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Der Bergpfarrer 57 - Heimatroman So hart kann ein Herz nicht sein von Waidacher, Toni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.09.2015
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Bergpfarrer 57 - Heimatroman

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Unter anderem gingen auch mehrere Spielfilme im ZDF mit Millionen Zuschauern daraus hervor. 'Feierabend, endlich!' Die attraktive Frau, die diesen Stoßseufzer von sich gab, sah Michael Lindner auffordernd an. 'Hast' noch Lust, auf ein Bier im ?Bräustübl??' fragte Hanna Rendel. 'Es ist doch so ein schönes Wetter.' Michael schüttelte bedauernd den Kopf. 'Geht leider nicht', antwortete er. 'Du weißt doch, ich muß Lena aus dem Kindergarten abholen.' Die dunkelhaarige Kollegin runzelte die Stirn. Immer das Kind, dachte sie ärgerlich. Dann hatte sie eine Idee. 'Was hältst denn davon, wenn wir deine Tochter gemeinsam abholen und dann zu mir fahren', schlug sie vor. 'Ich koch' uns was Schönes zum Abendessen, und später können wir draußen, im Garten, spielen.' Der junge Mann mit dem markanten Gesicht hatte seine Mappe gepackt und den Computer abgedeckt. 'Das ist lieb gemeint, Hanna, aber leider unmöglich. Du weißt doch, daß heut' mein letzter Arbeitstag ist. Morgen fahren Lena und ich in die Ferien. Da gibt's noch einiges vorzubereiten, und die Kleine muß früh ins Bett.' Hanna biß sich auf die Lippen. Natürlich wußte sie, daß Michael ab morgen Urlaub hatte. Deshalb ja auch der Versuch, ihn noch einzuladen. Ihr eigener Urlaub würde erst in zehn Tagen beginnen. Hanna fragte sich, wie sie es aushalten sollte, ihn so lange nicht zu sehen. 'Schad'', sagte sie. 'Wo soll's denn überhaupt hingeh'n?'

Sein größtes Lebenswerk ist die Romanserie, die er geschaffen hat. Seit Jahrzehnten entwickelt er die Romanfigur, die ihm ans Herz gewachsen ist, kontinuierlich weiter. 'Der Bergpfarrer' wurde nicht von ungefähr in zwei erfolgreichen TV-Spielfilmen im ZDF zur Hauptsendezeit ausgestrahlt mit jeweils 6 Millionen erreichten Zuschauern. Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. In Spannungsreihen wie 'Irrlicht' und 'Gaslicht' erzählt er von überrealen Phänomenen, markiert er als Suchender Diesseits und Jenseits mit bewundernswerter Eleganz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 08.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959791830
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 482 kBytes
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Der Bergpfarrer 57 - Heimatroman

"Feierabend, endlich!"
Die attraktive Frau, die diesen Stoßseufzer von sich gab, sah Michael Lindner auffordernd an. "Hast' noch Lust, auf ein Bier im 'Bräustübl'?" fragte Hanna Rendel. "Es ist doch so ein schönes Wetter." Michael schüttelte bedauernd den Kopf. "Geht leider nicht", antwortete er. "Du weißt doch, ich muß Lena aus dem Kindergarten abholen." Die dunkelhaarige Kollegin runzelte die Stirn. Immer das Kind, dachte sie ärgerlich. Dann hatte sie eine Idee. "Was hältst denn davon, wenn wir deine Tochter gemeinsam abholen und dann zu mir fahren", schlug sie vor. "Ich koch' uns was Schönes zum Abendessen, und später können wir draußen, im Garten, spielen." Der junge Mann mit dem markanten Gesicht hatte seine Mappe gepackt und den Computer abgedeckt. "Das ist lieb gemeint, Hanna, aber leider unmöglich. Du weißt doch, daß heut' mein letzter Arbeitstag ist. Morgen fahren Lena und ich in die Ferien. Da gibt's noch einiges vorzubereiten, und die Kleine muß früh ins Bett." Hanna biß sich auf die Lippen. Natürlich wußte sie, daß Michael ab morgen Urlaub hatte. Deshalb ja auch der Versuch, ihn noch einzuladen. Ihr eigener Urlaub würde erst in zehn Tagen beginnen. Hanna fragte sich, wie sie es aushalten sollte, ihn so lange nicht zu sehen. "Schad'", sagte sie. "Wo soll's denn überhaupt hingeh'n?" "In die Berge", lautete die Antwort. "Wir fahren nach Sankt Johann. Hier in Bayern, net in Tirol." "Ach, in die Alpen? Meinst' denn, daß es das Richtige für Lena ist? Ich weiß net, nur auf den Almen herumkraxeln - Kinder wollen doch viel lieber ans Meer: Schwimmen und Bootfahren." Der Manager lächelte. "Stell' dir vor, all das kann man dort auch machen", erwiderte er. "Ganz in der Nähe liegt der Achsteinsee, ein sehr romantisches Gewässer, jedenfalls am Abend, wenn Ruhe eingekehrt ist. Tagsüber denkt man, an der Nordsee zu sein, soviel Betrieb herrscht da. Und in Sankt Johann gibt's auch für Kinder viel zu erleben. Außerdem ist's dort schön ruhig, net so von Touristen überlaufen, wie anderswo. Ich bin früher mit meinen Eltern oft in den Ferien dort gewesen." Den letzten Satz hatte er mit einem wehen Zug um den Lippen gesagt, aber das konnte Hanna nicht sehen, weil sie an ihrem Arbeitsplatz beschäftigt war. Michael Lindner sah auf die Uhr. "Himmel, jetzt muß ich mich aber beeilen", rief er und schnappte seine Mappe. "Also, laß dich net unterkriegen. In einer guten Woche hast' ja auch Urlaub." Er winkte ihr zu und verließ sein Büro in der sechsten Etage eines mehrstöckigen Geschäftshauses in der Nürnberger Innenstadt. Mit dem Aufzug fuhr er in die Tiefgarage hinunter. Dort hatte er seinen Wagen abgestellt. Michael warf die Mappe auf den Rücksitz und setzte sich aufatmend hinter das Lenkrad. Endlich Feierabend, dieser Stoßseufzer klang ihm noch in den Ohren. Er hätte einen weitaus größeren ausstoßen können - endlich Urlaub! Gutgelaunt startete er den Motor, fuhr zum Ausgang und fädelte sich in den Verkehr ein. Drei herrliche Wochen lagen vor ihm. Wochen, in denen er sich nur um sich und Lena kümmern wollte. Auf dem Weg zum Kindergarten hielt er an einem Blumengeschäft und kaufte einen Strauß dunkelroter Rosen. Die Verkäuferin lächelte ihn an. Sie kannte den gutaussehenden Kunden. Michael kam jede Woche einmal herein und kaufte immer die gleichen Blumen. "Bis zum nächsten Mal", sagte sie zum Abschied. "Das wird ein bissel dauern", antwortete er fröhlich. "Morgen geht's in die Ferien." Die freundliche Frau wünschte ihm einen schönen Urlaub, bevor er jedoch hinaus war, reichte sie ihm einen kleinen Strauß Anemonen. "Für ihre Tochter." Michael bedankte sich. Lena würde sich bestimmt über das Geschenk freuen. Es dauerte einen Moment, bis er in der Näh

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