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Das Leuchten der Stille Roman von Sparks, Nicholas (eBook)

  • Verlag: Heyne
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Das Leuchten der Stille

Keiner schreibt über die Liebe wie Nicholas Sparks Gibt es die ewige Liebe, die allen Widrigkeiten trotzt? John ist überzeugt davon. Nichts kann seine Beziehung zu Savannah gefährden, auch nicht der Umstand, dass er mehrere Jahre lang ins Ausland muss. Umso erschütterter ist er, als er ihren Abschiedsbrief empfängt. Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in über 50 Sprachen erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt "Seit du bei mir bist".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641060060
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Dear John
    Größe: 1866 kBytes
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Das Leuchten der Stille

KAPITEL 1

Wilmington, 2000

I ch heiße John Tyree. Ich wurde 1977 geboren und wuchs in Wilmington auf, einer Stadt, die stolz darauf ist, dass sie den größten Hafen von North Carolina hat und auf eine lange, interessante Geschichte zurückblicken kann, auch wenn es mir manchmal so vorkommt, als wäre die Stadt rein zufällig entstanden. Klar, das Wetter hier ist ideal, die Strände sind makellos, aber die Stadt war keineswegs auf den Ansturm von Rentnern aus den Nordstaaten vorbereitet, die für ihren Lebensabend einen Ort suchten, der nicht allzu teuer ist. Wilmington liegt auf einer relativ schmalen Landzunge zwischen dem Cape Fear River auf der einen Seite und dem Atlantik auf der anderen. Der Highway 17 in Richtung Myrtle Beach beziehungsweise Charleston führt quer durch die Stadt und bildet sozusagen die Hauptstraße. Als ich klein war, konnten mein Dad und ich vom historischen Viertel am Fluss in zehn Minuten zu dem Badeort Wrightsville Beach fahren, aber inzwischen gibt es auf dieser Strecke so viele Ampeln und Einkaufszentren, dass man je nach Verkehrslage eine ganze Stunde braucht – vor allem am Wochenende, wenn die Touristen kommen. Wrightsville Beach liegt am nördlichen Ende von Wilmington, auf einer Insel direkt vor der Küste, und gehört zu den beliebtesten Stränden von ganz North Carolina. Die Häuser in den Dünen sind astronomisch teuer, und die meisten werden den ganzen Sommer über vermietet. Die Outer Banks sind sicher romantischer, weil sie so abgeschieden liegen und weil es dort wilde Pferde gibt, und außerdem begannen die Brüder Orville und Wilbur Wright dort ihren berühmten Flug. Aber ich muss sagen, dass die meisten Leute, die ihre Ferien am Strand verbringen wollen, sich am wohlsten fühlen, wenn es in ihrer Nähe einen McDonald's oder einen Burger King gibt, für den Fall, dass die lieben Kleinen die regionalen Gerichte nicht mögen; und die Erwachsenen möchten nicht nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl haben, wenn sie sich am Abend noch irgendwo vergnügen wollen.

Wie in allen Städten gibt es auch in Wilmington arme und reiche Viertel. Da mein Dad einen der sichersten und seriösesten Jobs der Welt hatte – er fuhr die Post aus –, ging es uns ganz gut. Nicht übertrieben, aber okay. Wir waren alles andere als wohlhabend, wohnten allerdings so nahe an einem vornehmen Bezirk, dass ich eine der besten Highschools in der Stadt besuchen konnte. Im Vergleich zu den Häusern, in denen meine Freunde lebten, wirkte unseres alt und klein; die Veranda war schon ziemlich schief, aber der Garten machte alles wett. Hinter dem Haus stand eine riesige Eiche, und als ich acht war, baute ich mir aus Holzresten, die ich an einer Baustelle aufgelesen hatte, ein tolles Baumhaus ganz ohne die Hilfe meines Dads (wenn er es schaffte, mit dem Hammer einen Nagel zu erwischen, konnte man das als Glückstreffer bezeichnen). Im selben Sommer brachte ich mir auch das Surfen bei. Ich hätte wahrscheinlich merken müssen, dass ich völlig anders war als mein Dad, aber mir fielen die Unterschiede gar nicht auf – woran man wieder einmal sehen kann, wie wenig man als Kind vom Leben kapiert.

Mein Dad und ich waren so verschieden, wie zwei Menschen nur sein können. Er war passiv und verschlossen, während ich stets in Bewegung sein musste und nicht gern allein war; er legte großen Wert auf Bildung, wohingegen für mich die Schule ein Ort war, an dem man Freunde traf und Sport trieb. Er hatte eine schlechte Körperhaltung und schlurfte ein bisschen, während ich immer hopste und rannte und ihn ständig bat, doch bitte die Zeit zu stoppen, die ich von einem Ende unserer Straße bis zum anderen brauchte. Schon in der ach

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