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Der Benedict Clan - Zwischen Hoffen und Bangen von Blake, Jennifer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Der Benedict Clan - Zwischen Hoffen und Bangen

Es ist eine Verzweiflungstat: Janna fesselt Clay Benedict, der sie in der einsamen Jagdhütte überrascht hat. Er soll ihr Gefangener bleiben - nur so kann sie vor ihm verbergen, dass ihre todkranke Tochter Lainey hier in Turn-Coupe für viel Geld eine Spenderniere bekommen soll. Und niemals darf er erfahren, dass sein verstorbener Bruder Matt Laineys Vater ist. Nicht gerechnet hat Janna mit der erotischen Spannung, die sich zwischen ihr und Clay entwickelt - und schon gar nicht mit Mord: Im Sumpfgebiet werden die Leichen von zwei Jugendlichen entdeckt, denen man Organe entnommen hat. Janna befürchtet, dass Dr. Gower von der Transplantationsklinik etwas damit zu tun hat. Kann sie es wagen, Clay die ganze Wahrheit zu sagen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955761448
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 509 kBytes
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Der Benedict Clan - Zwischen Hoffen und Bangen

1. KAPITEL

C lay Benedict lag, die lange Gestalt in unbewusster Würde hingestreckt, ohnmächtig auf dem abgetretenen Küchenfußboden der alten Angelhütte. Janna Kerr hielt eine Hand vor den Mund gepresst und schaute, starr vor Schreck, auf ihn hinunter. Gleichzeitig jubelte sie innerlich über den unverhofften Erfolg. Sie hatte ihn, sie hatte Clay Benedict, den einzigen Mann auf der ganzen Welt, der ihr irgendwie von Nutzen sein konnte. Es war vollbracht. Sie hatte eine drohende Katastrophe in einen sicheren Triumph verwandelt.

Es schien zu glatt gegangen zu sein. Ein Umstand, der sie beunruhigte, da in ihrem Leben in den vergangenen Jahren kaum etwas glatt gegangen war.

Er wirkte wie tot, aber das war unmöglich. Bestimmt war er nicht tot, oder etwa doch? Sie hatte keine Zeit für sorgfältige Erwägungen gehabt, keine Zeit für irgendetwas anderes, außer sich einen Weg zu überlegen, wie sie ihn am Weggehen hindern konnte. Die Wirkung des Schlafmittels hatte so lange auf sich warten lassen, dass sie bereits angefangen hatte, verzweifeltere Mittel in Erwägung zu ziehen. Zum Glück war das nicht nötig gewesen. Gerade eben hatte er noch an dem billigen Holztisch gesessen und mit seiner leeren Kaffeetasse herumgespielt, und im nächsten Moment war er schon in sich zusammengesackt und vom Stuhl gekippt.

Als er fiel, war er mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen, aber nicht besonders hart. Janna kniete sich neben ihn hin und berührte ihn flüchtig, dann zog sie die Hand schnell wieder zurück und ballte sie so fest zur Faust, dass sich ihre kurzen, sorgfältig gefeilten Nägel in ihre Handfläche gruben.

Was war, wenn er die Ohnmacht nur vortäuschte? Wenn er plötzlich die Augen aufschlug und sie packte? Sie war kräftig, da sie seit Jahren ihre kranke Tochter Lainey hob und trug; außerdem wrang sie ständig die schweren, meterlangen Stoffbahnen aus, die sie färbte. Dennoch, bei einem Ringkampf mit diesem Mann rechnete sie sich keine großen Chancen aus.

Er war das beeindruckendste Exemplar der männlichen Gattung, das ihr je unter die Augen gekommen war, hoch gewachsen und muskulös, mit der sonnenverbrannten Haut eines Menschen, der einen Großteil seiner Zeit im Freien verbringt. Der breite Brustkorb unter dem blauen T-Shirt verjüngte sich zu einer schmalen Taille und schlanken Hüften, an die sich eine ausgewaschene Jeans schmiegte. Sein scharf geschnittenes Gesicht und der schön geformte Mund wirkten entschlossen, obwohl dieser Eindruck durch die langen Wimpern und die Lachfältchen in den Augenwinkeln etwas abgemildert wurde. Sogar in seiner Ohnmacht wirkte er unerschütterlich in seiner Gewissheit, wer und was er war, und unbesiegbar.

Er war ein Benedict. Ein Benedict aus Turn-Coupe, Louisiana, mit all der an Anmaßung grenzenden Selbstsicherheit, die mit diesem Namen einherging.

Die Verärgerung, die bei diesem Gedanken in Janna aufstieg, gab ihr neue Kraft, so dass sie es schaffte, wieder die Hand auszustrecken, um an seinem Hals nach seinem Puls zu tasten. Ihre Finger waren vor Aufregung so kalt, dass sie bei der Berührung mit seiner warmen Haut überrascht zusammenzuckte. Sie hatte schon lange keinen Mann mehr berührt. Unter ihren Fingerspitzen konnte sie seine Bartstoppeln spüren. Es fühlte sich so intim an, dass sie eine Sekunde brauchte, bis sie sich auf das kräftige, gleichmäßige Pochen seiner Schlagader konzentrieren konnte. Sie zählte einen Moment lang mit, dann seufzte sie erleichtert auf und setzte sich auf die Fersen zurück.

Okay, sie hatte Clay Benedict. Aber was, um Himmels willen, sollte sie jetzt mit ihm machen?

Sie würde ihn nicht lange festhalten müssen, eine Woche, allerhöchstens zwei. Mittlerweile hatte sie schon genügend Hebel in Bewegung gesetzt, indem sie die Kontakte geknüpft, das Geld zusammengekratzt und sich mit Lainey hier in dieser alten Angelhütte am Ende der Welt vorübergehend einquartiert hatte. Dass sie jetzt auch noch Cl

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