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Der Bergdoktor - Folge 1748 Sie kam nicht von ihm los von Kufsteiner, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.01.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Der Bergdoktor - Folge 1748

Viele haben Lea davor gewarnt, sich mit Jörg Poldner einzulassen. Der Bursch sei krankhaft eifersüchtig und unberechenbar! Doch Lea hat alle Warnungen ignoriert und ist zu ihrem Jörg auf den einsam gelegenen Berghof gezogen. Wie sehr sie diesen Schritt inzwischen bereut! Längst hat sie begriffen, dass Jörg unter gefährlichen Wahnvorstellungen leidet. Er kontrolliert jeden ihrer Schritte, und wehe, sie kehrt fünf Minuten zu spät vom Einkauf im Dorf zurück. Lea sieht keinen anderen Weg mehr, als die Konsequenzen zu ziehen und den Berghof zu verlassen. Doch sie weiß, dass sie ihre Flucht sehr gründlich planen muss. Sonst passiert eine Katastrophe ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 27.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732507634
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 682 kBytes
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Der Bergdoktor - Folge 1748

Es war ein klarer und kalter Wintermorgen. Die Sonne ging eben auf und vertrieb den frostigen Dunst, der noch zwischen den hohen, schlanken Föhren und den mächtigen Kiefern im Krähenwald hing. Eine dünne Schneeschicht hatte über Nacht alles zugedeckt, konnte aber den kraftvollen Strahlen der Sonne nicht lange standhalten.

Mitten im Krähenwald, verborgen zwischen Felsen und oberirdisch wachsenden Baumwurzeln, entsprang der Krähenbach, an dessen leise murmelndem Bett Bergfelden lag. Der kleine Weiler befand sich, etwa drei Kilometer von St. Christoph entfernt, im schönen Zillertal.

An diesem Morgen bedeckte eine Eisschicht den Bach, unter der aber noch ein schwaches Fließen zu erkennen war. Der Winter hatte gerade begonnen im Zillertal, die ersten Frostnächte waren da. Die strenge Kälte und die großen Schneemassen, die stets die kalte Jahreszeit in Tirol kennzeichneten, würden allerdings noch kommen.

Lea Lechner war an diesem Morgen etwas zeitiger aufgestanden. Die bildhübsche Hoftochter war Anfang zwanzig und ausgebildete Hauswirtschafterin. Die Arbeit machte ihr Spaß, und sie nahm ihrer Mutter vieles im Haushalt ab, wofür diese dankbar war.

Trude Lechner litt nämlich seit einer Weile an Hypertonie, die behandlungsbedürftig war. Sie musste Medikamente nehmen und kürzertreten. Das war ihr zunächst, nachdem Dr. Burger, ihr Hausarzt, die Diagnose gestellt hatte, nicht leichtgefallen. Die Bäuerin war eine fleißige, tüchtige Person, die Wert darauf legte, immer alles im Griff zu haben.

Inzwischen wusste sie den Haushalt bei Lea in guten Händen, und sie hatte gelernt, es ruhiger anzugehen.

Trude musste regelmäßig zur Untersuchung, so auch an diesem Morgen. Wegen der Medikamente durfte sie nicht selbst Auto fahren, weshalb Lea die Mutter nach St. Christoph in die Praxis des Bergdoktors brachte, wie er liebevoll und anerkennend von den Menschen im Tal genannt wurde.

Lea machte das gern, denn bei dieser Gelegenheit konnte sie stets ein kurzes Schwätzchen mit Bärbel Tannauer, der Sprechstundenhilfe im Doktorhaus, halten. Die beiden Madeln waren zusammen zur Schule gegangen und auch jetzt noch befreundet. Lea mochte auch Bärbels Verlobten Felix, es kam öfter vor, dass die drei zusammen etwas unternahmen.

Als die Mutter nun in die Küche kam, hatte Lea bereits das Frühstück gerichtet und erste Vorbereitungen fürs Mittagsmahl getroffen. So kam sie zeitlich nicht in Verzug, wenn sie aus St. Christoph zurück waren.

"Guten Morgen, Mama. Gut geschlafen?", fragte das Madel. "Setz dich nur, wir können gleich frühstücken. Ich hab mir gedacht, heut Mittag mach ich Blutwurst mit Stampfkartoffeln und Birnenkompott. Das ist net so viel Arbeit und recht herzhaft. Wo die Mannsbilder jetzt noch im Forst arbeiten, passt sich das schon, gelt?"

Trude Lechner maß ihre Tochter mit einem liebevoll anerkennenden Blick. Betrachtete man die Bäuerin, wusste man gleich, woher Lea ihre Anmut hatte. Auch die Mutter war blond und blauäugig, schlank und außergewöhnlich hübsch.

"Mei, Madel, du machst es schon recht. Ich überlass das ganz dir", erklärte sie zufrieden und setzte sich an die Eckbank. "Als der Dr. Burger mir seinerzeit eröffnet hat, dass ich mich in Zukunft schonen muss, mit net einmal fünfzig Jahren, da war ich schon recht verzweifelt. Nutzlos hab ich mich gefühlt, auch wenn dein Vater und du euch große Mühe gegeben habt, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Mittlerweile hab ich mich damit abgefunden. Und ich bin dem Schicksal dankbar, dass ich eine so tüchtige Tochter hab." Sie lächelte verschmitzt. "Du machst einem das Faulenzen so richtig leicht, Lea."

"Schmarrn, du bist doch net faul, Mama. Du schaffst immer noch dein Quantum. Stell nur dein Lichterl net unter den Scheffel." Lea goss der Mutter Kaffee ein, dann stemmte sie ein großes Tablett und versprach: "Ich bin gleich wieder da. Wenn ich drüben fürs Frühstück gedeckt hab, leiste ich dir Gesellsc

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