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Das Wunder dieser einen Nacht von Brooks, Helen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2013
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Das Wunder dieser einen Nacht

'Du willst das Baby, aber nicht mich?' In seinem ganzen Leben war Forde Masterson noch nicht so fassungslos! Sieht Melanie denn nicht, welch überwältigendes Geschenk ihnen die letzte gemeinsame Liebesnacht beschert hat - eine Chance, ihre Ehe zu retten, zu dritt für immer glücklich zu sein? Doch die Verzweiflung in den Augen seiner Frau ist nicht gespielt: Melanie kann ihm einfach nicht vertrauen. Aber Forde beschließt, mit Herz, Seele und seiner ganzen Liebe um das Glück zu kämpfen. Schließlich steht Weihnachten vor der Tür, die Zeit der Wunder ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 10.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733700164
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 375 kBytes
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Das Wunder dieser einen Nacht

2. KAPITEL

Das war so typisch für Forde Masterson! Damit hatte Melanie eigentlich rechnen müssen, früher oder später erwischte er sie immer auf dem falschen Fuß.

Seine gnadenlose psychologische Kriegsführung hatte ihm auch beruflich zu großem Erfolg verholfen. Mit achtzehn Jahren hatte Forde das Erbe seiner Großmutter benutzt, um quasi von seinem Kinderzimmer aus in die Immobilienbranche einzusteigen. In mittlerweile sechzehn Jahren hatte er sich vom Amateur zu einem millionenschweren Unternehmer gemausert.

Freunde nannten ihn erbarmungslos, zu fokussiert und zu unbeweglich - seine Feinde benutzten wesentlich negativere Begriffe, um Forde zu beschreiben. Doch selbst sie mussten zugeben, dass seine Methoden weitaus fairer waren als die anderer Immobilienhaie. Er konnte zwar unerbittlich sein, wenn die Situation es erforderte, trotzdem war er ein Ehrenmann. Eine Seltenheit in dieser Branche.

In der Dunkelheit konnte sie sein Gesicht erst erkennen, als er ihr ganz nahe kam. Sie schluckte. "Ich meine es ernst, Forde. Ich will nicht über uns reden."

"Das verlange ich auch gar nicht. Ein einfaches Ja oder Nein reicht mir schon."

Melanie wandte sich von ihm ab und entzog ihm energisch ihre Hand. "Wozu das Ganze? Es ist vorbei. Uns gibt es nicht mehr als Paar. Akzeptiere das endlich! Ich habe es auch getan." Eine glatte Lüge.

"Du hast meine Frage nicht beantwortet."

"Muss ich auch nicht." Mit zitternder Hand nahm sie ihr Weinglas und trank einen großzügigen Schluck. "Dies ist mein Haus, und ich stelle hier die Regeln auf."

"Du hast nie an Happy Ends geglaubt, Nell, oder?"

Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Forde konnte beobachten, wie Melanie innerlich dicht machte. Diese Fähigkeit hatte sie schon immer besessen. Sobald es ihr zu viel wurde, zog sie eine schützende Mauer um ihre wahren Gefühle. Allerdings gelang es ihm in neun von zehn Fällen, diese Mauer zu überwinden.

Er wusste, was für eine schwere Kindheit sie gehabt hatte. Da sie schon mit drei Jahren zur Vollwaise geworden war, konnte sie sich an ihre leiblichen Eltern nicht mehr erinnern. Zuerst nahm sie die Großmutter mütterlicherseits auf, doch tragischerweise starb auch sie nur ein Jahr später. Niemand aus Melanies Familie sprang ein, und so wurde das kleine Mädchen von einem Kinderheim ins nächste abgeschoben.

Sie hatte selbst einmal zugegeben, ein ziemlich schwieriges Kind gewesen zu sein. Wer konnte es ihr verdenken? Als Forde sich in sie verliebte, wollte er alles für sie besser und leichter machen. Das wünschte er sich immer noch. Nur leider wehrte sie sich mit Händen und Füßen dagegen!

"Vom ersten Tag unserer Beziehung an hast du darauf gewartet, dass wir uns entzweien", fuhr er in ruhigem Ton fort. "Du hast gewartet, bis endlich alles schief geht. Das ist mir erst kürzlich klar geworden. Keine Ahnung warum, denn Anzeichen dafür gab es ja genug."

"Ich weiß nicht, wovon du da sprichst", erwiderte sie leise.

Nachdenklich sah er dabei zu, wie sie ihr zweites Glas Wein leerte. Ihre Körpersprache und ihre zittrige Stimme standen im Kontrast zu ihrer ausdruckslosen Miene. Hinter der Maske einer souveränen und fähigen Geschäftsfrau hatte Melanie fürchterliche Angst. Vor ihm.

Forde wusste, dass sie ihn geliebt und ihm vertraut hatte. Und genau das hatte sie verletzlich und unsicher gemacht. Ihr ganzes Leben lang war sie emotional auf sich allein gestellt gewesen, ganze fünfundzwanzig Jahre. Es war schwierig gewesen, ihre harte Schale zu durchbrechen, aber er hatte es geschafft. Sie hatte es zugelassen ... sich ihm geöffnet. Aber nicht weit genug, sonst würden sie wohl kaum in diesem Dilemma stecken.

Er versuchte, seine Gedanken in Worte zu fassen. "Nach dem Unfall habe ich mir selbst die Schuld an allem gegeben, weißt du? Weil wir beide so distanziert waren. Jedes Gespräch verwandelte sich blitzschnell in einen Streit. Ich konnte trotzdem

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