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Das wilde Leben der Jessie Jefferson von Toon, Paige (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2016
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Das wilde Leben der Jessie Jefferson

Kaum hat Jessie die Neuigkeit verdaut, dass Rockstar-Legende JohnnyJefferson ihr echter Dad ist, steht ihre Welt kopf! Ständig lauern ihr Papparazzi auf und sie kann keinen Schritt mehr ohne Bodyguard machen. Zum Glück steht der gut aussehende Tom ihr in diesem Chaos bei, und ihre Beziehung wird immer intensiver. Aber plötzlich taucht der heiße Gitarrist Jack, den Jessie bereits abgeschrieben hatte, wieder in ihrem Leben auf. Doch welchem der beiden Jungs ihr Herz gehört, ist nicht einzige schwierige Entscheidung, die sie treffen muss ... Paige Toon ist die Tochter eines Rennfahrers. Doch für ihre eigene Laufbahn schwebte ihr eher rasantes Schreiben als Fahren vor. Sie arbeitet als freie Journalistin - wenn sie nicht damit beschäftigt ist, einen weiteren internationalen Bestseller zu verfassen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Cambridge.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 05.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676205
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 488 kBytes
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Das wilde Leben der Jessie Jefferson

1. KAPITEL

Sechs Wochen vorher

Nachdenklich sehe ich das Mädchen im Spiegel an. Es sieht immer noch so aus wie das Mädchen, das sich vor ein paar Monaten in diesem Spiegel betrachtete. Es hat dasselbe hellblonde Haar, das zu einem unordentlichen Zopf geflochten ist, dieselben grünen Augen, mit schwarzer Mascara umrandet, und dieselbe Schuluniform, deren Rock gewagt kurz ist. Aber es ist nicht dasselbe Mädchen. Es ist alles, nur das nicht.

Vor den Sommerferien hieß dieses Mädchen Jessie Pickerill. Seit einem halben Jahr ist es Waise. Und Jessie Jefferson, die Tochter eines Weltstars. Die Sache ist nur: Kaum jemand weiß das.

Ich horche auf, als ich den Namen meines Rockstar-Vaters im Radio aufschnappe.

"Johnny Jeffersons anstehende Welttournee war am Freitag binnen weniger Minuten ausverkauft. Wer von euch Glückspilzen konnte Tickets ergattern?"

Ich lächle. Ich werde einen Platz ganz vorn haben. Die Tour startet erst nächstes Jahr - es ist also noch ewig hin. Doch der Gedanke daran, dass ich backstage mit meinen beiden kleinen Halbbrüdern Barney und Phoenix abhängen werde, macht mich ganz verrückt vor Freude.

"Bist du bald fertig?", ruft mein Stiefvater Stu die Treppe herauf.

"Komme!" Auf einmal bin ich nervös.

Wenn Mum jetzt da wäre, würde sie mich fest umarmen und einen Witz reißen, um mich zum Lachen zu bringen. Aber sie ist nicht hier. Und weil ich heute mal nicht heulen möchte, versuche ich, nicht an sie zu denken.

Es ist mein erster Schultag in der elften Klasse, und für meine Verhältnisse bin ich ungewohnt nervös. Meine Freundin Natalie ist inzwischen auf dem College, und meine ehemalige beste Freundin Libby klebt nur noch an ihrer neuen Dauerbegleitung Amanda. Was mit mir und Tom ist, weiß ich nicht. Vor den Sommerferien war ich in ihn verknallt. Eigentlich wollten wir uns ja mal treffen, doch seit ich aus Amerika zurück bin, habe ich mich noch nicht bei ihm gemeldet. Ich hatte so viel um die Ohren, und - keine Ahnung - vielleicht ist der Zug ja auch abgefahren. Das werde ich schon noch früh genug herausfinden.

Im Moment sehe ich in Gedanken Jacks blaugraue Augen vor mir. Dieses Bild ist so plastisch, dass ich die Hand ausstrecken und ihm eine Haarsträhne aus der Stirn streichen möchte.

Aber es ist klar, dass er mir das Herz brechen würde, ließe ich mich auf ihn ein. Oh Mann, ich steh auf ihn. Leider immer noch.

"Wir kommen zu spät!", schreit Stu.

"Bin sofort da!", rufe ich noch mal, schnappe mir meine Tasche und versuche, gewisse aufstrebende Jung-Rockstars aus L. A. aus meinen Kopf zu verbannen.

Nur ein Jahr muss ich noch durchhalten, sage ich mir, während ich die Treppe runterrenne, dann kann ich tun und lassen, was ich will. Zum Beispiel in die USA ziehen. Oder der Welt mitteilen, dass ich Johnny Jeffersons verschollene fünfzehnjährige Tochter bin.

Was niemand glauben würde, der mich jetzt sehen würde.

Ich ziehe die Haustür zu und steige in Stus kleinen weißen Fiat, wobei ich einen Blick auf unser schäbiges kleines Häuschen aus den Siebzigerjahren werfe.

Eine wirklich fantastische Tarnung, denke ich grinsend.

Es mag sich alles anders anfühlen, doch aussehen tut alles komischerweise ganz genau wie vorher.

"Hab einen schönen Tag", sagt Stu und zieht dabei hinter seinem schwarzen Hornbrillengestell eine Augenbraue hoch. Dann macht er sich auf den Weg ins Lehrerzimmer.

"Du auch", schreie ich ihm hinterher und verharre zögernd im Gang, während er aus meinem Blickfeld verschwindet. Instinktiv verziehe ich mich auf die Mädchentoilette, wo ich auf dem Handy Candy Crush spiele, bis ich höre, wie sich der Pausenhof mit Leuten füllt. Ich wünschte, Stu müsste nicht immer so früh in der Schule sein. Doch er ist Lehrer, also hat er keine große Wahl. Libby kam manchmal auch früher, um mir Gesellschaft zu leisten, aber diese Zeiten sind ein für alle Ma

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