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Der Benedict Clan - Der Mitternachtsmann von Blake, Jennifer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Der Benedict Clan - Der Mitternachtsmann

Die Welt der Liebesromane ist wunderschön - und so ganz anders als die Realität, in der sich die erfolgreiche Autorin April Halstead auf einmal befindet. Denn nach einem ersten obszönen Anruf während einer Radioshow wird auf sie eine ganze Serie von Anschlägen verübt. April hat keine Ahnung, wer sie so hassen könnte. Doch Luke Benedict, mit dem sie früher eine leidenschaftliche Liebe verband, ahnt, dass der Täter etwas mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu tun hat. Um April besser beschützen zu können, entführt er sie auf sein Boot in die geheimnisvolle Sumpflandschaft Louisianas ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955761424
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 562 kBytes
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Der Benedict Clan - Der Mitternachtsmann

2. KAPITEL

L ukes Wut begann erst langsam zu verrauchen, als Mulberry Point bereits mehrere Meilen hinter ihm lag. Eigentlich hätte ihn das, was April gesagt hatte, nicht weiter stören sollen, aber es störte ihn trotzdem. Sie schaffte es immer wieder mit traumwandlerischer Sicherheit, ihn auf die Palme zu bringen. Manche ihrer Spitzen waren wie Schlangenbisse; er spürte den Schmerz, und Minuten später entfaltete das Gift seine tödliche Wirkung.

Obwohl sie es nicht Absicht macht, dachte er. Sie merkte einfach nicht, wie dünnhäutig er war. Niemand merkte es, und das konnte ihm nur recht sein.

Er hatte in dem Jahr, seit April wieder zurückgekehrt war und das alte Haus der Tullys gekauft hatte, nicht viel von ihr gesehen. Ihr Auftauchen bei seiner Open-House-Party am Memorial Day war reiner Zufall gewesen. Sie war als moralische Unterstützung seines Cousins Kane gekommen, als der mit seiner rothaarigen Yankeelady Regina Zoff gehabt hatte. Inzwischen hatten Kane und Regina ihre Probleme beigelegt und beschlossen zu heiraten. Luke fragte sich, wie April sich dabei wohl fühlte, da sie und Kane auf der High School eine Weile unzertrennlich gewesen und immer noch locker befreundet waren. Er wusste, dass April zur Hochzeit kommen würde, weil Regina sie gebeten hatte, ihre Ehrenjungfrau zu sein. Das könnte interessant werden, da er Kanes Trauzeuge sein würde.

Himmel, er hatte fast einen zu viel bekommen, als er vorhin diesen Fiesling am Telefon gehört hatte. Ekelhaft. Bei der Vorstellung, dass sie das Opfer derart widerlicher Attacken war, knirschte er vor Wut mit den Zähnen. April war über sein Auftauchen nicht besonders glücklich gewesen, aber er war froh, dass er es gemacht hatte. Jetzt wusste er wenigstens, wie fertig sie wegen diesem Anruf gewesen war, auch wenn sie sich weigerte, es zuzugeben.

Vielleicht konnte er von dem Sender ja einen Mitschnitt der Sendung bekommen. Roan hatte eine ganz gute technische Ausstattung, und vielleicht konnte er die Hintergrundgeräusche so weit ausblenden, dass man die Stimme des Anrufers identifizieren konnte. Als Sheriff musste Roan ohnehin von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt werden, und wenn April es nicht machte, würde er es eben tun. Auch wenn April es ihm wahrscheinlich nicht danken würde, aber damit konnte er leben. Von ihr etwas zu erwarten, hatte er schon seit langem aufgegeben.

Jetzt kam er wieder an Chemin-a-Haut vorbei, da Aprils Haus ein paar Meilen weiter unten lag. Als sie vorhin das Interview mit ihr im Radio gebracht hatten, war er auf dem Weg in die Stadt gewesen und sofort zurückgefahren, um nach ihr zu schauen. Aber er würde jetzt nicht zu Hause anhalten, sondern gleich durchfahren.

Beim Anblick seiner schnurgeraden grünen Felder, die sich bis zu der Baumgrenze ganz hinten in der Ferne erstreckten, ging ihm wie immer das Herz auf - auch wenn er über einen mit Unkraut zugewucherten Entwässerungsgraben die Stirn runzelte. Er liebte das Leben auf der Farm, er liebte es, die Erde zu riechen und spüren. Die harte Arbeit in Wind und Wetter und die damit verbundene Unsicherheit störten ihn nicht; die ständige Herausforderung hielt ihn jung. Es gab keinen Ort auf der Welt, an dem er lieber leben würde als auf seiner modernen Plantage, mit dem See vor der Hintertür seines großen alten, im Kolonialstil erbauten Hauses, und den Sümpfen dahinter, die sich bis zum Ufer des Mississippi erstreckten. Und auch Turn-Coupe war ganz nach seinem Geschmack. Das verschlafene kleine Städtchen, das schon vor dem Bürgerkrieg existiert hatte, war groß genug, um alle seine Bedürfnisse zu befriedigen, und gleichzeitig doch nicht so groß, dass einen die Leute auf der Straße nicht grüßten, weil sie einen nicht kannten. Luke war entschlossen, sein ganzes Leben hier zu verbringen. Trotzdem war er immer noch überrascht, dass April offenbar dasselbe beschlossen hatte.

Sie hatte auf den Unfall angespielt. Das war erstaunlich. Auch wen

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