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Der Bergpfarrer 3 - Heimatroman Du bist mein ganzes Glück von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.08.2014
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
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Der Bergpfarrer 3 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor. Markus Bruckner schaute seine Besucherin verschwörerisch an. 'Gell', Frau Kerner, es ist Ihnen klar, daß das alles unter uns bleiben muß', sagte er. 'Über den wirklichen Grund Ihres Aufenthalts darf kein Wort nach außen dringen.' Die blonde Mittzwanzigerin, die in einem der bequemen Sessel im Büro des Bürgermeisters von St. Johann saß, schlug die Knie übereinander und strich den Rock glatt. Sie trug ein dunkelblaues Kostüm und eine cremefarbene Bluse. Ein goldenes Kettchen war das einzige Schmuckstück. 'Selbstverständlich, Herr Bruckner', erwiderte Elke Kerner. 'Von mir erfährt niemand etwas. Offiziell mache ich hier ein paar Tage Urlaub. Es ist ja auch ein schöner Ort, Ihr Sankt Johann.' 'Nicht wahr!' Markus Bruckner war ans Fenster getreten und sah hinaus. Gerade hielt vor dem gegenüberliegenden Hotel ein Reisebus und eine Schar Touristen stieg aus. Der Bürgermeister drehte sich wieder um. 'Und wir werden dafür sorgen, daß das auch in aller Welt bekannt wird', sprach er weiter. 'Finden Sie mir nur einen geeigneten Standort für das Hotel.' Elke Kerner trank einen Schluck aus der Kaffeetasse, die vor ihr auf dem Tisch stand und legte dann die Fingerspitzen aneinander. 'Hm, sechshundert Betten, ist das nicht ein bißchen zu gewagt für Ihren kleinen Ort', gab sie zu bedenken. Immerhin fehlt es hier ja noch an attraktiven Freizeitmöglichkeiten.' 'Das kommt alles noch', winkte der Bürgermeister ab. 'Bis jetzt kommen die Leut' wegen der guten Wandermöglichkeiten, die wir hier haben. Sie soll'n mal sehen, was erst hier los ist, wenn das Hotel steht, mit allen erdenklichen Attraktionen.

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 26.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863772376
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Der Bergpfarrer Bd.3
    Größe: 860 kBytes
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Der Bergpfarrer 3 - Heimatroman

Markus Bruckner schaute seine Besucherin verschwörerisch an.

"Gell', Frau Kerner, es ist Ihnen klar, daß das alles unter uns bleiben muß", sagte er. "Über den wirklichen Grund Ihres Aufenthalts darf kein Wort nach außen dringen."

Die blonde Mittzwanzigerin, die in einem der bequemen Sessel im Büro des Bürgermeisters von St. Johann saß, schlug die Knie übereinander und strich den Rock glatt. Sie trug ein dunkelblaues Kostüm und eine cremefarbene Bluse. Ein goldenes Kettchen war das einzige Schmuckstück.

"Selbstverständlich, Herr Bruckner", erwiderte Elke Kerner. "Von mir erfährt niemand etwas. Offiziell mache ich hier ein paar Tage Urlaub. Es ist ja auch ein schöner Ort, Ihr Sankt Johann."

"Nicht wahr!"

Markus Bruckner war ans Fenster getreten und sah hinaus. Gerade hielt vor dem gegenüberliegenden Hotel ein Reisebus und eine Schar Touristen stieg aus. Der Bürgermeister drehte sich wieder um.

"Und wir werden dafür sorgen, daß das auch in aller Welt bekannt wird", sprach er weiter. "Finden Sie mir nur einen geeigneten Standort für das Hotel."

Elke Kerner trank einen Schluck aus der Kaffeetasse, die vor ihr auf dem Tisch stand und legte dann die Fingerspitzen aneinander.

"Hm, sechshundert Betten, ist das nicht ein bißchen zu gewagt für Ihren kleinen Ort", gab sie zu bedenken. Immerhin fehlt es hier ja noch an attraktiven Freizeitmöglichkeiten."

"Das kommt alles noch", winkte der Bürgermeister ab. "Bis jetzt kommen die Leut' wegen der guten Wandermöglichkeiten, die wir hier haben. Sie soll'n mal sehen, was erst hier los ist, wenn das Hotel steht, mit allen erdenklichen Attraktionen. Ich hab' schon mit dem Reisinger-Sepp gesprochen, das ist der Wirt von dem Hotel, in dem Sie wohnen, der Sepp zieht mit. Das wird vom Allerfeinsten. Schwimmbad, Sauna, Solarium. Einen Golfplatz werden wir anlegen, und eine große Diskothek. Tanz und gute Laune bis in den frühen Morgen - das ist's, was die Leut' wollen. Schauen S' nur einmal, was da auf Mallorca los ist, mit den ganzen Urlaubern. Warum soll das hier net auch geh'n."

"Also, ob das, was da in Spanien geschieht, hier auch funktioniert, wage ich zu bezweifeln", versuchte die Frau den Enthusiasmus des Bürgermeisters von Sankt Johann zu bremsen. "Ganz zu schweigen davon, ob so etwas überhaupt erwünschenswert ist. Was ich mit attraktiven Freizeitmöglichkeiten meine, bezieht sich vielmehr auf das hiesige Angebot für Wintersportler. Es fehlen Skipisten, Seilbahn und all die anderen Sachen, die einen Wintersportort für Touristen erst anziehend machen."

Markus Bruckner schüttelte den Kopf.

"Ich versteh' ihre Einwände, Frau Kerner. Dennoch, eines zieht das andere nach. Wenn das Hotel erstmal steht, dann finden sich genügend Investoren, um die Skipiste und Seilbahn zu bauen. Wenn Sie sich alles anschauen, werden Sie mir recht geben. Die beiden Gipfel, der Himmelsspitz und die Wintermaid, laden geradezu ein, dort Pisten anzulegen."

Elke Kerner erhob sich und reichte Markus die Hand.

"Gut, Herr Bruckner, dann machen wir es so, wie verabredet. Ich schaue mir die Gegend an, und in etwa einer Woche erhalten Sie ein ausführliches Exposé, in dem ich meine Vorschläge und Anregungen darlege."

"Ist recht, Frau Kerner."

Er legte einen Finger an den Mund.

"Und zu niemandem ein Wort."

"Selbstverständlich nicht. Sie können sich darauf verlassen."

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