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Das Leben schmeckt nach Erdbeereis Roman von Mataya, Tamara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Leben schmeckt nach Erdbeereis

Ein Sommer in Miami, eine heiße Affäre und die Suche nach dem großen Glück Melanie ist gestresst, vor allem weil ihr neuer Chef ihre Handynummer auf der Kurzwahltaste hat. Und er hat kein Problem damit, von dieser Taste Gebrauch zu machen. Also beschließt sie, eine Auszeit zu nehmen. Auf einer Website entdeckt sie die perfekte Anzeige und tauscht für einen Sommer ihr Apartment in New York City gegen eines in Miami. Was sie nicht weiß, mit der neuen Wohnung kommt auch neuer Mut. Plötzlich ist Melanie waghalsig und sexy. Und das bekommt vor allem Blake zu spüren, als er plötzlich vor ihrer Tür auftaucht. Der beste Freund ihres Bruders war bisher immer tabu für sie. Doch in Miami laufen die Dinge etwas anders ... Tamara Mataya ist eine Bibliothekarin, die es liebt, für jeden das richtige Buch zu finden. Sie unterrichtet Englisch als Fremdsprache und ist zudem Musikerin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 10.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641207090
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Summer Indiscretions
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Das Leben schmeckt nach Erdbeereis

1. Kapitel

Melanie

"Entschuldigung, wissen Sie, wo es hier zum Nacktbadestrand geht?"

"Äh, wie bitte?" Bevor ich dem freundlich lächelnden Unbekannten antworten kann, klingelt mein Mobiltelefon und vibriert gegen mein Bein. Ich springe verwirrt auf und versuche ungeschickt, es aus der Tasche zu fingern.

Es ist die Arbeit. Ich bin im Urlaub. Ich sollte nicht drangehen.

Und wenn es ein Notfall ist? Und ...

Moment mal. Nacktbadestrand?

Das Handy klingelt weiter, und ehe ich meine wirren Gedanken geordnet habe, ist es zu spät - der Unbekannte ist weitergegangen. Kurz überlege ich, ihm nachzulaufen, aber ... Ich starre auf das Display des Handys. Und wenn es wirklich ein Notfall ist? Ich atme einmal tief durch und mache ein paar feste Schritte, während ich mit genervter Miene den Anruf annehme.

"Melanie Walker hier."

"Miss Walker, Sie müssen unbedingt ein Treffen mit Nick aus der Redaktion organisieren. Er hat irgendwas vor. Wofür genau bezahlen wir ihn eigentlich?"

Der Klang der Stimme von Thaddeus Mitchel III sorgt wie immer dafür, dass ich sofort Stiche hinter den Augen verspüre - Migräne im Anmarsch.

"Ich bin nicht im Büro, Thaddeus."

"Tatsächlich? Habe ich noch gar nicht bemerkt." Vielen Dank für die Unterstellung, ich würde während der Arbeit nichts tun! "Außerdem ist im Treppenhaus eine Glühbirne durchgebrannt. Da müssen Sie auch mal nachsehen."

Thaddeus Mitchell III arbeitet seit einem Monat beim Online-Frauen-Magazin Von Kopf bis Fuß als Verkaufsberater - und hat es geschafft, mich an jedem dieser einunddreißig Tage zur Weißglut zu treiben. Genau genommen sind das ja nur gut zwanzig Arbeitstage, wenn man die Wochenenden nicht mitzählt, aber er hatte sich aufgeführt wie Miranda Priestly in Der Teufel trägt Prada. Und mich immer wieder auch in meiner Freizeit angerufen. So wie jetzt.

"Thaddeus, wenden Sie sich wegen der Glühbirne an den Hausmeister. Seine Durchwahl finden Sie in der Datenbank. Ich arbeite in der Personalabteilung. Wenn Sie ein Treffen mit Nick möchten" - der ganz bestimmt nichts vorhat -, "dann bitten Sie Valerie, das zu übernehmen, oder warten Sie, bis ich zurück bin. Ich bin nämlich gerade im Urlaub."

"Sie haben doch Ihr Smartphone - ein Wunderwerk der Technik, wussten Sie das schon? Schreiben Sie eine E-Mail. Let's get this show on the road!"

Dieses sarkastische, arrogante Ekelpaket ist von meiner Chefin persönlich eingestellt worden. Und was mich am meisten wurmt, ist weniger, dass er total unqualifiziert ist oder dass er auf sein Gehalt nicht angewiesen ist - was er jedem, der es hören will oder auch nicht, aufs Brot schmiert. Nein, was mich am meisten aufregt, ist die Art und Weise, wie er mich behandelt, wenn es niemand mitbekommt. Und ich lasse das auch noch zu, anstatt ihn einfach auflaufen zu lassen, wie ich es bei jedem anderen tun würde.

Ich presse meine Fingernägel in die Handfläche, völlig entnervt, dass ich noch nicht mal fest aufstampfen kann vor Wut, da ich nur Flip-Flops trage und mittlerweile auf dem Sandstrand stehe.

"Nein." Ich habe es so satt, dass er meine Arbeit, auf die ich mich bisher immer gefreut habe, in einen Vorhof zur Hölle verwandelt hat, vor dem mir nur noch graut. Er ist der Grund dafür, dass ich eine Pause brauche und aus New York geflohen bin.

"Wie bitte?!"

Na also, nun habe ich immerhin seine volle Aufmerksamkeit.

"Sprechen Sie mit Valerie, oder schicken Sie eine E-Mail und warten, bis ich zurück bin. Rufen Sie mich nicht mehr unter dieser Nummer an."

"Ein so unprofessionelles Verhalten werden Sie noch bereuen!"

"Einen schönen Tag noch", presse ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und beende das Gespräch.

Am liebsten würde ich diesem Th

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