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Der Bergpfarrer 218 - Heimatroman Liebe auf Umwegen von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.11.2018
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
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Der Bergpfarrer 218 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor. Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz. Keuchend setzte Felix Bergheimer sich in seinem Bett auf und rieb sich die Augen. Auf seiner Stirn standen Schweißperlen, und sein blau und weiß gestreifter Schlafanzug klebte an seinem Körper. Blinzelnd schaute er um sich. Als er im Dämmerlicht des frühen Morgen die vertrauten Umrisse seiner Einzimmerwohnung wahrnahm, fühlte er sich erleichtert und beruhigte sich ein wenig. Trotzdem dauerte es einige Zeit, bis sich der Schlag seines heftig pochenden Herzens wieder verlangsamte. Erschöpft ließ er sich auf sein Kissen zurückfallen und versuchte, wieder einzuschlafen, doch es wollte ihm nicht gelingen. Eine unbestimmte Angst bedrängte ihn und ließ ihm keine Ruhe mehr. Er musste schlecht geträumt haben, schaffte es aber trotz fieberhaften Nachdenkens nicht, sich die Einzelheiten seines Albtraums ins Gedächtnis zu rufen. Nur, dass es um sein fernes Zuhause, um den Bergheimer-Hof in St. Johann im Wachnertal gegangen war, wusste er mit hundertprozentiger Gewissheit. Er hatte das Gehöft im Licht der Abendsonne liegen sehen. Genauso wie damals, als er seine Heimat verlassen hatte und in die Fremde gezogen war. Doch hatte sich in das friedliche Bild schon bald etwas Dunkles, Bedrohliches gemischt. Es war, als brauten sich über dem elterlichen Anwesen unheilschwangere Gewitterwolken zusammen, die ihn förmlich zu erdrücken schienen. Was hatte das zu bedeuten? 'Träume sind Schäume', hatte seine Mutter immer gesagt, wenn er als Kind aus dem Schlaf hochgeschreckt war und, das Herz voller Bangigkeit, durch den dunklen Flur ins Schlafzimmer seiner Eltern getappt kam. Sie hatte ihn dann jedes Mal gestreichelt und tröstend in die Arme genommen. Und er hatte, eng an sie gekuschelt, in ihrem Bett weitergeschlafen wie ein Murmeltier. Felix drehte sich auf die Seite und schloss die Augen wieder.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 20.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740937065
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 277 kBytes
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Der Bergpfarrer 218 - Heimatroman

Keuchend setzte Felix Bergheimer sich in seinem Bett auf und rieb sich die Augen. Auf seiner Stirn standen Schweißperlen, und sein blau und weiß gestreifter Schlafanzug klebte an seinem Körper.

Blinzelnd schaute er um sich.

Als er im Dämmerlicht des frühen Morgen die vertrauten Umrisse seiner Einzimmerwohnung wahrnahm, fühlte er sich erleichtert und beruhigte sich ein wenig. Trotzdem dauerte es einige Zeit, bis sich der Schlag seines heftig pochenden Herzens wieder verlangsamte.

Erschöpft ließ er sich auf sein Kissen zurückfallen und versuchte, wieder einzuschlafen, doch es wollte ihm nicht gelingen. Eine unbestimmte Angst bedrängte ihn und ließ ihm keine Ruhe mehr.

Er musste schlecht geträumt haben, schaffte es aber trotz fieberhaften Nachdenkens nicht, sich die Einzelheiten seines Albtraums ins Gedächtnis zu rufen.

Nur, dass es um sein fernes Zuhause, um den Bergheimer-Hof in St. Johann im Wachnertal gegangen war, wusste er mit hundertprozentiger Gewissheit.

Er hatte das Gehöft im Licht der Abendsonne liegen sehen.

Genauso wie damals, als er seine Heimat verlassen hatte und in die Fremde gezogen war.

Doch hatte sich in das friedliche Bild schon bald etwas Dunkles, Bedrohliches gemischt. Es war, als brauten sich über dem elterlichen Anwesen unheilschwangere Gewitterwolken zusammen, die ihn förmlich zu erdrücken schienen.

Was hatte das zu bedeuten?

"Träume sind Schäume", hatte seine Mutter immer gesagt, wenn er als Kind aus dem Schlaf hochgeschreckt war und, das Herz voller Bangigkeit, durch den dunklen Flur ins Schlafzimmer seiner Eltern getappt kam.

Sie hatte ihn dann jedes Mal gestreichelt und tröstend in die Arme genommen. Und er hatte, eng an sie gekuschelt, in ihrem Bett weitergeschlafen wie ein Murmeltier.

Felix drehte sich auf die Seite und schloss die Augen wieder.

Aber das ungute Gefühl, das sich seiner bemächtigt hatte, blieb.

Waren Träume wirklich nur Schäume?

Oder sprachen Albträume nicht doch eine Warnung aus?

Felix warf sich rastlos herum. Aber der Schlaf wollte sich nicht mehr einstellen.

Mit einem Seufzer erhob er sich, tappte barfuß in die winzige, durch eine Holzwand vom übrigen Raum abgetrennte Kochnische und brühte sich eine große Tasse Instantkaffee auf.

Dann öffnete Felix den Kühlschrank, um nach dem Tetrapack mit der Milch zu greifen, stellte aber ärgerlich fest, dass es nur noch wenige Tropfen enthielt. Auch in der Zuckerdose auf der selbst geschreinerten Ablage über der Kochplatte, befand sich, wie er bald erkennen musste, kaum noch ein Krümel Zucker. Und an Butter, Marmelade und ein Toastbrot oder Croissant war ohnehin nicht zu denken.

Felix warf die leere Milchtüte mit einem Schwung in den Mülleimer.

Wenn es ihm nicht endlich gelang, eine seiner Holzskulpturen zu verkaufen, würde er über kurz oder lang betteln oder stehlen müssen, um seinen knurrenden Magen zu füllen. Von der Miete, mit der er bereits im Rückstand war, ganz zu schweigen.

Mit sorgenvoller Miene begann Felix, in kleinen Schlucken den fast schwarzen, brühheißen Kaffee zu schlürfen. Als er seine Tasse leer getrunken hatte, trat er ans Fenster, stieß es auf und schaute in den jungen Tag hinaus.

Er war grau. Grau und trist wie die Gebäude und Straßen hier in dieser Stadt, in der es wimmelte wie in einem Ameisenhaufen.

Unter der bleiernen Wolkendecke starrte das gegenüberliegende Hochhaus aus dunklen, hohlen Fensteraugen feindselig zu Felix herüber. Tief unten lag, wie ein Bach in einer Felsenschlucht, die Straße. Nur, dass statt klaren, ungezähmten Wassers Autos auf ihr dahinrauschten, die die Luft mit dem Gestank ihrer Abgase füllten.

Wenn er da an St. Johann dachte ...

Wieder einmal tauchten vor Felix' geistigem Auge die Zwillingsgipfel der Himmelsspitz und der Wintermaid auf, wie sie ihre majestätischen Häupter in den blauen Sommerhimmel reckten. Od

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