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Der Altman-Code Roman von Ludlum, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der Altman-Code

Die U.S. Marine hat einen chinesischen Frachter im Visier, der im Verdacht steht, gefährliche Chemikalien in den Irak zu transportieren. Um einen diplomatischen Supergau zu verhindern, muss der Geheimdienst herausfinden, ob aus dem Verdacht tatsächlich Wirklichkeit wird. Für diese Aufgabe gibt es keinen Besseren als den Chef der Geheimabteilung Covert One: Jon Smith. Was er entdeckt, bestätigt die schlimmsten Albträume. Robert Ludlum erreichte mit seinen Romanen, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden, weltweit eine Auflage von über 300 Millionen Exemplaren. Robert Ludlum verstarb im März 2001. Die Romane aus seinem Nachlass erscheinen bei Heyne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 624
    Erscheinungsdatum: 31.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641093846
    Verlag: Heyne
    Größe: 1506 kBytes
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Der Altman-Code

1

Dienstag, 12. September Washington, D. C.

In Washington heißt es, die Regierung wird von Anwälten kontrolliert, aber die Anwälte ihrerseits unterliegen der Kontrolle der Geheimdienste. Die Stadt ist durchzogen von einem Netz von Geheimdiensten, angefangen bei den gleichermaßen legendären Behörden wie CIA und FBI und dem wenig bekannten NRO bis hin zu den so genannten Alphabet Groups in sämtlichen Bereichen von Militär und Regierung, einschließlich so illustrer Ministerien wie den Departments of State und Justice. Zu viele, fand Präsident Samuel Adams Castilla. Und zu sehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehend. Rivalitäten waren seit jeher ein Problem. Ein noch größeres Problem war die Weitergabe von Informationen, die unbeabsichtigt Desinformationen enthielten. Dann war da noch die gefährliche Schwerfälligkeit so zahlreicher bürokratischer Apparate.

Das und ein schwelender Konflikt auf internationaler Ebene bereiteten dem Präsidenten Kopfzerbrechen, als sein schwarzer Lincoln Towncar eine schmale Straße am Nordufer des Anacostia River entlangfuhr. Vom Motor war nur ein leises Summen zu hören, die getönten Fenster undurchsichtig. Die Limousine glitt an wild wucherndem Uferbewuchs und beleuchteten Jachthäfen vorbei, bis sie schließlich über die rostigen Schienen eines Nebengleises holperte und in eine belebte Marina bog, die vollständig eingezäunt war. Auf dem Schild am Eingang stand:

ANACOSTIA HOCHSEE-JACHTCLUB
ZUTRITT NUR FÜR MITGLIEDER

Der Jachtclub schien sich durch nichts von all den anderen zu unterscheiden, die östlich des Washington Navy Yard den Fluss säumten. Es war eine Stunde vor Mitternacht.

Nur wenige Meilen oberhalb der Stelle gelegen, wo der Anacostia in den breiten Potomac mündet, lagen in der Marina neben großen hochseetauglichen Motor- und Segeljachten auch die üblichen Sonntagsseglerboote. Präsident Castilla schaute aus seinem Fenster auf die Anleger hinaus, die in das dunkle Wasser ragten. An einigen legten gerade salzverkrustete Hochsee-Jachten an. Die Crews trugen noch Ölzeug. Er sah, dass auf dem Gelände auch fünf Holzbauten unterschiedlicher Größe standen. Sie waren genauso angeordnet, wie man es ihm beschrieben hatte.

Der Lincoln hielt hinter dem größten der beleuchteten Gebäude an einer Stelle, wo er von den Anlegern nicht zu sehen und von der Straße durch dichtes Gehölz verdeckt war. Vier der Männer, die im Lincoln mitgefahren waren, alle in dunklen Anzügen und mit Maschinenpistolen in den Händen, stiegen rasch aus und gruppierten sich um den Wagen. Sie rückten ihre Nachtsichtgeräte zurecht und suchten das Dunkel ab. Schließlich drehte sich einer der vier nach dem Lincoln um und nickte kurz.

Der fünfte Mann, der neben dem Präsidenten gesessen hatte, trug ebenfalls einen dunklen Anzug, war aber mit einer 9mm SIG Sauer bewaffnet. Auf das Zeichen hin reichte ihm der Präsident einen Schlüssel, worauf er von der Limousine zu einem versteckten Seiteneingang des Gebäudes eilte. Er steckte den Schlüssel in ein verborgenes Schloss, öffnete die Tür, drehte sich um und spreizte, die Waffe im Anschlag, die Beine.

Im selben Moment öffnete sich die Autotür, die dem Gebäude am nächsten war. Die Nachtluft war kühl und frisch, durchsetzt von Dieselgestank. Der Präsident stieg aus - ein großer, stämmiger Mann in Chinos und einem legeren Sportsakko. Für einen Mann seiner Größe bewegte er sich flink, als er das Gebäude betrat.

Der fünfte Begleiter schaute sich ein letztes Mal um und folgte ihm mit zwei der vier anderen. Die verbleibenden beiden bezogen Stellung, um den Lincoln und den Seiteneingang zu bewachen.

Nathaniel Frederick ("Fred") Klein, der zerknitterte Chef von Covert-One, saß an einem unaufgeräumten Metallschreibtisch in seinem engen Büro im Innern des Marinagebäudes. Das war die neue Covert-One-Schaltzentrale. Anfangs, vor ledigl

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