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Das traumhafte Café am Meer von Hawkins, Danielle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2019
  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)
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Das traumhafte Café am Meer

Sommer in einem kleinen Café in Neuseeland ... In einem beschaulichen Ort am Meer arbeiten Lia und ihre Freundin Anna Tag und Nacht für den Erfolg ihres liebevoll restaurierten Cafés. Der Sommer steht kurz bevor: Annas Hochzeit will organisiert werden, und Lia muss ihren Exfreund überzeugen, dass er ohne sie glücklicher ist. Als ein überaus attraktiver Fremder an Lias Fenster klopft und sich nicht als Serienkiller entpuppt, hält sie dies nicht für das schlechteste Vorzeichen. Aber jeder hat eine Vorgeschichte, und seine bahnt sich ihren Weg in Form seines vierjährigen Sohnes. Gerade als Lia denkt, sie gibt dem attraktiven Fremden eine Chance, meldet sich ihre Vergangenheit lautstark zurück. Ein zauberhafter Wohlfühlroman voll von Freude, die Familie, Freunde und gutes Essen bergen - aber auch darüber, dass anders sein nicht zwangsläufig etwas Schlechtes bedeutet.

Die neuseeländische Bestsellerautorin Danielle Hawkins lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern auf einer Farm. Sie arbeitet halbtags als Tierärztin und schreibt, wann immer sie neben Kindererziehung und Farmarbeit Zeit findet. Sie liebt ihren Garten, gutes Essen - und natürlich Lesen. Facebook: DanielleHawkinsauthor

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 414
    Erscheinungsdatum: 01.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732558841
    Verlag: beHEARTBEAT
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Das traumhafte Café am Meer

Kapitel 1

An einem Mittwoch im Oktober verdarb ich mir einen wundervollen Frühlingsabend, indem ich ein Buch mit ins Bett nahm, das den Titel »Lauf, Bobby, lauf« trug.

Hugh hatte mir das Buch am Nachmittag geborgt, als ich in seinem Feinkostladen war, um zwanzig Kilo Kaffeebohnen zu kaufen. Er hatte mir eine spannende, raffinierte Story versprochen, und nach gut zwei Wochen, in denen ich die Anne-Hepple-Romane meiner verstorbenen Großtante Sheila gelesen hatte, klang das nach einer willkommenen Abwechslung.

War es aber nicht.

Ich gab zu, dass man sich nach zwei Wochen mit Anne Hepple vorkam, als säße man in einer Badewanne voll warmem rosafarbenem zuckersüßem Sirup, aber es gab Schlimmeres. Beispielsweise spannende Thriller mit raffinierten Psychopathen, die junge Mädchen entführten und foltern, um sie hinterher zu Hackfleisch zu verarbeiten und an das nächste Opfer zu verfüttern.

Bis elf las ich in der blutrünstigen Story und konnte hinterher nicht schlafen. Ich dachte an Psychopathen, daran, dass mein Schlafzimmer alles andere als einbruchsicher war, und fragte mich, ob ich es barfuß über die Straße zu Monty schaffen würde, sollte ich verdächtige Geräusche am Fenster hören. Woraufhin mir einfiel, dass Monty zum Fischen nach Ninety Mile Beach gefahren war.

Und dann hörte ich wirklich Schritte draußen auf dem Schotter.

Wenn man vier Kilometer außerhalb der nächsten Ortschaft wohnte, fast ganz oben auf einem steilen Hügel, kamen Besucher für gewöhnlich mit dem Auto und nicht zu Fuß, und sie kamen auch nicht - ich warf einen Blick auf die Digitalanzeige des Weckers auf dem Nachttisch - siebenundfünfzig Minuten nach elf, also mitten in der Nacht. Das Herz schlug mir bis zum Hals, und zwar so schnell, dass ich das Blut in den Ohren rauschen hörte.

Als jemand an die Hintertür klopfte, war es vollends um mich geschehen. Ich fuhr hoch, saß stocksteif und kerzengerade im Bett und schrie wie eine Banshee. Erschrocken von meinem eigenen Kreischen verstummte ich wieder.

Draußen knacksten abbrechende Zweige, dann folgte ein dumpfer Aufprall.

»Mist«, fluchte jemand. »Hey, Entschuldigung, Sie brauchen keine Angst zu haben ...«

Eine Hand an den Hals gelegt wie die Heldin in einem Melodram, stieg ich aus dem Bett und schlich auf wackligen Beinen ans offene Fenster. Es war ein altmodisches Fenster mit Scharnieren, aufgehalten von einer gelochten Messingstange, die man durch Einhaken am Fensterrahmen arretieren konnte. Das war praktisch, wenn es darum ging, zu verhindern, dass das Fenster bei Wind zuschlug, aber als Abwehrsystem für Gelegenheitsmörder absolut ungeeignet.

Draußen im Mondlicht rappelte sich ein junger Mann in Jeans und T-Shirt aus dem Beet neben der Hintertreppe auf. Er sah eigentlich nicht aus wie ein mordlüsterner Psychopath - aber das galt vermutlich für die meisten erfolgreichen Vertreter dieser Spezies.

»Tut mir echt leid«, sagte er. »Ich wollte Sie nicht erschrecken. Mein Wagen ist vor ihrem Haus liegen geblieben. Platter Reifen. Und ich habe keinen Wagenheber dabei.«

Ich starrte ihn wortlos an, immer noch gelähmt von dem Schreck. Hin- und hergerissen zwischen nachlassender Todesangst und aufsteigender Scham, brachte ich keinen Ton hervor.

»Entschuldigen Sie bitte«, sagte er noch einmal. »Ich gehe wieder.«

»Ich habe einen«, sagte ich leise. »Einen Wagenheber, meine ich.«

Eine Pause.

»Kann ich ihn ausleihen?«

»Oh. Äh, klar. Natürlich.«

Das Haus stammte aus einer Zeit, in der Autos noch nicht in Garagen nächtigten, und mein Wagen wohnte in einem alten Schuppen etwa dreißig Meter von der Hintertür entfernt. Dazwischen lag eine offene Fläche mit extrem spitzem Schotter.

Ich schaltete die Außenbeleuchtung ein, trat hinaus und blinzelte wegen des grellen Lichts. Im Elmo-Pyjama stakste ich barfuß hinüber zum Schuppen, und erst als ich beim Wagen war, merkte ich, dass ich

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