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Deine Liebe heilt mein Herz von Smart, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Deine Liebe heilt mein Herz

Den charismatischen Millionär Nicolai Baranski zu heiraten, scheint Rosa die ideale Lösung. Denn er glaubt genauso wenig an romantische Gefühle wie sie selbst. Doch elf Monate später erkennt sie ihren Irrtum. Jeder Mensch braucht Liebe. Auch sie. Gerade sie! Was unmöglich scheint, solange sie mit Nicolai verheiratet ist. Keinen Tag länger will sie an der Seite ihres eiskalten Ehemannes leben. Sie verlangt die Scheidung - und erkennt verblüfft, dass Nicolai um sie kämpft! Aber warum? Aus verletzter Eitelkeit - oder hegt er etwa doch das Gefühl für sie, das man Liebe nennt?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 10.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733700676
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 879 kBytes
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Deine Liebe heilt mein Herz

1. KAPITEL

Rosa Baranski saß barfuß auf der Arbeitsplatte in ihrer Küche. Während sie darauf wartete, dass der Kaffee durchlief, starrte sie den Fußboden an. Die Steinfliesen waren ihr zuwider. Trotz der Fußbodenheizung wurden sie nie richtig warm. Der kalte Boden erinnerte sie an die Heime, in denen sie aufgewachsen war.

Es waren keine schönen Erinnerungen. Vierzig lärmende Kinder, ständig wechselndes Pflegepersonal, Aufenthaltsräume und Schlafsäle, gefliest mit kaltem Stein. Und was für Rosa das Schlimmste gewesen war: Nie und nirgends konnte man allein sein. Wie hatte sie sich damals nach einem eigenen Zimmer gesehnt!

Zwanzig Jahre waren seither vergangen, und jetzt hatte sie ein ganzes Haus für sich. Aber mittlerweile wusste sie, dass Stille noch schlimmer sein kann und Einsamkeit die Seele krank macht.

Anders als damals, als sie zum ersten Mal davon träumte, zu fliehen, gab es heute niemanden mehr, der sie davon abhalten konnte. Sie war eine erwachsene Frau. Nur mit Nico musste sie vorher reden. Sosehr ihr auch davor graute, sie schuldete ihm eine Erklärung. Sang- und klanglos zu verschwinden wäre unfair.

Sie zog das Handy aus der Gesäßtasche und las wohl zum hundertsten Mal die SMS ihres Bruders. Warum löschte sie die Nachricht nicht endlich, deren knapper, höflicher Text sie so verletzte?

Sie zuckte zusammen, als Autoreifen auf der Kieseinfahrt knirschten, und schaute aus dem Küchenfenster. Ein schwarzer Maserati fuhr hinunter in die Garage.

Nicolai war von der Geschäftsreise zurück.

Ihr Magen verkrampfte sich, die Handflächen wurden feucht. Wie damals, dachte sie beklommen, vor unserer ersten Begegnung.

Wie damals wünschte sie, sie hätte es hinter sich.

Damals war vor siebzehn Monaten gewesen, als sie mit fünf weiteren Kandidatinnen im Vorzimmer seines Büros auf ein Vorstellungsgespräch gewartet hatte. Nicolai Baranski, Besitzer und Präsident von Baranski Mining, suchte eine Vertretung für seine Assistentin, die seit ein paar Tagen im Mutterschaftsurlaub war. Er hatte den Ruf eines schwierigen Vorgesetzten mit ungewöhnlich hohen Ansprüchen. Offenbar zu Recht - Rosa fiel auf, dass die Vorzimmerdame vor jedem Anklopfen an seiner Tür tief Luft holte. Und alle Bewerberinnen verließen sein Büro gleichermaßen eingeschüchtert und erleichtert. Eine von ihnen hatte Tränen in den Augen. Als man Rosa aufrief, als Letzte, war sie ein Nervenbündel.

Ihre Überraschung hätte kaum größer sein können.

Statt des erwarteten Ungeheuers sah sie sich einem ausgesprochen attraktiven Mann mit sehr breiten Schultern und leicht zerzaustem schwarzem Haar gegenüber, der sie aus erstaunlich grünen Augen eingehend musterte und höflich bat, Platz zu nehmen. Darauf stellte er ihr in schnellem Russisch mehrere Fragen, auf die sie ihm fehlerfrei und flüssig antwortete.

"In Ihrem Lebenslauf steht, Sie haben in Russland studiert und anschließend für ein Unternehmen in Sankt Petersburg gearbeitet, bevor Sie nach London zurückgekommen sind."

"Das ist richtig."

Er sah auf. "Ihre Referenzen sind ausgezeichnet. Warum streben Sie einen Jobwechsel an?"

"Meine Aufstiegschancen dort sind ungewiss. Ich habe meine Kündigung schon eingereicht."

"Hmm ... Haben Sie sich noch bei anderen Unternehmen beworben?"

"Nein, nur bei Ihrem. Ihr Angebot war das interessanteste."

"Ist Ihnen klar, dass der Posten mit häufigen Reisen verbunden ist?"

"Das war einer der Gründe, weshalb ich mich beworben habe." Je öfter, umso besser. Natürlich verschwieg sie das. Sie trennte ihr Privatleben stets strikt von ihrem Beruf.

"Auch, wenn Sie manchmal innerhalb von vierundzwanzig Stunden abreisen müssen?"

"Das spielt keine Rolle."

"Sie sollten wissen, dass ich im Büro nicht auf die Uhr schaue, Miss Carter."

"Das ist mir bekannt, Mr Baranski. Sie zahlen nicht umsonst ein hervorragen

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