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Das letzte Schwert Historischer Roman von Kane, Ben (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.05.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Das letzte Schwert

Rom gegen Makedonien - zwei Imperien vor dem Abgrund Griechenland, im Jahr 198 v. Chr. Er hat sich noch nicht von der Niederlage erholt, die ihm die Makedonier zugefügt haben. Dennoch zieht der römische Heerführer Flamininus seine Männer für den finalen Schlag gegen den übermächtigen Feind zusammen. Er und seine Legionäre wissen: Wer diesen Krieg gewinnt, wird über Griechenland herrschen. Das Imperium des Verlierers hingegen wird untergehen. Interne Machtkämpfe und die aufsässige Bevölkerung stellen Flamininus auf die Probe. Doch er ist bereit zu kämpfen, bis das letzte Schwert gefallen ist ... Der Bestseller-Erfolg aus England - endlich auf Deutsch Ben Kane wurde in Kenia geboren und wuchs in Irland auf, im Heimatland seiner Eltern. Schon als Kind übte die Geschichte Roms eine große Faszination auf ihn aus, weshalb mit der Veröffentlichung seines Debüts Die Vergessene Legion ein lang gehegter Traum in Erfüllung ging. Mittlerweile ist Ben Kane Bestseller-Autor und lebt mit seiner Familie in North Somerset, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 541
    Erscheinungsdatum: 29.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732586240
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Falling Sword
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Das letzte Schwert

1. KAPITEL

Nahe Elateia in Phokis, Herbst 198 v. Chr.

Obwohl das Jahr dahinschwand, badete warmes Sonnenlicht die schmale phokische Ebene. Im Norden wurde sie von Bergen begrenzt, auf deren anderer Seite die Thermopylen lagen, die "heißen Tore", an denen Leonidas und seine Spartaner im Kampf gegen die Perser gefallen waren. Südlich dieser Bergspitzen breitete sich flaches Land aus, von einer Straße geteilt, die nun genauso wichtig war wie während der Persischen Kriege vor fast drei Jahrhunderten. Wiederum südlich lag Athen, ungeschützt gegen einen Angriff. Die Erntezeit war noch nicht lange vorbei, überall bedeckten noch goldene Stoppeln die Äcker. Stellenweise säumten ordentliche Reihen von Weinstöcken die Straße. Ihre schweren Trauben aus blau-purpurnen Beeren luden den durstigen Reisenden ein - oder den Soldaten.

Staubfahnen hingen in der Luft und kündeten vom Vormarsch des Heeres unter Titus Quinctius Flamininus. Seit seiner Niederlage vor der makedonischen Festung Atrax, achtzig Meilen nach Nordwesten entfernt, waren sechs Tage vergangen. Nachdem das Heer seine Toten begraben und die Verwundeten auf Wagen geladen oder zurückgelassen hatte, war es nach Südosten marschiert, um die römische Flotte zu schützen, die in der Nähe ankerte. Von den Geiern abgesehen, die in der Luft den Legionen folgten, waren nur wenige Geschöpfe unterwegs. Das Nahen eines solchen Heerbanns bedeutete vieles, nichts davon war gut. Die Bauern waren mit ihren Familien und ihrem Vieh geflohen. Die meisten hatten in Elateia Zuflucht gesucht, wo sich die ersten Einheiten aus Flamininus' Legionen bereits aufstellten.

Die römische Vorhut war ausgeschwärmt und hatte einen Schutzschild gebildet, hinter dem sich das übrige Heer bewegte. Unter den Principes stand ein Mann mit freundlichem Gesicht namens Felix. Er hatte schwarze Haare und blasse Haut. Die meisten seiner Kameraden überragte Felix um Haupteslänge. Wie sein Bruder und seine Kameraden starrte auch er mit finsterem Groll auf die Mauern Elateias. Die Stadt, deren Verteidiger auf den Wällen standen, erinnerte die Legionäre mit Schärfe daran, dass der Krieg keineswegs vorüber war. Mancher von uns wird hier sterben, dachte Felix grimmig. Vielleicht nicht jeder, aber einige.

Weil ihr einstweiliger Centurio Livius nicht weit von ihnen stand, beschwerte sich keiner. Stattdessen stützten sich die Principes auf ihre Schilde, tranken verstohlen Wein und warteten - auf Befehle und das Verstreichen der Zeit.

Nichts würde vor dem kommenden Tag geschehen, sagte sich Felix. Nach der Reiterei und den Kundschaftern, die vor dem Heer marschierten, gehörte sein Manipel zu den ersten, die eintrafen, was bedeutete, dass wenigstens drei weitere Stunden vergingen, bevor das Ende der meilenlangen Kolonne aufgeholt hatte. Die Wagen des Trosses, mit Vorräten und den zerlegten Katapulten beladen, kamen nur langsam voran, und die zwanzig Kriegselefanten ebenso. Nachzügler würden noch eintreffen, wenn die Sonne unterging, und bis man ihnen etwas anderes sagte, mussten Felix und seine Kameraden die Augen nach einem Ausfall von Elateias Verteidigern offen halten.

Niemand rechnete ernsthaft mit solch einem Gegenangriff, denn sie hatten keine große Festung vor sich, wie sie Makedoniens Grenzen schützten, sondern eine kleine Stadt mit einer befestigten Mauer. Der Großteil der Garnison bestand sicher aus Bäckern und Tischlern, Schmieden, Sattlern und Weinhändlern, aber nicht aus Soldaten. Sie wären gewiss nicht so schlimm wie die Phalangiten in Atrax, an deren langen Lanzen, den Sarissen, sich die Wellen der Legionäre gebrochen hatten wie die Brandung an einer Hafenmauer. Ihr Centurio Pullo gehörte zu den bestürzendsten Verlusten, aber viele einfache Soldaten der Centurie waren ebenfalls gefallen, unter ihnen Felix' immer vergnügter Freund Matthaeus. Andere waren in anderen Schlachten früher im Sommer gestorben. Von den zehn Mann, die Felix' Contubern

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