text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Bergdoktor - Folge 1742 Die Menschen sprachen von einem Wunder von Kufsteiner, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
1,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Bergdoktor - Folge 1742

Über zwanzig Jahres sind vergangen, seit Sebastian Kreissler nach einem heftigen Streit von zu Hause weggegangen ist. Damals hat niemand an ihn und sein Talent geglaubt, nicht seine Eltern und nicht das Madel, das er geliebt hat. Ob sie wissen, dass er als Geiger eine große Karriere gemacht hat?

Eigentlich wollte Sebastian nie mehr nach St. Christoph zurückkehren, zu groß war seine Verbitterung. Doch seit er schwer krank ist und nicht mehr Geige spielen kann, denkt er immer öfters an die Heimat, und sein Heimweh wird beinahe übermächtig. Als die Schmerzen in seinem Körper besonders schlimm sind, zögert Sebastian nicht länger und macht sich auf den Weg. Schon als er den prächtigen Christbaum auf dem Dorfplatz sieht, spürt er einen tiefen Frieden im Herzen. Ich bin daheim!, denkt er - und bricht zusammen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 16.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732504718
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 653 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Bergdoktor - Folge 1742

Schloss Ambras, in der Nähe von Innsbruck gelegen, erstrahlte in festlichem Glanz. Die Laternen, die den Weg zum Schlossportal beleuchteten, trugen weiße Schneehauben. Die vielen Lichter des großen Christbaumes, der seitlich vom Portal aufgestellt worden war, spiegelten sich in den hohen Fenstern der herrlichen Fassade des Schlosses.

"Es ist immer wieder ein Erlebnis, hierher zu kommen", schwärmte Dr. Martin Burger, der Landarzt von St. Christoph.

Sabine, seine Frau, nickte. "Ganz besonders im Winter. Schau nur, der ganze Park ringsum schaut schon richtig weihnachtlich aus!"

"Gottlob haben sie den Weg vom Parkplatz herauf zum Schloss gut freigeschaufelt", stöhnte Dr. Pankraz Burger, Martins betagter Vater. "Jetzt schaut euch das einmal an! Wie machen das all die schönen Damen der Gesellschaft, mit so hohen Absätzen auf dem Schnee auch nur einen Meter weiter zu kommen?"

Sabine lachte und schob einen Arm unter den seinen.

"Die schönen Damen werden auch sehr fürsorglich von ihren charmanten Herren geführt."

"Ah ja, und du drehst das Ganze jetzt um und führst als schöne Dame mit hohen Absätzen einen charmanten Herrn, dessen Schuhsohlen ein griffiges Profil haben", brummte Pankraz und zwinkerte seiner Schwiegertochter zu.

"Da unterschätzt du meine Schuhe aber gewaltig, Vater", widersprach Sabine. "Erstens sind meine Absätze nicht so hoch und sehr stabil, zweitens haben auch meine schönen Schuhe ein Profil, das greift. Man sieht's halt net so deutlich wie bei den deinen."

Martin hörte dem Geplänkel amüsiert zu. Sein Vater sah in Sabine die Tochter, die er nie gehabt hatte, und Sabine mochte den raubeinigen alten Landarzt von Herzen. Das freute Martin Burger, denn Harmonie in der Familie war ihm sehr wichtig.

"Sabine, hast du die Eintrittskarten?", fragte er, als sie das mächtige Portal erreicht hatten.

Sie blieb stehen, ließ den Schwiegervater los und kramte in ihrer Abendtasche.

"Ja, hier sind sie. Erste Reihe? Das hab ich noch gar net gesehen! Wie hast du denn das geschafft?"

Martin lächelte geheimnisvoll. "Auch meine reizende Ehefrau muss net alles wissen."

"Du ..."

"Friede!", gebot Vater Pankraz. "Martin hat dem Dirigenten vorgestern nach einem Skiunfall das Kreuz behandelt, sonst könnte er heute gar net dirigieren. So, jetzt ist auch geklärt, woher die Karten in der ersten Reihe kommen."

"Schuft!", zischte Sabine leise, doch in ihren braunen Augen, die in so reizendem Gegensatz zu ihrem blonden Haar standen, tanzten goldene Pünktchen.

Martin liebte diese Pünktchen. Rasch gab er Sabine ein Busserl auf ihre kalte Wange, bevor er die Karten beim Eingang vorzeigte.

Die Atmosphäre in der Eingangshalle des Schlosses nahm jeden sofort gefangen. Der hohe Raum war weihnachtlich geschmückt, an einer langen Theke gab es wärmenden Punsch, der dankend angenommen wurde. Der Weg vom Parkplatz bis zum Schloss war zwar nicht sehr lang, aber es war ein klirrend kalter Abend, und der scharfe Wind kündigte wieder Schneegestöber an.

Pankraz Burger studierte das Programm, das passend zum Beginn des Advents gehalten war. Es spielte das Orchester des Landestheaters Innsbruck, die Gesangssolisten gehörten ebenfalls alle dem Ensemble dieses sehr guten Theaters an, doch der Solist auf der Geige war ein Gast.

Sebastian Kreissler - Violine

Pankraz war, als würde er diesen Namen kennen, doch er konnte ihn nicht zuordnen.

Kreissler - Kreissler ...

"Vater, es ist Zeit, wir müssen rein", mahnte Martin.

Pankraz Burger fuhr aus seinen Gedanken auf.

"Ja, ja, lass uns reingehen", murmelte er und folgte Sohn und Schwiegertochter.

"Du bist so nachdenklich", stellte Martin fest, als sie ihre Plätze eingenommen hatten.

"Ich glaube, ich kenne den Namen des Geigensolisten", murmelte Pankraz. "Aber ich komme net drauf, woh

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen