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Das pikante Geheimnis der Zofe von Gifford, Blythe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.03.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Das pikante Geheimnis der Zofe

England, 1361. Mit dem hochgewachsenen Sir Nicholas Lovayne an ihrer Seite reitet Anne of Stamford nach Canterbury. In der heiligen Kathedrale will Nicholas etwas über Annes Herrin herausfinden. Das muss die treue Zofe um jeden Preis verhindern! Aber die Reise bringt Annes Herz in größte Gefahr. Denn der stürmische Kuss des verwegenen Ritters weckt in ihr die Sehnsucht nach Leidenschaft in Nicholas' Armen. Niemals darf ihre Herrin ihr pikantes Geheimnis herausfinden! Man würde sie für immer hinter die gewaltigen Mauern eines Klosters verbannen, und die Liebe ihres Lebens wäre verloren ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 29.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733765217
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1324 kBytes
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Das pikante Geheimnis der Zofe

2. KAPITEL

F ür gewöhnlich betrat Lady Joan leise einen Raum, fast schwebte sie hinein, und ließ sich so leicht auf ihrem Platz nieder wie ein Vogel, der auf einen Ast hinabsank.

Heute war es anders. Waren die Neuigkeiten nicht nach ihrem Geschmack ausgefallen?

"Was ist mit Euch, Mylady?" Anne biss sich auf die Zunge. Sie hätte nicht so frei heraus sprechen sollen.

Die Countess war selten erzürnt. Wenn es dennoch vorkam, so wusste Anne sie beruhigen, indem sie ihr warmes, parfümiertes Wasser auf Hände und Schläfen tupfte. Zur Winterzeit machte sie es ihr vor dem Kaminfeuer bequem oder versuchte sie abzulenken, indem sie eines der neuesten Schmuckstücke ihrer Herrin holte, an dem sich diese erfreuen konnte. Wenn das nicht half, ließ sie normalerweise Robert den Narren rufen, der für sie jonglierte oder Purzelbäume durch das ganze Gemach schlug. Manchmal bekam sie auch wieder gute Laune, wenn sie ihre Kinder sah, jedoch nur, wenn diese sich ruhig verhielten und nicht weinten.

Im Allgemeinen verbarg ihre Herrin alles hinter einem Lächeln und dem bewundernden Blick, den sie dem Mann schenkte, der vor ihr stand. Doch heute ...

Anne legte ihre Stickerei beiseite, während ihre Herrin unaufhörlich durch das Gemach schritt und sie dabei an ein ängstliches Pferd erinnerte. Plötzlich fiel Anne die ernste Miene des Gesandten wieder ein. Die Nachricht war offenbar nicht so erfreulich gewesen, wie Lady Joan es sich gewünscht hatte. "Die Entscheidung des Papstes? Wird Euch und dem Prinzen gestattet zu ...?"

"Ja, ja. Aber zunächst gedenken sie, Untersuchungen über meine heimliche Eheschließung anzustellen."

Erleichtert nahm Anne ihre Nadel wieder auf. Nun, deswegen war sie mitten in der Nacht geweckt worden. "Ich bezeugte sie natürlich und werde es ihnen entsprechend bestätigen."

Die großen blauen Augen richteten sich auf sie. "Nicht diese."

Anne hörte auf zu nähen und schluckte. "Zu welchem Zweck? Ihr habt keine Feinde."

Lady Joan lachte ihr reizendes Lachen, das so viele Menschen in seinen Bann zog. "Sogar unsere Freunde finden es schwierig, die Ehe des Thronerben mit einer verwitweten englischen Mutter gutzuheißen, die schon bald zu alt sein wird, um Kinder in die Welt zu setzen. Sie halten uns beide für wahnsinnig."

Das waren sie. Doch Anne kannte es nicht anders. Ständig war ihre Herrin wahnsinnig vor Liebe oder wahnsinnig verliebt gewesen. Ein Privileg, das sich die meisten Frauen ihres Standes nicht leisten konnten. Trotzdem. Joan schöpfte es mit vollen Händen aus. Als Enkelin eines Königs standen ihr zahlreiche Privilegien zu. Warum sollte ihr dieses verwehrt werden?

Anne schob den Gedanken beiseite und setzte die Stickerei mit gleichmäßigen Stichen fort, so wie ihre Herrin sie mochte.

"Aber wir konnten nicht warten", sagte Joan sowohl zu sich selbst als auch zu Anne. "Ihr wisst, wir konnten nicht warten."

"Nein, natürlich nicht", pflichtete Anne ihr gewohnheitsmäßig bei. Sie war nicht sicher, auf welche der Ehen Lady Joan anspielte. Und sie wusste, dass die Erfüllung der Wünsche ihrer Herrin niemals einen Aufschub duldete.

"Wir sind alle von der Pest bedroht. Sie kann uns jederzeit treffen. Wir wollten ..."

Sie sprach demnach von Edward.

Die Seuche hatte erwachsene Männer und kleine Kinder diesmal am härtesten getroffen. Sogar der älteste Freund des Königs war dahingeschieden. Der Prinz und sie alle mochten morgen vielleicht schon tot sein.

Bei diesem Gedanken hielt Anne inne und hörte auf zu nähen. Seit ihrer Geburt hatte sie sich mit aller Kraft ans Überleben geklammert.

"Denkt Ihr , dass wir verrückt sind, Anne?", fragte Joan. Der Befehlston war verschwunden. Stattdessen klang ihre Stimme wehmütig, als hoffe sie, ihre Hofdame würde dies verneinen.

Wieder einmal hatte Lady Joan sich so angehört wie zuvor bereits bei anderen Gelegenheiten. Für ganz kurze

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