text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Bergpfarrer 113 - Heimatroman Ein Mann mit vielen Gesichtern von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Bergpfarrer 113 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun'Liebling, du ißt einfach zu wenig', schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf. 'Grüß Gott. Herzlich willkommen in St. Johann.' Sepp Reisinger, der Inhaber des Hotels Zum Löwen Alpenblick

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 04.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740909598
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 322 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Bergpfarrer 113 - Heimatroman

"Grüß Gott. Herzlich willkommen in St. Johann."

Sepp Reisinger, der Inhaber des Hotels 'Zum Löwen', machte einen Bückling vor der jungen Frau, die eben die Hotelhalle betreten hatte.

"Sie haben reserviert?" vergewisserte sich der Wirt.

"Petra Jäger", nickte sie. "Ein Zimmer für vierzehn Tage."

"Frau Jäger, natürlich. Zimmer 'Alpenblick', mit Balkon nach Süden."

Er klingelte nach dem Hausburschen. Die junge, attraktive Frau reichte ihm ihren Autoschlüssel. Während der Hotelier sie persönlich auf das Zimmer führte, wurde ihr Gepäck geholt.

Petra entlohnte den Angestellten mit einem Trinkgeld und schaute sich um. Das Zimmer war im typischen Stil eingerichtet, die Möbel mit Bauernmalereien verziert. Sie zog die Gardine zurück und öffnete das Fenster. Der Name des Zimmers war verdient; von hier aus hatte sie einen herrlichen Blick zu den Bergen hinüber, deren schneebedeckten Gipfel in den Himmel ragten.

Das Klingeln ihres Mobiltelefons riß sie aus ihrer Betrachtung. Petra nahm das Handy und schaute auf das Display: 'Burkhard ruft an', stand dort. Mit einem heftigen Kopfschütteln drückte Petra eine Taste und schaltete das Gerät ab. Dann vergrub sie es in einem der Außenfächer ihrer Reisetasche. Dort würde das Handy bleiben, bis sie in vierzehn Tagen wieder nach Hause fuhr.

Auch wenn ihre Reaktion sehr entschlossen gewesen war, so spürte sie doch einen schweren Druck auf ihrem Herzen. Hatte sie damit doch die letzte Chance auf eine Versöhnung ausgeschlagen. Rasch wischte sie sich über das Gesicht und unterdrückte die aufsteigenden Tränen.

Aus, Schluß und vorbei!

Sie hatte genug geweint, einmal mußte es ein Ende haben. Petra wollte nicht mehr zurückdenken, sondern nach vorne blicken, dem Neuanfang entgegen.

Sie ging in das großzügig eingerichtete Bad und ließ kaltes Wasser über Gesicht und Hände laufen. Nachdem sie einen prüfenden Blick in den Spiegel geworfen und die langen, dunklen Haare durchgebürstet hatte, verließ sie ihr Zimmer und schloß hinter sich ab.

Im selben Moment öffnete sich eine Tür auf der gegenüberliegenden Seite und ein Mann kam heraus.

"Oh, pardon", sagte er mit einer angenehmen Stimme.

Galant trat er beiseite und ließ sie vorgehen. Dabei musterten seine Augen die junge Frau ausgiebig.

Petra nickte dankend und ging den Flur hinunter. Auf dem weichen Teppichboden konnte man die Schritte nicht hören, aber sie war sicher, daß der Mann hinter ihr ging.

"Einen Moment", hörte sie wieder seine Stimme.

Er beugte sich vor und öffnete die Tür, die vom Hotelflur zum Treppenhaus führte.

"Bitte sehr", sagte er und lächelte sie an.

Erst jetzt sah sie ihn richtig. Der Mann mochte etwas älter sein als sie. Er war schlank, hatte kurzes, blondes Haar und ein markantes, sympathisches Gesicht.

"Vielen Dank, sehr freundlich", antwortete sie.

Dann lief sie schnell die Treppe hinunter, während er oben stehen blieb und ihr nachschaute.

Himmel, was für ein Typ!

Petra verließ das Hotel und trat auf die Straße. Rasch wendete sie sich zur Seite und blickte zurück, ob er ebenfalls herauskam. Nur wenige Sekunden nach ihr stand er vor der Tür. Schnell ging sie weiter.

Mensch, dachte sie, es gibt also doch noch andere gut aussehende Männer, als nur Burkhard!

Dann lief sie die Straße hinunter, ohne sich noch einmal umzudrehen. Er sollte sie bloß nicht für neugierig halten oder gar denken, sie würde sich für ihn interessieren. Denn wenn Petra eines ganz bestimmt nicht wollte, dann war es, hier im Urlaub einen Flirt zu beginnen oder sich gar zu verlieben. Dazu hatte sie eine viel zu schlimme Zeit hinter sich, und die Wunden waren längst noch nicht verheilt.

Anton Burger blieb vor der Tür des Hotels stehen und schaute der Frau nach. Unter dem Arm klemmten ein paar Zeitungen, die er aus dem Ständer in der Lobby genommen hatte.

Donnerwetter, d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen