text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Bergpfarrer 107 - Heimatroman Intrige aus Liebe von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.08.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Bergpfarrer 107 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun'Liebling, du ißt einfach zu wenig', schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf. 'Was wollen Sie?' Hermine Wollschläger sah die junge Frau, die vor der Tür des Pfarrhauses von St. Anna stand, beinahe empört an. Silke Brandner schien sich unter diesem Blick unwillkürlich zu ducken. 'Das geht auf gar keinen Fall', fuhr die Haushälterin in abwehrendem Ton fort. 'Wir sind doch schließlich kein Hotel. Warum gehen S' net ins Wirtshaus? Die haben Fremdenzimmer.' Die Krankenschwester seufzte. Daß es im 'Ochsen' Fremdenzimmer gab, war ihr nicht unbekannt. Sie kam ja gerade von dort. Allerdings sollte eine Übernachtung fünfundzwanzig Euro kosten. Zwar mit Frühstück, aber das war immer noch zu teuer. Nicht, wenn es für ein paar Übernachtungen wäre, aber Silke suchte eine ständige Bleibe. Als es endlich mit einer Anstellung geklappt hatte, war sie unendlich erleichtert gewesen, nach beinahe einem halben Jahr Arbeitslosigkeit

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 23.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740906528
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 281 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Bergpfarrer 107 - Heimatroman

"Was wollen Sie?"

Hermine Wollschläger sah die junge Frau, die vor der Tür des Pfarrhauses von St. Anna stand, beinahe empört an.

Silke Brandner schien sich unter diesem Blick unwillkürlich zu ducken.

"Das geht auf gar keinen Fall", fuhr die Haushälterin in abwehrendem Ton fort. "Wir sind doch schließlich kein Hotel. Warum gehen S' net ins Wirtshaus? Die haben Fremdenzimmer."

Die Krankenschwester seufzte.

Daß es im "Ochsen" Fremdenzimmer gab, war ihr nicht unbekannt. Sie kam ja gerade von dort. Allerdings sollte eine Übernachtung fünfundzwanzig Euro kosten. Zwar mit Frühstück, aber das war immer noch zu teuer. Nicht, wenn es für ein paar Übernachtungen wäre, aber Silke suchte eine ständige Bleibe. Als es endlich mit einer Anstellung geklappt hatte, war sie unendlich erleichtert gewesen, nach beinahe einem halben Jahr Arbeitslosigkeit. In und um Nürnberg herum gab es keine freien Plätze, und sie hatte sich die Finger wundgeschrieben. Über zwanzig Bewerbungen schickte sie los, und die einzige positive Antwort erhielt sie aus Engelsbach. Froh darüber, daß sie nicht weiter mit dem Arbeitslosengeld leben mußte, hatte Silke in der Heimat ihre Zelte abgebrochen, um hier als neue Gemeindeschwester zu arbeiten.

Natürlich nicht, ohne sich um ein möbliertes Zimmer zu bemühen. Das reichte ihr fürs erste. In Nürnberg hatte sie eine kleine Zweizimmerwohnung gehabt, die natürlich gekündigt wurde. Ihre Sachen stellte sie bei einer Freundin unter, um sie später, wenn sie eine kleine Wohnung gefunden hatte, nachzuholen.

Indes war es mit der Unterkunft nicht weniger aussichtslos als mit der Arbeit. Insgesamt sechs Annoncen hatte Silke aufgegeben. Es hätte ihr auch nichts ausgemacht, in der Stadt zu wohnen und jeden Tag nach Engelsbach zu fahren. Allerdings erfüllte sich ihre Hoffnung nicht, sie bekam nicht eine einzige Antwort. So war die Krankenschwester aufgebrochen und in das Alpendorf gefahren, ohne zu wissen, wo sie die ersten Nächte verbringen würde.

"Es wär' doch nur für den Anfang", wagte sie einen letzten Versuch, die hagere Frau umzustimmen.

Hermine Wollschläger schüttelte den Kopf.

"Ich hab's Ihnen doch schon gesagt", entgegnete sie mürrisch. "Überhaupt, wie stellen S' sich das eigentlich vor? Das hier ist ein katholisches Pfarrhaus, der Herr Pfarrer kann doch net eine junge Frau unter seinem Dach beherbergen. Was glauben S' wohl, was die Leut' da reden!"

Silke Brandner gab auf. Sie sah ein, daß es keinen Zweck hatte. Diese Frau würde sich niemals umstimmen lassen.

Sie murmelte einen Gruß und ging zu ihrem Wagen zurück. Es war ein alter, kleiner und enger PKW, und die Aussicht, die nächsten Nächte vielleicht darin schlafen zu müssen, behagte Silke überhaupt nicht. Es blieb ihr also nichts anderes übrig, als es bei der Pension zu versuchen, an der sie vorhin vorbeigefahren war. Auch wenn es sie viel Geld kosten würde.

Sie hatte Glück; in der Pension "Bergblick" war ein Zimmer frei. Silke nahm es erst einmal für zwei Nächte. Vielleicht, so hoffte sie, würde sich ein Zimmer finden, wenn sie morgen ihre neue Stelle angetreten hatte. Möglicherweise wußte jemand der Angestellten auf der Gemeinde ja, wo eines frei war.

Nachdem sie ihre Tasche ausgepackt hatte, rief sie ihre Mutter an und anschließend Birgit.

"Bist du gut angekommen?" wollte die Freundin wissen.

"Ja, die Fahrt verlief ohne Probleme", antwortete Silke. "Aber ich habe immer noch keine Bleibe. Jetzt wohne ich erst mal in einer Pension. Wenn ich sparsam bin, reicht's vielleicht bis zur nächsten Woche mit dem Geld. Aber wie's dann weitergehen soll, weiß ich noch net. Ich fürcht', du mußt meinen Krempel noch ein bissel länger in deinem Keller beherbergen."

"Mach' dir mal deswegen keine Sorgen", beruhigte Birgit sie. "Ich brauch' den Platz ohnehin net. Aber, daß du kein Zimmer findest, das macht mir wirklich Sorge."

Silke berichtete von ihrem e

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen