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Der Aufstieg der Lorimers Triumph und Fall von Melville, Anne (eBook)

  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Der Aufstieg der Lorimers

Der fulminante Auftakt der großen, dramatischen Bestseller-Saga um das Schicksal der englischen Handelsfamilie Lorimer. England zu Zeiten Queen Victorias: Das Haus Lorimer ist auf dem Gipfel seiner Macht. Das Oberhaupt John Junius Lorimer führt seine Bank ebenso wie seine Familie mit eiserner Hand. Doch hinter der Fassade lauern Geheimnisse, die deren Stand und Glanz gefährden. John Junius hochmütige Frau Georgiana sowie seine ungleichen Kinder Ralph, William und Margaret sind nur Schachfiguren im Kampf um das Überleben der Handelsdynastie. Während William sich fügt und Ralph mit den Sünden seiner Ahnen hadert, rebelliert vor allem Margaret. Leidenschaftlich kämpft sie um ihre Unabhängigkeit, für die Erfüllung ihrer Wünsche und um ihre Liebe. Sie löst sich aus dem Schatten des mächtigen, alles bestimmenden Vaters, und beginnt gegen die viktorianischen Konventionen, die Vorurteile der Familie und einer ganzen Epoche, ein Medizinstudium in London ... Die Lorimer-Saga, die Geschichte einer Handelsfamilie, geht weiter mit Band 2 - 'Das Erbe der Lorimers'; und Band 3 - 'Schicksalsjahre der Lorimers'.

Anne Melville, geboren 1926 in Harrow, war ein Pseudonym der britischen Schriftstellerin Margaret Potter. Sie studierte Geschichte in Oxford und war Autorin zahlreicher Romane, Kinderbücher und Kurzgeschichten. Sie arbeitete unter anderem einige Jahre als Lehrerin in Ägypten sowie als Herausgeberin einer Kinderzeitschrift. Privat war sie mit dem Schriftsteller und Historiker Jeremy Potter verheiratet. Sie verstarb 1998 nach kurzer Krankheit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 367
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841218674
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2922 kBytes
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Der Aufstieg der Lorimers

 

 

PROLOG
Die Vorfahren

 

 

 

 

 

 

 

Eines stürmischen Tags im Jahr 1677 stach ein rothaariger junger Kapitän namens Brinsley Lorimer von Bristol aus in See. Die Reise ging zur Westküste Afrikas, nach Guinea, wo er seine Handelsware gegen eine Ladung gesunder Sklaven eintauschen wollte. Die Menschenfracht würde zwar nicht vollzählig jenseits des Atlantik ankommen, aber auch wenn er alle diejenigen verkaufte, die lebendig auf Jamaika landeten, könnte er mit einer ansehnlichen Ladung Zucker, Rum und Indigo nach Bristol zurückkehren. Blieb das Glück ihm weiterhin hold, so würde er in jedem Hafen seinen Profit machen. Nicht von ungefähr hatte diese Route den Namen »Das goldene Dreieck« erhalten.

Brinsley Lorimer war ein Aventurierkaufmann im wahrsten Sinn des Wortes, obwohl er nicht unter Kontrakt fuhr. Der Segler, den er befehligte, war sein Eigentum, und sein Wagemut musste nicht nur den Elementen trotzen. Brinsley forderte den Zorn der Londoner Kaufleute heraus, die das Monopol für den Handel mit der Sklavenküste beanspruchten und auf einen königlichen Freibrief pochen konnten. Captain Lorimer ließ einen Berg Schulden an Land zurück, was ihn indes nicht weiter bedrückte, denn er hatte keine Angehörigen, die zur Bezahlung herangezogen werden konnten. Wenn sein Schiff, die Star of Bristow, untergehen sollte, so würden mit dem Kapitän auch dessen Schulden für immer auf dem Meeresgrund ruhen.

Aber die Star of Bristow ging nicht unter, und Brinsley Lorimer konnte am Ende der Reise mit dem erzielten Gewinn seine Gläubiger auszahlen und sich ein zweites Schiff kaufen. Ehe er aufs neue ausfuhr, nahm er sich eine Frau, zeugte einen Sohn und gab den Bau eines Guinea-Seglers in Auftrag, der länger und größer werden sollte als irgendein Schiff, das jemals aus dem großen Hafen Bristol vom Stapel gelaufen war. Aus Brinsleys Unternehmungen gingen im Lauf der Jahre eine bedeutende Schifffahrtsgesellschaft und eine wohlhabende Kaufmannsfamilie hervor. Die Lorimer-Linie - im doppelten Sinn des Wortes - war gegründet.

Zweihundert Jahre später war John Junius Lorimer das Oberhaupt der Familie. In der dazwischen liegenden Zeit wurden dem Hause Lorimer sowohl Söhne wie Töchter geboren, die allesamt nichts anderes waren oder sein wollten als Glieder einer Kette. Die Linie setzte sich ununterbrochen vom Vater auf den ältesten Sohn fort, und im Lauf der Generationen bildete sich ein festes Muster heraus. Die Lorimer-Väter waren Autokraten, die geborenen Herren über Schiffe und Kontore - die Lorimer-Söhne suchten ein eigenes Vermögen zu erwerben, während sie darauf warteten, ihr Erbe anzutreten.

Brinsleys Sohn, William Lorimer, fuhr nicht zur See wie sein Vater, setzte indessen die Handelsgeschäfte fort, kam zu Wohlstand und investierte seine Gewinne in den Bau von immer mehr Schiffen. Williams Sohn John rüstete noch vor seinem dreißigsten Jahr auf eigene Kosten ein Kaperschiff aus und brachte mit patriotischem Eifer eine spanische Galeone auf, die ihre dreißigtausend Pfund wert war. Mit dem Prisengeld errichtete John in der Nähe der Docks von Bristol eine Zucker-Raffinerie, die noch zu Lebzeiten seines Vaters William mit jedem schneeweißen Zuckerhut, den sie produzierte, das Familienvermögen um einiges mehrte.

Keiner dieser frühen Lorimers gab viel Geld für seinen persönlichen Komfort aus. Ob sie in einer engen Kajüte hin- und hergeschleudert wurden oder sich lange Stunden hindurch im schlecht beleuchteten Kontor mit Zahlen herumschlugen, immer waren sie viel zu sehr mit dem Erwerb eines Vermögens beschäftigt, als dass sie Zeit gefunden hätten, es zu genießen.

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