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Das Leben fällt, wohin es will von Hülsmann, Petra (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Das Leben fällt, wohin es will

Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest du besser nicht den Kopf hängen lassen

Party, Spaß und Freiheit - das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das - Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen 'Chef', den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet - zum Beispiel die Liebe ...

Produktinformationen

    Größe: 557kBytes
    Reihe (Teil): Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.17522
    Herausgeber: Bastei Lübbe AG
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 512
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783732540853
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Das Leben fällt, wohin es will

Es ist erst gut, wenn es vorbei ist

Den Sonntag verbrachte ich mit Hanna in ihrem Bett, wo wir Sex and the City auf DVD schauten und Chips futterten. Nachdem wir noch bis sieben Uhr morgens durch die Clubs gezogen waren, war heute Katerpflege angesagt.

"Was war gestern eigentlich mit Sam los?", fragte Hanna mich unvermittelt, als Mr Big Carrie mitteilte, dass er sich nach Paris verziehen würde. "Er hat richtig verstört gewirkt und behauptet, du hättest auf einmal angefangen zu klammern."

Ich verdrehte die Augen. "Ach, der soll sich bloß nichts einbilden. Ich habe ihn nur gefragt, ob er mitkommt aufs Frühlingsfest. Aber zwei Sekunden später wurde mir schon klar, dass ich das auch sehr gut allein hinkriege. Wie alles andere."

Hanna sah nachdenklich auf die verzweifelte Carrie. "Fändest du es nicht schön, jemanden zu haben, der für dich da ist?"

"Und der dann irgendwann nach Paris abhaut? Nein danke."

"Aber so muss es doch nicht sein. Es kann auch gut gehen."

"Klar", sagte ich abfällig und stopfte mir eine Hand voll Chips in den Mund. "Bis jetzt ist es bei dir ja immer gut gegangen."

"Du bist fies." Hanna riss mir die Tüte aus der Hand, um sich ihrerseits daraus zu bedienen. Ich drehte den Kopf zur Seite und sah Hanna prüfend an. Obwohl sie sich bemühte, einen gleichgültigen Gesichtsausdruck aufzusetzen, verrieten ihre Augen, dass ich sie verletzt hatte.

"Hey, tut mir leid. Das war blöd", sagte ich und deutete auf Carrie und Mr Big. "Aber guck dir die beiden an. Sind die etwa glücklich? Willst du so was?"

"Nein", seufzte sie.

"Siehst du. Ich auch nicht."

Wir kuschelten uns enger aneinander und inhalierten eine Folge nach der anderen. "Sag mal, wollen wir was zu essen bestellen?", fragte ich irgendwann, als mein Magen knurrte.

"Klar. Thailändisch?"

Thailändisch ... da war doch irgendwas ... "Ach du Schande!" Ich sprang aus dem Bett und rief: "Wie spät ist es? Wie spät ist es?!"

"Viertel vor sieben", sagte Hanna verwundert. "Wieso?"

"Um sieben muss ich doch bei der Thai-Massage sein! Ich hab mich mit Christine verabredet. Ach verdammt, ich hätte für sie auch einen Termin machen sollen." Ohne ein weiteres Wort rannte ich ins Badezimmer, duschte im Rekordtempo, zog mich an und suchte verzweifelt nach meiner Handtasche. Letzten Endes fand ich sie auf dem Hängeschrank in der Küche und konnte mir keinen Reim darauf machen, warum um alles in der Welt ich sie heute Morgen dorthin verfrachtet hatte. Ich rief Hanna ein schnelles "Tschüs" zu und hastete durch die Straßen des Schanzenviertels zum Siam Orchid Massage Center, das zum Glück nur zehn Minuten von unserer Wohnung entfernt lag.

Christine stand bereits draußen und sah strafend auf ihre Uhr. "Du bist mal wieder zu spät."

"Aber nur 'ne Viertelstunde", hechelte ich. "Das zählt doch fast gar nicht. Akademisches Viertel und so."

"Akademisches Viertel, alles klar. Hast du mir einen Termin gemacht?"

"Jaja, hab ich. Also, genauer gesagt, ich hatte es wirklich vor."

"Aber du hast es vergessen", stellte Christine fest und klang dabei so nüchtern, als hätte sie mit nichts anderem gerechnet.

"Ja, okay, hab ich. Aber das ist bestimmt kein Problem, ich bin mir sicher, dass man da auch einfach so vorbeigehen kann. Und wenn alle Stricke reißen, kriegst du meinen Termin."

"Das will ich doch auch wohl hoffen! Ich hab mir eine verdammte Massage so was von verdient, das kannst du dir gar nicht vorstellen."

Huch, normalerweise fluchte Christine nie. Im Gegensatz zu mir sagte und tat sie immer das Richtige. Heute trug sie kein Make-up, und es war deutlich, wie übernächtigt und fertig sie war. Sie hatte ein bisschen Wellness offensichtlich wirklich nötig.

"Marie, hör auf, mich anzustarren und lass uns endlich reingehen."

Wir wurden von gedämpftem Licht und leiser asiatischer Meditationsmusik empfange

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