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Dein Kuss unterm Mistelzweig von Morris, Julianna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2016
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Dein Kuss unterm Mistelzweig

Weihnachten in der Familie, mit dem Mann, der Shannons Herz im Sturm erobert hat. Zärtlich küsst Alex sie unter dem Mistelzweig. Aber ist der attraktive Witwer wirklich schon bereit für eine neue Beziehung?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 123
    Erscheinungsdatum: 10.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956499944
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 541 kBytes
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Dein Kuss unterm Mistelzweig

1. KAPITEL

Shannon stellte das Auto auf dem Parkplatz vor der Post ab und nahm die Weihnachtskarten vom Beifahrersitz. Normalerweise hätte sie die vom Büro aus verschickt, aber sie hatte einige Tage freigenommen. Allerdings nur ungern.

Aus einem Geländewagen, der in der Nähe angehalten hatte, stieg gerade ihr neuer Nachbar aus. Sie hatte ihn erst einmal gesehen, wusste aber von der klatschsüchtigen Verwalterin der Reihenhaussiedlung einiges über ihn. Er hieß Dr. Alex McKenzie, war vierunddreißig und verwitwet. Zurzeit lehrte er als Dozent am College in Seattle sein Spezialfach Tiefbau.

Außerdem ist er unglaublich attraktiv, dachte Shannon und stieg aus.

"Jeremy, lass Mr. Tibbles im Wagen", bat Alex McKenzie den Jungen im Kindersitz. Er löste den Sicherheitsgurt und half dem Kleinen, der ein abgewetztes Plüschkaninchen fest an die Brust presste, aus dem Auto.

Shannon wurde seltsam warm ums Herz, als sie den Jungen sah: eine Miniaturausgabe des Vaters und viel zu ernst für sein Alter.

"Es macht Mr. Tibbles sicher nichts aus, kurz allein zu bleiben", drängte Dr. McKenzie.

Jeremy schüttelte den Kopf und drückte das Spielzeug noch fester an sich.

"Na gut!" Seufzend strich sein Vater ihm über das dunkle Haar. "Bleib du hier stehen, während ich die Pakete hole."

Kurz darauf manövrierte er den Kleinen sowie einen hohen Stapel Pakete zur Tür des Postamts.

Shannon lief ihnen nach. "Dr. McKenzie!", rief sie. "Warten Sie, ich helfe Ihnen."

Alex drehte sich um und sah eine umwerfend attraktive junge Frau mit kupferroten Haaren auf sich zukommen. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor, er wusste aber nicht, woher.

"Entschuldigen Sie, aber kennen wir uns?", fragte er zögernd.

"Ich bin Shannon O'Rourke, Ihre Nachbarin", stellte sie sich vor.

"Ach ja, richtig!"

Jetzt erinnerte er sich an den Tag, als er und Jeremy in der Reihenhaussiedlung eingezogen waren. Er hatte gerade mit den Möbelpackern geredet, als in der Auffahrt nebenan ein Auto anhielt. Eine Frau in einem weiten Mantel war ausgestiegen und hatte ihm kurz zugewinkt, bevor sie vor dem Regen ins Haus geflüchtet war. Unter der Kapuze hatte er nur einen Schimmer roter Haare wahrgenommen, dann war sie verschwunden.

Jetzt trug sie Designerjeans und einen Kaschmirpullover, ein Outfit, das ihre blendende Figur mit der schlanken Taille und den langen Beinen perfekt zur Geltung brachte.

Shannon O'Rourke wirkte sehr selbstsicher und lächelte ihn gewinnend an.

Eins der Päckchen glitt ihm aus der Hand, und sie fing es geschickt auf. "Lassen Sie mich Ihnen ein paar abnehmen", bot sie an. Ohne auf seine Zustimmung zu warten, griff sie auch schon zu. "So, kommen Sie?"

Alex zog leicht die Brauen hoch. Schüchtern und zurückhaltend waren Begriffe, die anscheinend nicht zu ihrem Wortschatz gehörten.

Wortlos nahm er Jeremy bei der Hand und folgte Shannon.

Ihm graute vor dem bevorstehenden Weihnachtsfest. Wie sollte er seinem Sohn über diese Zeit hinweghelfen? Jeremy war erst vier, und er würde zum ersten Mal ohne seine Mutter feiern müssen. Ihr Tod im vergangenen Januar hatte eine riesige Lücke in sein Leben gerissen. Eine perfekte Mutter wie sie konnte unmöglich ersetzt werden.

Beim Gedanken an Kim wurde Alex von Trauer überwältigt. Sie war eine wunderbare Frau gewesen, sanft und verständnisvoll. Nachdem er selbst als Kind die Ehehölle seiner ständig streitenden Eltern miterlebt hatte, war ihm das wie ein besonderes Geschenk erschienen.

Ja, eine Liebe wie die zwischen ihm und Kim gab es nur einmal im Leben. Trotzdem hatte er seine Frau oft monatelang allein gelassen, um an Projekten im Ausland zu arbeiten.

Im Nachhinein bedauerte er jede Minute, die er nicht mit ihr verbracht hatte, aber wie so oft kam die Reue zu spät.

Shannon stieß die Tür zum Postamt mit der Hüfte auf und ließ ihren Nachbarn

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