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Das Verschwinden der Liebe Arztroman von Stirling, Glenn (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Das Verschwinden der Liebe

Arztroman von Glenn Stirling Der Umfang dieses Buchs entspricht 127 Taschenbuchseiten. Dr. Nicole Klemm ist die hübsche neue Assistenzärztin in der Kinderabteilung des Hafenkrankenhauses. Frau Dr. Ina Bender findet die dunkelhaarige Kollegin sehr sympathisch. Und auch der gut aussehende Herzensbrecher, Stationsarzt Dr. Hansjörg Heinzberg, zeigt ein besonderes Interesse für die junge Ärztin - die seine Gefühle erwidert. Die Tatsache, dass Nicole aus reichem Hause stammt und ihr Vater ihr jeden Wunsch erfüllt, ist anfangs bedeutungslos für das junge Glück. Ihre Liebe, so scheint es, trägt sie über alle Klippen hinweg. Doch dann schlägt Nicoles Schicksal mit ganzer Macht zu und die Leidenschaft der beiden füreinander wird auf eine harte Probe gestellt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743829626
    Verlag: BookRix
    Größe: 374 kBytes
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Das Verschwinden der Liebe

1

Ina hatte ihren Dienst angetreten und wollte mit der Stationsschwester über die anstehenden Dinge dieses Vormittags sprechen, als sie auf dem Gang mit Oberarzt Dr. Kiesewetter zusammentraf.

"Das ist gut, dass ich Sie jetzt schon habe. Ich wollte Sie schon ausrufen lassen, Frau Bender", sagte Kiesewetter mit seiner schnarrenden, unpersönlichen Stimme. "Wir werden im OP gebraucht."

"Im OP? Das hätte man mir doch gestern sagen müssen", erwiderte Ina und sah den Oberarzt überrascht an. Heute kam er ihr wieder besonders arrogant vor. Sie hatte seine Art noch nie sehr geschätzt, wusste aber doch, dass es bei ihm auch ein paar gute Seiten gab. Als Mann interessierte er sie überhaupt nicht. Im Gegenteil. Er war ja auch alles andere als eine Schönheit. Was sie aber mehr abstieß als sein Äußeres, waren sein Ehrgeiz, seine herablassende Art und die Besserwisserei.

"Es ist ein Notfall", sagte Kiesewetter spöttisch. "Glauben Sie, dass sich so etwas vierundzwanzig Stunden vorher anmeldet? Also, gehen Sie schon! Man braucht Sie als Internistin. Die Kinderärzte sind auch schon da."

"Ein Kind?", fragte Ina, der sich jedes Mal das Herz umdrehte, wenn Kinder operiert werden mussten.

Kiesewetter nickte. Er war ernst geworden. Offenbar waren ihm solche Fälle auch nicht gleichgültig. "Beckenbruch und innere Verletzungen, Verkehrsunfall", sagte er. "Also, gehen Sie schon!"

"Sagen Sie dem Kollegen Breitenbacher Bescheid?", fragte Ina noch.

"Natürlich. Nun machen Sie schon, dass Sie hinkommen!"

Dann im OP die üblichen Vorbereitungen. Und während sie sich die Hände schrubbte, stand eine junge Frau mit dunklem Haar neben ihr, die sie gar nicht kannte.

Sie begrüßten sich, und die Dunkelhaarige sagte:

"Mein Name ist Klemm. Ich bin Assistentin in der Kinderabteilung. Ich bin richtig aufgeregt. Doktor Haber wollte, dass ich dabei bin."

Dr. Haber, das wusste Ina, war der Oberarzt der Kinderabteilung. "Sie sind wohl noch nicht lange in der Facharztausbildung?", erkundigte sich Ina.

Frau Klemm schüttelte den Kopf. "Nein, erst seit einem halben Jahr. Ich war als Medizinalassistentin in Eppendorf in der Uni-Klinik."

Ina hatte großes Verständnis für Anfängerinnen. Sie wusste, wie es ihr damals ergangen war, als sie in derselben Phase steckte wie diese junge Frau.

Irgendetwas gefiel Ina an der dunkelhaarigen Assistentin. Inas Schätzung nach war die nicht älter als fünfundzwanzig. Die Frauen, dachte Ina, kommen immer etwas früher ins Geschäft. Sie brauchen zu keinem Wehrdienst und auch nicht zum Zivildienst. Damit gewinnen sie mindestens anderthalb Jahre.

Der an den Schläfen schon ergraute Oberarzt Dr. Haber gesellte sich zu ihnen, schrubbte ebenfalls die Hände. "Die Chirurgen sind schon drinnen", sagte er zu Ina. Sie kannten sich, und er lächelte ihr aufmunternd zu. "Nicht gerade ein schöner Fall. Wir müssen uns beeilen. Wahrscheinlich haben die schon angefangen."

"Wer macht die Anästhesie?", wollte Ina wissen.

"Der Kollege Fink. Und die Operation", erklärte Dr. Haber weiter, "macht Höfermann selbst."

Höfermann, das war Professor Dr. Höfermann, wie Ina wusste, der Chefarzt der Chirurgie. Ein hervorragender Chirurg, aber ein barscher, mitunter sehr laut werdender Mann. Aber eben ein großer Operateur, der sich leisten konnte, mit den meisten umzuspringen wie er wollte.

Dr. Haber fuhr fort: "Er hat sogar seinen Oberarzt mitgebracht. Es scheint wirklich eine sehr schwierige Sache zu sein."

Ina wandte sich Habers Kollegin Dr. Klemm zu und sah die junge Frau beinahe mitleidig an. Wenn das gleich eine so schwierige Sache war, wurde das für eine Anfängerin zur Belastung.

"Nur Mut", sagte Ina und lächelte aufmunternd.

Die junge, dunkelhaarige Frau schluckte, versuchte sehr tapfer zu sein und sagte: "Ich werde es schon schaffen. Für das Kind ist es viel schlimmer, sehr viel schlimmer."

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