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Der Bergpfarrer 100 - Heimatroman Geh' nicht am Glück vorbei von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.07.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Bergpfarrer 100 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun'Liebling, du ißt einfach zu wenig', schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf. Die junge Frau mit den traurigen Augen saß teilnahmslos in dem Zugabteil. Eine Zeitschrift, die sie am Bahnhof gekauft hatte, lag ungelesen auf dem freien Platz neben ihr, die Getränkedose stand unberührt und verschlossen auf der kleinen Ablage vor dem Fenster.Anja Weilander war froh, daß sie das Abteil für sich alleine hatte. Außer dem jungen Schaffner, der ihre Fahrkarte kontrollierte, war seit der Abfahrt aus München niemand hineingekommen. Andere Reisende waren daran vorbeigegangen; ein paar hatten kurz einen Blick hineingeworfen.Nach dem Unfall hatte man ihr das lange blonde Haar abgeschnitten, um die schwere Kopfverletzung zu versorgen.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 05.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740904722
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 294 kBytes
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Der Bergpfarrer 100 - Heimatroman

Die junge Frau mit den traurigen Augen saß teilnahmslos in dem Zugabteil. Eine Zeitschrift, die sie am Bahnhof gekauft hatte, lag ungelesen auf dem freien Platz neben ihr, die Getränkedose stand unberührt und verschlossen auf der kleinen Ablage vor dem Fenster.

Anja Weilander war froh, daß sie das Abteil für sich alleine hatte. Außer dem jungen Schaffner, der ihre Fahrkarte kontrollierte, war seit der Abfahrt aus München niemand hineingekommen. Andere Reisende waren daran vorbeigegangen; ein paar hatten kurz einen Blick hineingeworfen.

Nach dem Unfall hatte man ihr das lange blonde Haar abgeschnitten, um die schwere Kopfverletzung zu versorgen. Als sie aus der Narkose erwachte, trug sie einen dicken Verband, der fast den ganzen Kopf verhüllte. Erst sechs Wochen später konnte er endgültig abgenommen werden, und Anja sah im Spiegel ihren nahezu kahlen Schädel.

Inzwischen waren die Haare nachgewachsen. Noch hatten sie nicht ihre frühere Länge, doch Dr. Meisner hatte schmunzelnd gemeint, auch das würde wieder in Ordnung kommen, so wie sie.

"Was werden Sie denn jetzt anfangen?" hatte der Arzt gefragt.

Das war gestern gewesen, am Tag ihrer Entlassung. Anja hatte die Schultern gezuckt. Sie wußte es selbst noch nicht. Sie wußte überhaupt nicht, wie es weitergehen würde. Zwar war sie auf dem Weg nach Hause, aber ein richtiges Zuhause besaß sie eigentlich nicht mehr...

Der Zug hielt. Sie sah aus dem Fenster und erkannte, daß sie in Regensburg angekommen war. Ein Vierteljahr hatte sie in der Münchner Spezialklinik verbracht, wohin man sie nach ihrem schweren Autounfall mit einem Hubschrauber geflogen hatte.

Die Vierundzwanzigjährige stand auf und nahm die Reisetasche aus der Ablage über ihren Sitz. Zeitschrift und Getränkedose ließ sie stehen, als sie das Abteil verließ.

Auf dem Bahnsteig kam sie sich ein wenig verloren vor. Sie hatte keine Ahnung, wohin sie gehen sollte. Freunde, insbesondere Freundinnen, hatte sie nicht - oder nicht mehr.

Die gehörten alle zu seinem Bekanntenkreis.

Gedankenverloren ging sie in die Bahnhofshalle. Hier herrschte das übliche Gewimmel, wie auf allen Bahnhöfen. Menschen kamen an oder fuhren ab, wurden unter Tränen verabschiedet oder herzlich willkommen geheißen.

Nur auf Anja Weilander wartete niemand.

Sie stand in der Halle und überlegte. Draußen vor dem Gebäude war ein Taxistand. Vielleicht sollte sie sich vorerst in einer Pension einmieten. Gestern hatte sie erst einmal ihren Kontostand überprüft und festgestellt, daß immer noch eine ansehnliche Summe vorhanden war, trotz aller Kosten, die sie hatte begleichen müssen. Das Geld würde zumindest eine Weile reichen.

Anja wollte gerade durch die Tür gehen, als ihr Blick auf einen Schaukasten fiel, der direkt am Eingang des Bahnhofs angebracht war. Ein Reisebüro warb mit bunten Plakaten für die verschiedensten Urlaubsziele. Darunter reizvolle Orte in Spanien, Italien oder Südfrankreich. Ein etwas kleineres Plakat zeigte eine Landschaft in Oberbayern. Ein Dorf, von Bergen umgeben, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein schien.

Interessiert trat die junge Frau näher und betrachtete das Angebot.

St. Johann, ein Ort, wo Ruhe und Erholung zu Hause sind, stand darauf.

Ruhe und Erholung, dachte sie, das ist genau das, was ich brauche und Zeit, um über alles nachzudenken.

Sie drehte sich um und betrat das Service-Center der Bahn. Es waren kaum Leute vor ihr, und sie brauchte nur ein paar Minuten zu warten.

"Nach St. Johann", sagte Anja, als sie an der Reihe war. "Einfache Fahrt."

Sie wußte ja noch nicht, wie lange sie bleiben würde.

"In Tirol?" erkundigte sich die freundliche Mitarbeiterin.

"Nein, Oberbayern."

Flinke Finger bedienten die Tastatur, und wenig später war der Fahrschein ausgedruckt.

"Das Ticket gilt auch für den Bus, den sie anschließend nehmen müssen", erklärte die Frau und wünscht

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