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Date mit einer Unbekannten Liebesgeschichte von Fox, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.09.2016
  • Verlag: édition el!es
eBook (ePUB)
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Date mit einer Unbekannten

Auf einem Social Network für Lesben lernen Bea und die gehörlose Jeanny sich kennen. Die Chats werden schnell heiß und intim, und so drängt Bea darauf, Jeanny endlich persönlich zu treffen. Doch Jeanny lässt sich darauf nicht ein. Nachdem Bea in Gesprächen mehr über Jeannys Leben herausgefunden hat, setzt sie sich über ihre Wünsche hinweg und taucht auf ihrer Arbeitsstelle auf - wo man nichts von einer Jeanny weiß ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 108
    Erscheinungsdatum: 06.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956091971
    Verlag: édition el!es
    Größe: 549 kBytes
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Date mit einer Unbekannten

W ie immer in den letzten Tagen war Beas erste Tat am Morgen der Griff zum Einschaltknopf des Computers. Sie freute sich auf die E-Mail von Jeanny. Bisher hatte sie jeden Morgen eine kurze Nachricht von ihr im Postfach gehabt. Aber diesmal wurde ihre Hoffnung enttäuscht. Keine Mail, kein Wort.

Seufzend brühte sie sich einen Tee auf. Es war Samstag, vielleicht schlief Jeanny heute länger. Ein paar Minuten später ging sie mit der Tasse in der Hand an den Schreibtisch zurück. Immer noch nichts.

Jetzt wurde Bea doch nervös. War etwas passiert? Hatte sie gestern etwas geschrieben, das Jeanny verstimmt haben könnte? Schnell öffnete sie den Ordner, in dem sie alle E-Mails von und an Jeanny speicherte. Aber sie fand nichts Anstößiges. Dann durchsuchte sie den Spam-Ordner. Alle möglichen Viagra-Präparate wurden da angepriesen, aber von Jeannys Namen keine Spur. Also war ihre Mail auch nicht versehentlich dort gelandet.

Es klingelte an der Tür. Besuch am Samstagmorgen? Das konnte nur Franzi sein. Bea öffnete.

Wie erwartet wedelte Franzi mit einer Tüte frischer Brötchen vor ihrer Nase herum. "Gibt's noch Kaffee?"

"Es gab noch gar keinen." Bea ließ sie eintreten.

"Dann wird es aber höchste Zeit. Du hast ja das Temperament einer Schlaftablette." Tatkräftig machte Franzi sich an der Kaffeemaschine zu schaffen und häufte die doppelte Dosis Kaffee in den Filter, während Bea den Tisch deckte.

Wenig später saßen sie am Tisch, und der Kaffee verströmte seinen herben Duft durchs ganze Haus. Bea hoffte, dass nicht noch die Nachbarn klingeln würden und sich zum Frühstück einluden. "Da bleibt ja glatt der Löffel drin stehen", sagte sie nach dem ersten Schluck und verzog das Gesicht. "Willst du mich mit einem Herzinfarkt umbringen?"

"Dafür muss man dich erst mal wiederbeleben, so wie du aussiehst", erwiderte Franzi ungerührt. "Erzähl mal, was gibt's denn Neues?"

Gelangweilt biss Bea in ihr Marmeladenbrötchen. "Was soll's denn Neues geben? Die Sonne geht früh auf und abends wieder unter."

"Du weißt schon, was ich meine. Hast du mal auf die Seite geschaut, die ich dir genannt habe?"

"Hm." Das Brötchen wollte nicht so recht rutschen. Im Gegenteil. Der Brei im Mund schien immer mehr zu werden.

"Und?"

Krampfhaft würgte Bea den Brötchenbrei runter. "Was und?"

"Na, hast du jemand kennengelernt?"

"Ich schreib mit einigen." Einen Schluck Kaffee hinterher.

"Also bist du doch fündig geworden?"

Nächster Bissen. Ein bisschen kauen, um Zeit zu gewinnen. "Es klingt ganz interessant. Mal sehen, was daraus wird."

Franzi sah Bea scharf an. "Du hast jemand ganz Spezielles im Auge. Das sehe ich dir doch an."

"Hab ich eine Leuchtreklame auf der Stirn?" Bea fühlte sich durchschaut. Wahrscheinlich hätte sie wissen müssen, dass es zwecklos war, ihrer besten Freundin etwas zu verheimlichen. Franzi würde so lange bohren und löchern, bis sie alles aus Bea herausgequetscht hatte. "Also gut", seufzte sie. "Ja, da ist eine Frau, die mir gefällt."

"Nur gefällt? Ganz sicher? Nach deinen Augenringen zu urteilen, hast du die ganze Nacht mit ihr verbracht. Ich weiß nur nicht, in welcher Form."

Nach einigem Zögern rang Bea sich schließlich durch und erzählte von Jeanny. Wie fasziniert sie von ihr war und dass sie die ganze Nacht kaum ein Auge zugetan hatte, weil sie ständig ihr Bild vor sich sah.

"Das muss ja eine Hammerfrau sein", kommentierte Franzi beeindruckt. "Zeigst du sie mir?"

Wortlos führte Bea sie zum Computer. Als Bildschirmschoner hatte sie eine Diashow eingerichtet. Verschiedene Fotos einer langhaarigen Dreißigjährigen wechselten einander ab.

"Ich muss wohl nicht erst fragen, ob sie das ist?", mutmaßte Franzi.

Bea nickte.

"Dann ist deine Schlaflosigkeit allerdings begründet. Sie sieht wirklich toll aus." Franzi betrachtete die Bilder einen zweiten Durchlauf lang. "Sie sieht

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