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Das Schloss der Träume Julia Bd. 1867 von WALKER, KATE (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Das Schloss der Träume

Rauls zärtliche Küsse waren der Himmel auf Erden! Trotzdem hat die junge Alannah sich vor zwei Jahren von ihm getrennt. Sie glaubte, dass der adlige Spanier nur eines von ihr wollte: Möglichst schnell sollte sie ihm einen Erben schenken - von Liebe hat Raul nie gesprochen. Jetzt bringt ein tragischer Unfall sie erneut zusammen, und das quälend süße Verhängnis nimmt zum zweiten Mal seinen Lauf: Raul umwirbt sie, lädt sie auf sein Schloss in Spanien ein, macht ihr dort einen Heiratsantrag - und immer noch wartet Alannah vergeblich auf seine Liebeserklärung ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862954070
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Bd.1867
    Größe: 278 kBytes
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Das Schloss der Träume

1. KAPITEL

Die Zeit schien stillzustehen. Alannah hätte schwören können, dass sich die Zeiger der großen Standuhr, seit sie hier saß, überhaupt noch nicht bewegt hatten. Sie standen noch immer in exakt der gleichen Position wie bei ihrem letzten Blick darauf.

Es kam ihr so vor, als hätte sie bereits den ganzen Tag hier verbracht. Doch tatsächlich schienen erst ein paar Minuten vergangen zu sein, seit sie hereingekommen war und sich in den abgenutzten Sessel in der Mitte des Zimmers gesetzt hatte.

Von hier aus hatte sie die Tür gut im Blick. Durch die Milchglasscheibe konnte sie sehen, wenn sich jemand näherte. Sie war bereit für den Moment, in dem sich die Tür öffnen und der Mann, den sie erwartete, das Zimmer betreten würde.

Der Mann, den sie erwartete? Den sie fürchtete, traf es eher. Alannahs grüne Augen verschleierten sich.

Sie schüttelte den Kopf, sodass ihr das rotgoldene Haar über die Schultern strich. Einzelne Strähnen hatten sich seit dem Morgen aus dem schwarzen Haarband gelöst. Mit dem Handrücken rieb sie sich über die Augen und versuchte vergeblich, ihre Müdigkeit und die Anspannung zu vertreiben.

Sie sah blass aus. Die Strapazen und Sorgen der vergangenen Tage hatten ihr die letzte Farbe aus dem Gesicht getrieben, und endlose Tränen hatten ihren Augen das Strahlen genommen. Ihren feinen Zügen sah man nur zu deutlich an, dass sie eine schreckliche Woche hinter sich hatte. Die schlichte Jeans und das schwarze langärmlige T-Shirt unterstrichen diesen Eindruck noch.

Beim Anziehen war sie mit den Gedanken ganz woanders gewesen. Und sie hatte auch weder Zeit noch Muße gehabt, sich mit irgendeinem Make-up zu beschäftigen, bevor sie am Morgen das Haus verlassen hatte. Stattdessen hatte sie alles darangesetzt, ihre unter Schock stehende Mutter wohlbehütet bei deren Schwester unterzubringen. Da war ihre persönliche Schönheitspflege zweitrangig gewesen.

Was spielte das auch noch für eine Rolle? Dem Mann, den sie hier gleich treffen würde, war es ohnehin egal, wie sie aussah oder wie sie gekleidet war. Es war ihm sicher nicht einmal recht, sie überhaupt hier zu sehen. Und er würde wahrscheinlich noch weniger erfreut sein, wenn er hörte, was sie ihm zu sagen hatte.

"Natürlich, Señor Marcin ..."

Der Klang des nur allzu vertrauten Namens ließ sie aufschrecken. Und die lärmende Betriebsamkeit auf der anderen Seite der Tür bestätigte ihren Verdacht. Wann und wo auch immer Raul Marcin auftauchte, herrschte sofort Lärm und Hektik. Alles um ihn herum schien in Aufruhr zu geraten, und seine Autorität ausstrahlende Präsenz beherrschte die gesamte Atmosphäre.

Es hatte eine Zeit gegeben, in der Alannah diese Atmosphäre genossen hatte. Sie hatte sich mitreißen lassen von der Welle aus Energie und Kraft, die Don Raul Esteban Marquez Marcin ständig vor sich her schob. Doch diese Zeiten waren vorbei. Sie war aus seiner Welt geflohen und hatte alles hinter sich gelassen, was dazugehörte.

Und darüber war sie froh.

Es war zwar eine Welt voller Geld und Luxus gewesen, aber auch eine Welt eiskalter Macht und noch kälterer Berechnung. Don Raul Marcin benutzte andere Menschen, ohne Rücksicht auf deren Gefühle zu nehmen.

So hatte er sich auch ihr gegenüber verhalten. Und er hätte sie weggestoßen, nachdem sie ihren Zweck erfüllt gehabt hätte, daran bestand keinerlei Zweifel. Glücklicherweise war sie rechtzeitig dahintergekommen. Damit hatte sie ihrem verwundbaren Herzen einen großen Gefallen getan. Sie hatte das Ganze beendet, bevor die albernen Gefühle, die sie sich erlaubt hatte, ihr Herz vollkommen beherrschten. Sie war geflohen, so weit und so schnell sie konnte, hatte sich nicht mehr umgedreht und hatte Raul Marcin niemals wiedersehen wollen.

Und genau so hätte es auch bleiben sollen. Nur dass sie jetzt keine andere Wahl hatte. Sie musste Raul Marcin noch einmal gegenübertreten. Und sie musste ihm Dinge sagen, die er garantiert nic

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