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Der Bergpfarrer 214 - Heimatroman Lasst uns unser Glück! von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.09.2018
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Bergpfarrer 214 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Auf dem Saal des Hotels 'Zum Löwen' herrschte Hochbetrieb. An die dreihundert Gäste vergnügten sich auf dem allwöchentlichen Tanzabend in St. Johann. Die bekannten 'Wachnertaler Buam' spielten, was das Zeug hielt, und auf der Tanzfläche herrschte ein dichtes Gedränge. Sepp Reisinger, der Chef des Hotels und Initiator dieses munteren Spektakels, rieb sich angesichts der vollen Kasse die Hände. Die Saaltöchter schleppten hoch beladene Tabletts an die Tische, und an der Theke standen in dichten Trauben die Männer, die froh waren, dass ihre Frauen andere Tanzpartner gefunden hatten, weil es ihnen selbst ein Gräuel war, sich in das Getümmel zu quetschen. Unter all den Tanzlustigen war ein hübsches junges Madel, das sich ganz alleine im Rhythmus der Musik bewegte. Verträumt blickte es vor sich hin, und nur ein ganz genauer Beobachter hätte gesehen, dass Christel Hornbacher hin und wieder verstohlen zu dem Tisch hinüber sah, der nur wenige Schritte entfernt von ihr stand. An diesem Tisch saßen die jungen Leute, aus St. Johann und Umgebung, die sich seit Ewigkeiten kannten. Die Burschen und Madeln hatten ihren Spaß, nicht wenige von ihnen waren zum ersten Mal auf dem Tanzabend und das auch nur, weil die Eltern auch dabei waren. Die aber saßen an den Tischen, die nicht unmittelbar bei der Musik standen. Zu den Burschen gehörte einer, der besonders auffiel. Thomas Burgfelder war ein großer, schlanker junger Mann, der in seinem Anzug richtig fesch ausschaute und die Blicke vieler Frauen auf sich zog. Thomas trank hin und wieder einen Schluck aus seinem Bierkrug und gab sich dann wieder an den Gesprächen am Tisch interessiert. Aber auch hier hätte ein aufmerksames Auge genügt, um festzustellen, dass Thomas immer wieder, fast beiläufig, seinen Blick schweifen ließ, der dann wie gebannt auf Christel ruhte. Dann, nach Bruchteilen von Sekunden, wandte der Bursche den Kopf rasch wieder ab, und ein stilles Lächeln spielte um seine Lippen. Nach einer Weile stand Thomas Burgfelder auf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 25.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740934446
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 260 kBytes
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Der Bergpfarrer 214 - Heimatroman

Auf dem Saal des Hotels "Zum Löwen" herrschte Hochbetrieb. An die dreihundert Gäste vergnügten sich auf dem allwöchentlichen Tanzabend in St. Johann. Die bekannten "Wachnertaler Buam" spielten, was das Zeug hielt, und auf der Tanzfläche herrschte ein dichtes Gedränge. Sepp Reisinger, der Chef des Hotels und Initiator dieses munteren Spektakels, rieb sich angesichts der vollen Kasse die Hände. Die Saaltöchter schleppten hoch beladene Tabletts an die Tische, und an der Theke standen in dichten Trauben die Männer, die froh waren, dass ihre Frauen andere Tanzpartner gefunden hatten, weil es ihnen selbst ein Gräuel war, sich in das Getümmel zu quetschen.

Unter all den Tanzlustigen war ein hübsches junges Madel, das sich ganz alleine im Rhythmus der Musik bewegte. Verträumt blickte es vor sich hin, und nur ein ganz genauer Beobachter hätte gesehen, dass Christel Hornbacher hin und wieder verstohlen zu dem Tisch hinüber sah, der nur wenige Schritte entfernt von ihr stand.

An diesem Tisch saßen die jungen Leute, aus St. Johann und Umgebung, die sich seit Ewigkeiten kannten. Die Burschen und Madeln hatten ihren Spaß, nicht wenige von ihnen waren zum ersten Mal auf dem Tanzabend und das auch nur, weil die Eltern auch dabei waren. Die aber saßen an den Tischen, die nicht unmittelbar bei der Musik standen.

Zu den Burschen gehörte einer, der besonders auffiel. Thomas Burgfelder war ein großer, schlanker junger Mann, der in seinem Anzug richtig fesch ausschaute und die Blicke vieler Frauen auf sich zog. Thomas trank hin und wieder einen Schluck aus seinem Bierkrug und gab sich dann wieder an den Gesprächen am Tisch interessiert. Aber auch hier hätte ein aufmerksames Auge genügt, um festzustellen, dass Thomas immer wieder, fast beiläufig, seinen Blick schweifen ließ, der dann wie gebannt auf Christel ruhte.

Dann, nach Bruchteilen von Sekunden, wandte der Bursche den Kopf rasch wieder ab, und ein stilles Lächeln spielte um seine Lippen.

Nach einer Weile stand Thomas Burgfelder auf.

"Willst' etwa schon heim?", fragte sein Tischnachbar überrascht.

"Bloß an die frische Luft." Der Bauernsohn schob sich zwischen die Tische hindurch und strebte dem Ausgang zu.

Christel Hornbacher beobachtete ihn ganz genau, dann schwang sie die Hüften und tänzelte wie zufällig in dieselbe Richtung. Sie schrak zusammen, als jemand seinen Arm um ihre Taille legte und sie an sich zog.

"Komm, lass uns tanzen!", rief Franz Hochleitner.

Die Bauerntochter lächelte ihn an.

"Ein andermal, Franz", wehrte sie ab. "Ich muss mir mal das Näschen pudern."

"Aber versprochen ist versprochen!", sagte der nicht mehr ganz nüchterne Bursche.

"Freilich", gab Christel zurück. "Kannst dich drauf verlassen, Franz."

Sie winkte ihm zu und entschwand dann durch eine Gasse, die sich gerade zwischen den Tanzenden gebildet hatte. Christel trat durch die Saaltür nach draußen und atmete tief durch. Drinnen herrschte nicht nur ein fürchterlicher Lärm, es war auch unglaublich heiß. Seit Wochen lag eine Hitzeglocke über dem Wachnertal, und auch nachts kühlte es kaum ab. Hinzu kamen auf dem Saal des Hotels die vielen Menschen und die Kerzen auf den Tischen, die auch Wärme abstrahlten.

Die Bauerntochter grüßte nickend einige Bekannte, die sich ebenfalls hier draußen erfrischten, und schlenderte ein paar Schritte die Straße entlang. Am Parkplatz angekommen, sah sie sich hastig um und war dann mit zwei schnellen Schritten zwischen den abgestellten Autos verschwunden. Bis auf das Licht zweier Laternen war es hier ansonsten recht dunkel, und kaum jemand konnte sie gesehen haben.

In der hintersten Reihe stand, neben anderen Wagen, ein roter Kombi.

In seinem Schatten ragte die Gestalt Thomas Burgfelders auf. Er winkte, und Christel eilte zu ihm. Sie sanken sich in die Arme, und ihre Lippen trafen sich zu dem lang ersehnten Kuss.

"Endlich!", seufzte der junge Mann. "Ich

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