternheit zwingend voraussetzen. Sonst wäre ich auch knackevoll und dann könnte ich das, was ich gleich tun werde, mental vielleicht besser verkraften. Aber bald kommen meine Beinahe-Schwiegereltern angereist, um mit uns den Heiligen Abend zu feiern. Die Eltern meiner Freundin Anne lieben mich, wie ich sie liebe. Also, in Teilen. Was bedeutet, dass ihr Vater und ich eine Art freundlichen Waffenstillstand miteinander eingegangen sind. Ludger hält mich nicht für die allerbeste Wahl, die seine Tochter hätte treffen können. Allerdings würde er auch George Clooney, Barack Obama und Elyas M'Barek in diese Kategorie einsortieren; für seine Anne ist ihm einfach nichts gut genug. Ruth hingegen mag mich vorbehaltlos und ich sie, aber die Art, wie sie sich für ihre Familie aufopfert, ist manchmal einfach etwas viel des Guten. Also, für meinen Geschmack. Wahrscheinlich stand sie nun auch wieder drei Tage in der Küche, um kulinarische Wunder für das Festtagsessen zu zaubern. Sie lässt es sich nie nehmen, das Weihnachtsmenü zu kochen, in Tupperschüsseln zu packen und von Kiel nach Hamburg in unsere Wohnung zu transportieren. Dies gilt selbstverständlich auch für das Geburtstagsessen von Anne und den Osterschmaus. Nach diesen Feierlichkeiten wiege ich grundsätzlich zwei Kilo mehr, was aber leider nicht anders geht: Allein schon Ruths Mousse au Chocolat ist unübertroffen. Ach, wenn ich es mir richtig überlege, freue ich mich auf den Abend mit Ludger und Ruth. Da ich weiß, dass die beiden es gerade an den Feiertagen etwas klassischer mögen, habe ich für sie extra einen Weihnachtsbaum besorgt und mit altem Familienschmuck behängt. Okay, zugegeben: Auf alt getrimmten Baumschmuck, Familienerbstücke besitze ich keine. Ruth liebt Mahalia Jackson, also habe ich deren Weihnachts-CD bereitgelegt und für Ludger diesen ganz besonderen Pfeifentabak besorgt, der für ihn einfach zu einem gelungenen Abend dazugehört. Um die Geschenke habe ich mich auch gekümmert, dafür hat Anne nun wirklich keine Zeit.

Anne und ich sind ein perfektes Paar und ein klasse Team. Wir sind beide 39 und Rechtsanwälte, seit drei Jahren zusammen, wir haben seit einem halben Jahr eine gemeinsame Wohnung, und davon abgesehen, dass wir uns nicht häufiger im Büro sehen als in dem, was man optimistisch als »Freizeit« bezeichnen könnte, funktioniert unsere Beziehung ganz wunderbar.

Was mir an Anne besonders imponiert, ist ihr Lebensplan, den sie konsequent verfolgt. Sie will keine Kinder, sondern Karriere machen. Dazu gehört auch, dass sie mit mir und ihrem Studienkollegen Hansjörg hier in Hamburg eine Kanzlei eröffnen wird. »Ich will mal besser leben als meine Eltern«, sagt sie oft. Ich finde das ein bisschen ungerecht, aber das ist einfach ein Teil von Annes Geradlinigkeit, und die imponiert mir sehr.

Ludger arbeitete schon immer beim Finanzamt und Ruth halbtags als Arzthelferin. Die beiden haben ihrer Tochter zu weiten Teilen ihr Studium finanziert - und selbst auf vieles verzichtet, wie Ruth mir mal stolz erzählt hat. »Aber wir haben das gern gemacht«, erklärte sie. »Ja, wir sind selten in den Urlaub gefahren und wenn, dann an die Nordsee oder in den Schwarzwald zum Wandern, aber muss man denn selbst herumkommen, wenn es wichtiger ist, seinem Kind die Tür zur Welt auf

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