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Der Bergpfarrer 109 - Heimatroman Liebe auf den zweiten Blick von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.09.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Bergpfarrer 109 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun'Liebling, du ißt einfach zu wenig', schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf. Morgennebel hingen noch über dem Gut, als der einsame Reiter über die Wiesen galoppierte. Thomas von Bernhoff saß sicher im Sattel. Schon als kleiner Junge hatte er Reitunterricht erhalten, inzwischen war der nun sechsundzwanzigjährige Freiherr ein Profi, der auf mehreren, internationalen Turnieren etliche Preise abgeräumt hatte. Doch an diese Erfolge dachte der große, schlanke Mann mit dem markanten Gesicht nicht, als er an diesem Morgen über das väterliche Land ritt. Seine Gedanken waren mit ganz anderen Dingen beschäftigt, vor allem mit der finanziellen Situation des Guts und seiner Familie. Seit dreihundert Jahren waren die von Bernhoff Herren über Wälder, Wiesen und Äcker. Der Besitz lag eine knappe Autostunde von Passau entfernt und war mit seinen ändereien und dem Sägewerk ein recht großer Arbeitgeber.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 06.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740906542
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 342 kBytes
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Der Bergpfarrer 109 - Heimatroman

Morgennebel hingen noch über dem Gut, als der einsame Reiter über die Wiesen galoppierte. Thomas von Bernhoff saß sicher im Sattel. Schon als kleiner Junge hatte er Reitunterricht erhalten, inzwischen war der nun sechsundzwanzigjährige Freiherr ein Profi, der auf mehreren, internationalen Turnieren etliche Preise abgeräumt hatte.

Doch an diese Erfolge dachte der große, schlanke Mann mit dem markanten Gesicht nicht, als er an diesem Morgen über das väterliche Land ritt. Seine Gedanken waren mit ganz anderen Dingen beschäftigt, vor allem mit der finanziellen Situation des Guts und seiner Familie.

Seit dreihundert Jahren waren die von Bernhoff Herren über Wälder, Wiesen und Äcker. Der Besitz lag eine knappe Autostunde von Passau entfernt und war mit seinen Ländereien und dem Sägewerk ein recht großer Arbeitgeber. Doch seit Jahren lief das Geschäft schlecht. Mit der Landwirtschaft war nicht mehr das große Geld zu verdienen, genauso wenig wie mit dem Holz, das in den gutseigenen Wäldern geschlagen wurde. Vor allem die billige Konkurrenz aus den östlichen Nachbarländer hatte für massive Einbrüche gesorgt, und der einzige Lichtschimmer am Horizont war die Pferdezucht, die auf Gut Bernhoff erfolgreich betrieben wurde.

Indes zeichnete sich auch hier eine düstere Prognose ab. Die Stallungen waren veraltet, neue Zuchthengste müßten angeschafft werden und das Personal aufgestockt, wenn man rentabel wirtschaften wollte. Doch dazu fehlte das nötige Geld. Thomas und sein Vater, Friedrich von Bernhoff, suchten verzweifelt nach einem Ausweg aus diesem Dilemma, und schließlich ersann der alte Baron einen Plan: Thomas sollte die Tochter Richard Beckmanns heiraten. Es war schon lange kein Geheimnis mehr, daß die schöne Claudia den jungen Freiherrn als potentiellen Ehemann ins Auge gefaßt hatte, war Thomas doch einer der attraktivsten Männer weit und breit.

Und genau mit dieser geplanten Hochzeit waren seine Gedanken jetzt beschäftigt. Thomas zügelte den Hengst und sprang aus dem Sattel. Er band das Pferd an einen Strauch und setzte sich auf einen abgesägten Baumstumpf.

Nachdem er die Reitkappe abgenommen und sich über die Stirn gestrichen hatte, blickte der Freiherr über das weite Land, das vor ihm lag.

Familienbesitz seit Generationen, und jetzt drohte, ihn nach und nach verkaufen zu müssen, wenn nicht ein Wunder geschah.

Und dieses Wunder war eben Claudia, die Tochter des reichen Privatbankiers, der die finanziellen Dinge der Familie von Bernhoff regelte, wie es früher sein Vater und davor der Großvater getan hatte. Aus der geschäftlichen Verbindung war im Laufe der Jahre ein freundschaftliches Verhältnis geworden. Beide Familien kannten sich und wußten sich zu schätzen. Man traf sich privat und begegnete sich auf Einladungen und offiziellen Empfängen. Thomas und Claudia waren von Kindesbeinen an befreundet, und die junge Frau war ebenfalls auf dem Rücken eines Pferdes groß geworden. Sie mochten sich und empfanden viel Sympathie füreinander. Aber das war auch schon alles - jedenfalls, was Thomas betraf.

Natürlich hatte es eine Zeit gegeben, als Jugendlicher und Heranwachsender, in der er geglaubt hatte, Claudia zu lieben. Doch das war nicht mehr als eine Schwärmerei gewesen, wie er sehr bald ernüchtert feststellte.

Nun drohte die finanzielle Lage der Familie, ihn in das Ehejoch zu zwingen, dazu noch mit einer Frau, die er nicht liebte. Zwischen ihm und seinem Vater waren klare Worte gesprochen worden. Friedrich von Bernhoff erwartete von seinem Sohn, daß dieser alles tat, um das Gut vor dem Untergang zu retten. Richard Beckmann hatte mehrmals durchblicken lassen, daß er sich bei der Mitgift für seine Tochter nicht knauserig zeigen würde, zudem erklärte er sich bereit, die Kreditlinie deren von Bernhoff deutlich zu erhöhen, sollte es zu einer Vermählung der beiden Kinder kommen.

Thomas sah sich in die Enge getrieben. Auf der einen Seite sein Drang nach Freih

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